Montag, 27. Mai 2013

Gender Mainstreaming: Traditionelle Rollen würden zerstört

Aus der Luzerner Zeitung vom 27. April 2013

«Kompetenzzentrum Sexualpädagogik: Bund bedauert Ende», Ausgabe vom 22. April

Dass sich die EU dem «Gender Mainstreaming» verpflichtet hat, ist bekannt. Offenbar hat sich auch die Schweiz, von der breiten Bevölkerung nicht wahrgenommen, dieser Ideologie angeschlossen. Die Theorie lautet, dass die Geschlechterrollen nur erlernt sind, und dass das Kind ein auf Erziehung angewiesenes Sexualwesen ist. Gleichstellung und Gleichbehandlung seien somit die Folgen.

Gender Mainstreaming will nicht weniger als den neuen Menschen schaffen, und zwar durch die Zerstörung der «traditionellen Geschlechterrollen». Schon aus diesem Grunde muss das als Zwangsbegriff verneinte «Geschlecht» durch «Gender» ersetzt werden. Möglichst schon in der Krippenerziehung soll mit der geistigen Geschlechtsumwandlung begonnen werden. Das Fach Gender Studies wird an vielen Hochschulen gelehrt. Es soll vor allem den Interessen der Frauen dienen. In den Vordergrund wird das erfundene Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestellt.

Die Gender-Ideologie ist im Jahre 2008 auch in die Lehrpläne der Schweizer Schulen und Kindergärten eingedrungen. Ihr sozialrevolutionärer Kern ist die Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen durch den staatlichen Sexualkundeunterricht.

Das Zentrum erhielt bisher 1,3 Millionen Franken Steuergelder. Beiträge der Zentralschweizer Kantone sind dabei noch nicht eingerechnet. Rechtfertigung der Finanzspritzen ist, dass ein möglichst früher Sexualunterricht die Übertragung von Geschlechtskrankheiten einzudämmen helfe. Wer steht für diese unnütze Kosten gerade?

Ich stelle fest, dass die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder vorangetrieben werden, ebenfalls sollen möglichst alle Frauen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen zu Gunsten der Volkswirtschaft. Eine Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche ist das Ziel. Unterschiedliche Begabungen sollen als Geschlechterstereotype gebrandmarkt werden. Der Versuch des Staates, über Erziehung und Ausbildung, die Geschlechtsidentität der Kinder und Jugendlichen zu verändern ist aber ein illegitimer Missbrauch staatlicher Macht. Gender Mainstreaming zielt auf die Zerstörung der traditionellen Familie, die die Keimzelle einer Gesellschaft ist.

Ruth Fischer, Luzern

Kommentare:

Leicht lächelnd hat gesagt…

Wer nur sieht, wie es gemeint sei, versteht nicht, wie es ist.
Der Genderwahn besteht vor allen auf der Seite, die ihm Dinge andichten, die er nicht hat.
Die Rolle dieser Ansichten macht einen Tunnelblick und versagt die Umwelt.
Wenn die holde Weiblichkeit nur als Fortpflanzungspaket gesehen wird, dem Herren der Schöpfung zur Bedienung dessen "Wünsche" auftreten soll, eine Familie aus Sicht von gestern anführt können wir die Zukunft abschreiben.
Es geht um mehr als den Unterschied von Mann und Frau anzuben oder auszulöschen.
"Das Weib sei dem Manne untertan."
Wie wär es mal mit andersrum?
Päpstin, Geistlichin?
Wenn jeder im Zusammenleben das Sagen hat und keiner es gebraucht, doch das Leben in Menschengemeinschaften zum Vorteil aller ist, haben wir was erreicht.
Dann brauchen wir nicht zu fragen: Henne oder Ei.
Traditionelle Rolle? Ist doch meist nur eine Ansicht der religiösen Seite, um die Vorherrschaft ihrer Herrlichkeiten nicht zu gefährden.
Da sehe ich aber schwarz und Schwarzer.

Anonym hat gesagt…

Na nu ?
Mir ist beim Kommentarlesen das Lächeln vergangen! Wenn jemand eine Meinungsäußerung gleich ins Schubfach Wahn (Neudeutsch: Phobie) steckt, legt er seine Gesinnung offen. Man spricht gern von Rollen . . ., wobei Rollen immer aufgesetztes, nicht aber authentisches Verhalten nach sich zieht. Gender-Mainstreaming will Menschen in Rollen fügen, die vorgegeben, nicht aber immer Personenkonform gehen. Dazu sagte man früher Manipulation. Menschlich gesehen ist "Genderwahn" barer Unsinn, wirtschaftlich gewinnorientiert, sozial ein Unding. Und derKommentator LL sollte aufhören, auf geistlichen Ansichten herum zu reiten. Eine Päpstin z.B. würde nicht - aber auch gar nicht verbessern! Im Gegenteil: Die Bischöfinnen in der ev. Kirche haben ein Tohuwabohu angerichtet. Aber das erkennen und sehen Menschen wie LL natürlich nicht. Ist auch nicht nötig.

Old Geezer hat gesagt…

Traditionelle Rollen heißen 'traditionell', weil sie eben tradiert, also von unseren Altvorderen überliefert wurden.
Zu deren Zeit mögen sie gut und richtig gewesen sein, aber inwieweit sie es heute noch sein, darf mit Fug und Recht infrage gestellt werden; ebenso wie eben jede Altvorderen ihrerseits Traditionen und Rollen verändert oder neu erfunden haben, die es vorher in dieser Form nicht so gab.
Und auch zu deren Zeit werden die Menschen über Seßhaftwerdung, die Zukunftschancen des Ackerbaus, das Wahlrecht der Frau, die Einführung erblicher Führerschaft oder Privatbesitz in Männerhand oder Veräußerlichkeit von Grund und Boden lange und hitzig diskutiert haben.

Was bleibt ist die Veränderung - geänderten Lebensbedingungen muß sich der Mensch anpassen.

Unsere ist nicht die erste Gesellschaft in der die Geschlechtszuordnung unter Umständen optional ist, und es ist schon dar nicht die erste, in der durch den Druck der Umstände die Rollen flexibel verteilt werden müssen.

(Mal ganz abgesehen davon, daß auch die Natur Geschlecht und Verhalten keineswegs binär zuweist, sondern eher graduell, und Körperliche Ausprägung von Verhalten und Emotion individuell abweichen kann.)

Anonym hat gesagt…

"Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Vater seine Tochter zu seiner Lust nehmen
Der Mann den Mann, die Frau die Frau
Der Alte das Kind
Das wird vor aller Augen geschehen
...
Das Böse wird sich von Bett zu Bett ausbreiten
...
Die Liebe wird die größte Bedrohung für jene, die sich nur über das Fleisch erkennen."

Johannes von Jerusalem (1119 n.Chr. gestorben)

Otto Kietzig hat gesagt…

Nach biblischem Zeugnis lebt die Menschenwelt nach dem Sündenfall in einer permanenten Revolution gegen ihren eigentlichen Schöpfer und das heißt im Aufstand gegen ihr eigentliches ihr ein-gestiftetes Wesen. Das hatte sogar noch Karl Marx begriffen, insofern er von der Entfremdung des Menschen zu reden wusste. Nur hat er diese 'Entfremdung' auch nur aus dem Blickwinkel des von sich selbst besessenen Menschen sehen können und seine Überwindungsvorschläge zu dieser 'Entfremdung' sind wie alle übrigen auch nur eine einzige Katastrophe geworden. Ähnliches wird auch dem Gendernainstreaming blühen. Wir Menschen können uns aus dem Drang, uns selber erlösen zu müssen, immer nu neu kaputt machen. Insofern ist die nächste Katastrophe auf Selbsterlösung vorprogrammiert. Wir werden sie nicht vermeiden können, aber wir werden uns gegen sie durch den den Glauben an den allein wahren Erlöser Jesus Christus wappnen können.

Wer wohl? hat gesagt…

Was heißt hier "Sündenfall"?
Wären wir Mensch, Menschen, Völker und Nationen ohne ihn?
Denkt ihr auch mal weiter?
Nicht nur euer Buch lesen und auslegen. Auch mal auf mehr gucken!
Adam und Eva haben, nach eurer Darstellung, als erste Selbständigkeit bewiesen. Das soll Katastrophen ausgelöst haben?
Lesen, Denken und Verstehen sind doch drei unterschiedliche Dinge.
Wir "müssen" uns nicht selbst erlösen. Es gibt nichts zu erlösen.
Soll etwas geschehen, sind wir gut beraten, etwas zu unternehmen. Nicht warten, bis es andere tun. Und dann in Selbstbedauern, Beschimpfungen und Verdächtigungen eigenes Nichtstun übertrumpfen wollen.
Wenn ihr das nur mit Beten bewältigen könnt, dann macht es. Aber ordentlich. Andere schaffen es auch so. Oder auch so nicht.