Dienstag, 21. Mai 2013

Krippenausbau schädigt Gesundheit von Kindern

Am 16.04.2013 berichtete kat.net über die gesundheitlichen Gefahren von Krippenausbau.

Studien belegen den Zusammenhang mit aggressivem und hyperaktivem Verhalten durch Stresshormone, die in Krippen ausgelöst werden - diese bedrohen die hochempfindlichen Nervenzellen des sich entwickelnden Gehirns von Kindern.

Vor den negativen Folgen der Krippenbetreuung für unter Dreijährige hat der Kinder- und Jugendarzt Rainer Böhm gewarnt. Der am Sozialpädiatrischen Zentrum Bielefeld-Bethel tätige Mediziner ist seit 2012 Sachverständiger beim Familienausschuss des Deutschen Bundestages.

Böhm zufolge schädigen übermäßige Stressbelastungen in früher Kindheit insbesondere das soziale Gehirn: „Sie erklären den eindeutigen Zusammenhang zwischen der Dauer von Krippenbetreuung und aggressivem, hyperaktivem und ängstlich-depressivem Verhalten, der bei großen und sorgfältig konzipierten Studien, zum Beispiel in den USA oder in der Schweiz, gefunden wurde.“

Nach Ansicht des Sachverständigen leistet sich Deutschland mit dem forcierten Krippenausbau „ein teures, überholtes und kindeswohlgefährdendes Betreuungsmodell. Wesentlich wirkungsvoller und vor allem gesundheitsverträglicher wäre es laut Böhm, „konsequent in die Förderung junger Familien mit kleinen Kindern zu investieren“.

Das Betreuungsgeld ist ein Schritt in die richtige Richtung, „wenn auch ein deutlich unterdimensionierter Schritt in die richtige Richtung“.

Nach Ansicht Böhms ist darüber hinaus ein gerechter Familienleistungsausgleich überfällig, „der jungen Eltern den ihnen bisher in verfassungswidriger Weise vorenthaltenen Finanzspielraum in der Familiengründungsphase eröffnet“. Sein Vorschlag: 18 Monate Erziehungszeit für die Mutter, gefolgt von 18 Monaten für den Vater, mit finanzieller Absicherung, Wiedereinstiegsgarantie in den Beruf und Rentenanwartschaften für beide. „Das wäre ein gleichstellungskonformes und kindeswohlgerechtes Modell, für das es sich zu streiten lohnt“, so Böhm.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eine der Hauptursachen für Stress ist eine falsche Ernährungsweise (Menge und Zeitpunkt für Flüssigkeit und Nahrungsstoffe), egal ob zuhause oder in öffentlichen Einrichtungen. Bei Säuglingen und Kleinkindern spielt die Gewohnheit noch eine besonders große Rolle. Psychologen haben davon keinen blassen Schimmer und die Ärzteschaft kümmert sich nicht wirklich darum. Ein wenig Ahnung von der Katastrophe bekommt schon, wenn er die unsinnigen "Hinweise für die Zahngesundheit" auf den Milchpulverpackungen liest.
E.D., München

Der Chorleiter hat gesagt…

Eure Kripenphobie sollte euch mal zu einem vernünftigen Umgang mit Menschen führen.
Wenn ich so ezwas geboten bekomme, dann weiß ich, daß der Unterschied von sozialistischen und kirchlichen Behauptungen nicht besteht. Beide sind für die Gesellschaft nicht tragbar.

Pauker hat gesagt…

Es ist schon verwunderlichm wie sie sich über Krippen auslassen. Ihre Einmalimjahrkrippe hat dafür schon so manchen Ärger in der Gemeinde ausgeköst, da es, besonders, die Älteren als überzohen modern empfanden.
Will sagen, wie man es sieht wird es gemeint. Doch das Richtige und Grundsätzliche wird übersehen.
Es ist gut, dass für ihren Artikel keine Note abverlangt wird. Ich hätte sie beschämen müssen.
Mit ihrem Sachverständigen würde ich mal gern die Zungen kreuzen. Von diese Art Sachverständiger wurden wir schon öfters in der Schule beglückt.
Wenn etwas nicht ordentlich gemacht wird, ist das Ziel nicht falsch. Doch der Weg. Und da sooll man das Ziel nicht unbedingt dem Weg anpssen.
Diese Sicht hat der Autor des o.g. Artikels nicht.
So würde es mich nicht wundern, wenn er mit seinem "verbesserten" Navi in Rom landet und nicht, wie geplant in Helsinki.
Wann mehmen endlich in diesem Staat die ab, die uns mit Freiheit überschütten wollten und doch nur ihre diktieren?
Diktatur des Geldes haben wir schon. Diktatur des Meinens ist nicht weit.
Die Gedanken sind frei - leider mit der Frage: Wovon?
Ist sie als Freiheit der Menschen
überhaupt erlaubt? Oder nur, wenn es einer, eine zulässt, bestätigt?
Hier wendet sich der Leser. Solch Worte sind genug verrufen.

Anonym hat gesagt…

Schade, Sie haben den, wichtigsten Punkt, den sozialen Ansatz, das Bedürfnis des Kindes nach einer festen Bezugsperson, leider noch gar nicht verstanden oder selbst nicht erleben können. Nahrung allein auch zur richtigen Tageszeit eingenommen hilft dabei wenig.
Tatsächlich sind Säuglinge ohne soziale Zuwendung trotz regelmäßiger Nahrungszuführung und mechanischem Wickeln jämmerlich gestorben.

Anonym hat gesagt…

Schade, Sie haben den, wichtigsten Punkt, den sozialen Ansatz, das Bedürfnis des Kindes nach einer festen Bezugsperson, leider noch gar nicht verstanden oder selbst nicht erleben können. Nahrung allein auch zur richtigen Tageszeit eingenommen hilft dabei wenig.
Tatsächlich sind Säuglinge ohne soziale Zuwendung trotz regelmäßiger Nahrungszuführung und mechanischem Wickeln jämmerlich gestorben.

Pauker hat gesagt…

Hat ein Kind eine feste Bezugsperson, wenn es in der Familie hinundhergerissen wird? Spielen sich manche Eltern nicht eher als Bestimmer auf? Ohne ihrem Auftrag nach Schutz UND Förderung zu erfüllen?
Wie oft können wir Kinder als Waffe ihrer Erzeuger bewundern. Die sollen dann noch als
"wichtigsten Punkt, den sozialen Ansatz, das Bedürfnis des Kindes nach einer festen Bezugsperson"
sehen?
Wir dürfen neben der verordneten geistigen und ersichtlichen nährenden Kost nur vorsichtig unser Wissen und Wohlwollen anwenden. Wenn etwas Erfolg hat, sind es immer die anderen, die dazu beigetragen haben. Bei Misserfolg sind wir immer die erste Wahl der Angeschuldigten.
Für viele Kinder ist es gut, andere Formen des Zusammenlebens zu erleben. Leider kann das auch zur Spaltung der kindlichen Seele führen. Daher nur auf häusliches zu setzen würde das einschränken. Doch zu Besserem führen?
Es gibt etwas gutes. Mutterwitz. Egal, ob von Muttern oder Vater. Leider ist heute ein schnödes Wollen oder Sollen daraus geworden.
"Dieser Umgang ist für mein Kind nicht gut!" Fragt mal die Kinder, wie sie es sehen. Da werden sich einige wundern, wenn sie nicht schon die Antwort vortrainiert haben.
Ach, wäre das schön ...

Old Geezer hat gesagt…

Bemerkenswert, daß wann immer hier über solchen "Erkenntnisse" gesprochen wird, die Ursprungsquelle nicht auffindbar ist..
...ob nicht schon kath.net eine mehr als zweifelhafte Quelle darstellt, die selber stets nur andere zitiert, so wird hier nichtmal mehr das Sekundärdokument Beo kath.net referenziert.

Die Chance, daß an der Ursprungsaussage also irgendetwas dran ist, muß angesichts dieser Verschleierungsmaßnahmen als sehr gering eingeschätzt werden.

- Daß Streßhormone der Ausbildung neuer Verknüpfungen im Nervensystem abträglich sind, und somit dem Lernen und in der Folge auch dem Sozialverhalten nicht zugute kommen, ist ein alter Hut.
- daß sie hingegen einzelnen, vollständig differenzierten Nervenzellen Schaden zufügen, wäre eine phänomenale Beobachtung, die experimenteller Bestätigung bedarf - und da feht uns hier die Referenz.
- ein Irrglaube ist, daß der Streß in Krippen unbedingt größer sein muß als in der Familien: in Familien kann die Gruppe konkurrierender Individuen größer sein als in Krippen, ebenso kann die Betreuung in Familien dürftiger und weniger liebevoll ausfallen, zudem ist die Kontrolle der Bezugspersonen schwächer, es gibt mehr verhaltensauffällige und psychopathischen oder soziopathische Eltern als Sozialarbeiter oder Pädagogen.
- Familien können zudem von außen kommenden Streß weit schlechter von den Kindern abhalten als Krippen oder Kindergärten; Beziehungskrisen und Arbeitlosigkeit z.B. können Eltern kaum 'zuhause' lassen, bevor sie mit ihren Kinder konfrontiert werden.


Anonym hat gesagt…

Eine Seite für für alle, die was wollen, was andere nicht möchten.
Und einem passenden Schreiber für den geeigneten Quatsch.
Es ist gut, Leute zu kennen, die sich an die alten Zeiten erinnern können, sie nicht wieder haben wollen und für das Neue tun, was die, die es schon immer meinten zu haben, leider vergessen haben.
Es ist ein Kreuz mit Hammer und Sichel gewesen. Doch ohne Hammer und Sichel ist es mit dem Kreuz ein Kreuz.
Wie kann man unseren Kids das geben, was für sie die Entwicklung voran bringt, die Familie ergänzt und den Arbeitsbedingungen ihren Platz lässt?
Mit der vorgetragenen Beweiskette wird das eher stranguliert.
Wenn Leute über Kitas reden, die nur ihre kennen, den Sinn und Zweck dieser Einrichtung nicht ergründet haben, dann ist das Ergebnis ein Resultat ihrer Unwissenheit.
Wer zu wissen glaubt, der kann nicht Wissen wissen.