Dienstag, 2. April 2013

US-Bundesstaat North Dakota pro Lebensrecht: strengstes Abtreibungsgesetz in ganz USA erlassen

(Christliches Forum/Felizitas Küble) Der amerikanische Bundesstaat North Dakota hat das strengste Anti-Abtreibungsgesetz eingeführt, das die Vereinigten Staaten bislang kennen, wie die Tageszeitung “USA-Today” berichtet.


Gouverneur Jack Dalrymple unterschrieb am gestrigen Dienstag, dem 26. März 2013,  ein Gesetz, das Abtreibungen allgemein verbietet, sobald der Herzschlag des ungeborenen Kindes gehört werden kann, was rund sechs Wochen nach der Empfängnis der Fall ist.

Der republikanische Gouverneur hofft, daß das neue Gesetz einen ersten Schritt darstellt, um das vom Supreme Court (Obersten Gerichtshof) 1973 eingeführte “Recht auf Abtreibung” grundsätzlich zu Fall zu bringen (Urteil “Roe versus Wade”).

Der Lebensrechts-Politiker forderte zudem das Parlament seines Bundesstaates auf, einen entsprechenden Betrag für Gerichtskosten zurückzustellen, um die neue Verordnung gegen mögliche Klagen bis zur höchsten Instanz verteidigen zu können.


Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Es ist eben besser und leichter, wir kümmern uns mehr um das ungeborene Leben. Mag erschießen, wer will. Waffen und Munition bringen Gewinn und werden von den Schützen bezahlt. Deren Hinrichtung kann ein findiger Rechtsanwalt noch in strafunfähig abwandeln lassen.
Aber zum heiligen der Waffen war sich noch keine Religion zu fein.
Das Leben in die richtigen Bahnen lenken, die Möglichkeiten mit den Notwendigkeiten abzuwägen und für uns Menschen einzusetzen, das fehlt den Religionen fast ganz.
Wie sollen euch da Menschen mit reellem Verstand zustimmen?
Wie viele Betteleien wegen Unterschriften für Meinungen gegen Gleichgeschlechtliche wird es noch geben?
Etwas vorzuschlagen und darüber zu diskutieren, was für alle zu einem vertretbaren Vorgehen, zu einer abgewogenen Lebensweise führt, wäre gut.
Doch euer Geist vernebelt euch den Geist für eine umsetzbare, gerechte Antwort.
Wer so auf Verbieten drängt, wird nicht bemerken, wenn sein Tun etwas Verbotenes ist. Oder schlimmer.
Sangesschwestern und -brüder werden zum Unterschreiben angehalten, sie sind für ein Singen ohne falsche Töne. Keiner soll falsch klingen.
Wie unterstützt uns das beim Singen, bringt anderen die Lust zum Mitmachen, macht Singen zu einem begehrten Hobby?
Würde es die Männer betreffen, wäre die Schwangerschaftsunterbrechung längst ein gängigesd Vorgehen. Um unpassende Nachkommen auszuschließen werden Leute mit Geld und Glauben auch bei Androhung von Strafe ihre Möglichkeiten zum Berichtigen nutzen. Wie bisher. Mit allen negativen Folgen für die dadurch zu Unrecht Bestraften.
Religion 1, Menschlichkeit ungenügend.
Haben wir, hatten wir, sollen wir weiterhin nicht hinnehmen.

Old Geezer hat gesagt…

"sobald der Herzschlag des ungeborenen Kindes gehört werden kann"

...tolles Kriterium!
Der gleiche Herzschlag, der bei jeden Schlachtvieh zu hören ist, welches auf die Schlachbank geführt wird, bei jedem Insassen einer Todeszelle, bei jedem Soldaten, der ins Feld geschickt wird, bei jedem Zivilisten, der auf eine US-Mine tritt, bei jedem gebohrenen, kranken Kind, welchem die aktuellen Medikamente von US-Firmen aufgrund US-Gier durch US-Patenrecht vorenthalten werden, bei jedem hirntoten Patienten, der schon lange keine Großhirnaktivität mehr aufweist, bei jeden Embryo, auch wenn er noch spontan abstirbt, von jedem Fetus, auch wenn klar ist, daß er sofort nach der Geburt sterben wird, derselbe Herzschlag, der von der Apperatemedizin im Zweifelsfall über Monate nach dem Tode aufrechterhalten werden kann, der schon im Labor mit künstliche gezüchteten Herzmuskelzellen generiert wurde, usw.?

Da tippe ich mal spontan eher auf Hirnschlag beim Richter.
(Orgeon muß für die Geburtserzwinger das sein, was Texas für üdie Patenttrolle ist.)
Ach ne, ups, das war nur ein Gouveur, also im Zweifelsfall ohne jede juristische Kompetenz erstellt.

Jup, sowas weckt Vertrauen in die US-Justiz.
Allerdings ist die Begründung eine dermaßen lächerliche Totgeburt, daß diese Entscheidung vermutlich fix gekippt wird.
Schließlich sind selbst Amerikaner grundsätzlich wohl vernunftbegabt und hier ist auch niemand mit Arbeitplätzen und Profit zu ködern.

Anonym hat gesagt…

Bravo, US-Bundesstaat North Dakota!
Endlich ein offenes Bekenntnis zur wunderbaren Schöpfung Gottes. Wenn das so durchgesetzt wird, wird Gott seinen Segen dazu geben und alle Welt wird staunen über die Erfolge in diesem Staat zur WEhre Gottes!
Herr Old Gelzer möge aufpassen, dass er nicht vom lebendigen Gott für seine teuflichen Schreiben bestraft wird.

Lukas hat gesagt…

Ja stimmt, Waffen sind genauso teuflisch und müsste man genauso verbieten. Und auf Fleisch könnten wir von mir aus auch verzichten.

Der Kindermord im Mutterleib zu verbieten, ist aber wenigstens ein wichtiger Anfang. Der Mord von Kindern im Mutterleib ist der einzige Mord der nicht als Mord angesehen wird.

Wenn man Kindern schon im Mutterleib töten will, soll man wenigstens auch dazu stehen und es Mord nennen. Zudem sollten die am Mord beteiligten wenigstens wissen, dass sich das negativ auf ihre Psyche Auswirken könnte und möglicherweise eben doch nicht für sie lohnenswert ist.

Anonym hat gesagt…

Ein Kind im Mutterleib zu ermorden,ist

im Höchsten Maße verwerflich. Ein Deutscher der hier die Amerikaner,
wegen anderer Kriege verurteilt,
kann froh sein,das die Us. Waffen-
technik nicht in der Hand Islamischer
Staaten ist, denn dann würde es schon
längst große Weltkriege geben. Die BRD
als viert größter Waffenlieferant ist
bestimmt kein gutes Beispiel. Deutsch-
land ist inzwischen Absurdistan auf fast
allen politischen Gebieten und keine
Großmacht nimmt uns für Ernst. Gut gemacht Amerika, können wir nicht einige
eurer Politiker abwerben um wieder eine
vernünftige Moral und Ethik zu bekommen.

Anonym hat gesagt…

Natürlich klingt es gut: Keine Waffen. Natürlich klingt es gut: Keine Schwangerschaftsunterbrechung. Natürlich ist es schön, alles dieses zu verbieten.
Doch das Leben zeigt: Es gibt Waffen, es gibt Schwangerschaftsabbruch.
Es gibt Dinge, die lassen sich ohne Waffen und ohne Schwangerschaftsabbruch einfach nicht aus der Welt schaffen. Doch es werden so viele Dinge angegangen, die auch anders zu lösen aind.
Wenn wir schon Ethik und Moral bemühen, so sollten wir sehen, dass das keine statischen Begriffe sind. Wir wissen nicht alles und wir wissen oft ein anders. Ob das auch besser ist, stellt sich hinterher raus.
Das Tun eines Staates der USA für diese ganze Nation hinzustellen, ist hirnrissig. Das geht nicht einmal bei einem Bundesland für die ganze Bundesrepublik.
Das schwere ist es, seinen Beitrag im Kleinen zu leisten um ihn im Großen wirksam werden zu lassen. Ist aber mühsam und man braucht Ausdauer. Und nicht wegen des Dankes tun.

Old Geezer hat gesagt…

Randnotiz:

Gerade hat ein Bundesgericht in den USA die Regierung (genauer: die FDA) dazu verurteilt, die 'Pille danach' als rezeptfreies Medikament bundesweit freizugeben.

Es ist in den USA nicht unüblich, daß - gerade in gewissen Bundesstaaten - Gouverneure Regelungen zugunsten der Gefühle ihrer lokalen Klientel (z.B. fundamentalistische christliche Splittergruppen) treffen, die anschließend von Bundesgerichte als verfassungswidrig kassiert werden.