Sonntag, 26. Mai 2013

Immer mehr Intoleranz gegen Christen

Das Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen und Diskriminierung von Christen (Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians) veröffentlichte am 21.5.2013 in einem Bericht 41 Fälle nationaler Gesetzgebung, die für Christen in über 15 EU-Mitgliedsstaaten nachteilige Auswirkungen haben. Zudem enthält der Bericht alleine für das Jahr 2012 im Gebiet der Europäischen Union 169 Fälle von drastischer Intoleranz gegen Christen.

Der Report wurde am 21. Mai in einer Rede auf der OSCE High Level Conference on Tolerance and Non-Discrimination in Tirana von der Leiterin des Dokumentationsarchivs, Gudrun Kugler präsentiert. Gudrun Kugler erklärt: „Manchmal werde ich gefragt: wie kann man denn eine Mehrheit der Gesellschaft diskriminieren? Nun, es geht hier nicht um den gesellschaftlichen Mainstream, also um diejenigen, die nur dem Namen nach Christen sind. Betroffen sind jene Menschen, die versuchen nach den hohen ethischen Grundsätzen des Christentums zu leben. Und diese sind nicht in der Mehrheit. Und selbst wenn sie es wären: In der Geschichte hat allzu häufig eine dominierende Minderheit eine marginalisierte Mehrheit diskriminiert.“

Das Dokumentationsarchiv empfiehlt den politischen Entscheidungsträgern eine „reasonable accommodation“, also das vernünftige Entgegenkommen und Miteinbeziehen von Religion in die Gesetzgebung. Insbesondere dann, wenn gläubige Menschen und der Mainstream, dem Religion eher unangenehm ist, miteinander im Konflikt stehen. Regierungen sollen außerdem in ihren spezifischen Berichten auch auf das Phänomen der Intoleranz gegen Christen achten und eigene Statistiken dazu anlegen. (Quelle und Bild: Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians)

Quelle: Kirche in Not







1 Kommentar:

Schellmisch lächelnd hat gesagt…

"Betroffen sind jene Menschen, die versuchen nach den hohen ethischen Grundsätzen des Christentums zu leben."
"... das vernünftige Entgegenkommen und Miteinbeziehen von Religion in die Gesetzgebung. Insbesondere dann, wenn gläubige Menschen und der Mainstream, dem Religion eher unangenehm ist, miteinander im Konflikt stehen. Regierungen sollen außerdem in ihren spezifischen Berichten auch auf das Phänomen der Intoleranz gegen Christen achten und eigene Statistiken dazu anlegen."
Regierungen sind dazu da, die Unterschiede in den Lebensanschauungen verträglich für das Zusammenleben zu gestalten. Leider drängeln sich viele vor: Parteien, Firmen, Gläubige, Besitzende.
Wird der Sicht einer Seite mehr Aufmerksamkeit geschenkt, wird von ander Seite gleich intolerant getönt.
Doch wäre es gut, wenn nicht jede Seite nur ihre Vorteile geltend macht. Auch sie sollten die berchtigten Wünsche der anderen mal auf die Auswirkung für alle prüfen. Und was nur dem eigenen Bedarf dient nicht allen aufdrücken wollen.
Wer bisher mit dem Durchsetzen eigener Vorteile bedient wurde, wird es schwer haben, anderen in dieser Rolle zu sehen.
Wer so stolz und fest behauptet: Das sind das Worte Gottes! Sollte sich die Fragen gefallen lassen: Wieso? Warum?
Wer Toleranz einfordert sollt auch bereit sein, diese zu geben.
Doch Toleranz hat auch ihre Grenzen. Ihr Anfang und Ende.
Bleibt die Frage:
Kann ein Farbenblinder eine Lieblingsfarbe haben? Könnte er verlangen, dass Ampeln auch mehr als Farben und Pfeile zeigen?
Was ist in diesem Falle tolerant. Oder besser. Oder Notwendiger.
Kein Mensch denkt an den anderen. Ich scheine der einzige zu sein, der an mich denkt.
Bin ich daher nicht tolerant?
(Habe ich über mein Denken zu anderen gesprochen, denen Realiät abgesproche? Doch gibt es Menschen, die mir das sofort vorwerfen. Ich lächle und lass sie tun.)
Kein Mensch ist vollkommen.
Oder? Einige? Kenne ich die? Merkt man es? Woran? Braucht man das?
Oh. Die Welt ist groß.