Donnerstag, 4. April 2013

Unter Kindern werden Übergriffe und Mobbing immer brutaler

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichteten am 20. März 2013 über die Arbeit von Annelie Dunand. Sie berät seit 20 Jahren junge Opfer von Mobbing oder Missbrauch und warnt dabei vor den Tätern. Denn immer seltener könnten Opfer mit der Hilfe ihres Umfelds rechnen.

Immer rücksichtsloser werden Kinder und Jugendliche in Schulen oder im Internet angegriffen, gemobbt und vorgeführt, sagt die Leiterin Frau Annelie Dudand der Beratungsstelle des Sozial-Therapeutischen Instituts Berlin-Brandenburg mit Sitz in Kleinmachnow. Hänseleien, Prügeleien bis hin zu entblößenden Filmaufnahmen, das Spektrum physischer und psychischer Gewalt ist breiter geworden. Deshalb warnt Dunand: Niemand darf wegschauen, Lehrer müssen Vorbilder sein und Eltern ihre Kinder schützen – nicht nur vor Mobbing.

In der Beratungsstelle konnten im vergangenen Jahr 652 Fälle behandelt werden, vom Missbrauch bis zum Mobbing. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern kümmert sich Dunand seit 20 Jahren um junge Mobbingopfer, unterbreitet Präventionsangebote an Schulen, bildet Lehrer und Sozialarbeiter fort und sorgt auch für Kinder und deren Familien, die sexuellen Missbrauch und Misshandlungen erleben mussten.

Die Fälle, die sie vor Ort bearbeiten mussten, seien nicht mehr oder weniger geworden – aber die Täter brutaler und rücksichtsloser. Immer seltener könnten Mobbingopfer mit der Hilfe ihres Umfelds rechnen, zieht Dunand eine traurige Bilanz.

Obwohl das Thema in der Gesellschaft längst kein Tabu mehr ist, fällt es gerade Missbrauchsopfern immer schwerer, dem Teufelskreis zu entkommen. Und je mehr über sexuellen Missbrauch oder Misshandlungen gesprochen werde, desto vorsichtiger gingen die Täter vor, berichtet Dunand.

Täter mit pädophiler Neigung führen den Kontakt zu den Opferfamilien. Nicht mehr auf dem Spielplatz werden die Kinder angesprochen, sondern in den Familien. Sie bieten sich als Partner, Freund oder Helfer an. Sie sind Nachhilfelehrer oder Sporttrainer. „Sie isolieren das Opfer“ und setzen es unter Druck, beschreibt Dunand. „Ein Junge hatte panische Angst, dass ihm seine Eltern nicht glauben, ihn beschimpfen oder bestrafen“. Solche Fälle häufen sich. „Viele Kinder haben Angst und Schuldgefühle, die ihnen der Täter einredet.

Erst mit der Verbreitung des Internets könnten Pädophile sich auch dort auf die Suche nach leichtgläubigen Opfern begeben. „Eltern sollten sich deshalb für die Interessen ihrer Kinder stärker interessieren“, sagt Dunand. Sie sollten wachsam sein, denn ihre wichtigste Erkenntnis:
Viele Täter ziehen sich zurück, wenn sie mitbekommen, dass Eltern aufpassen.

Es sind aber nicht nur Pädophile, die das Netz ausnutzen: Auch immer mehr Jugendliche hätten mit Cyber-Mobbing oder dem sogenannten Hand Slapping – dem Filmen von Prügeleien mit dem Mobiltelefon – zu kämpfen. Dabei werden Opfer nicht nur in der Schule vorgeführt, sondern auch im Netz. Jeder hat Angst und es fehlen Vorbilder, Lehrer, Erwachsene oder Mitschüler, die sofort eingreifen. Der Begriff Opfer sei auf dem Schulhof zum Schimpfwort geworden. Mitgefühl gibt es kaum noch, sagt Dunand.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich finde eher, dass Vorbilder für Übergriffe auf andere, besonders Frauen und Kinder, wie auch für das Mobbing genug vorhanden sind.
Wer schaut da gerne nur auf ein paar nette, sanfte Mitbürger, die dann auch noch den Spass verderben wollen?
Interessant wäre auch nach den vielen klugen Worten über Familie einen katholischen Eheverweigerer mals als Familienvater und Ehemann zu erleben. Klugschwätze kann jeder. Doch beim Tun trennt sich Weizen vom Spreu.
Nicht immer übers TV schnattern. Die Umwelt gibt genügend Vorkommen in der Nähe, um dagegen tätig zu werden. Besser: Für geordnetes Leben.

Anonym hat gesagt…

JA, ...Kindern gegenüber immer brutaler im Mobbing und Missbrauch.
"Sie isolieren das Opfer und setzen es unter Druck" ...so wird es beschrieben.
Ich möchte an der Stelle nochmal auf die Petition gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften vom Vortag Bezug nehmen.
An der Stelle danke allen Mitmenschen, die unterschreiben für Eure Entscheidung für ein Engagement und für Mitgefühl für diese "Kinder in Gefahr".
Sie werden von ihren Eltern zur Adoption "freigegeben". Mit dieser Freiheit können die Kinder nichts anfangen. Sie sind abhängig vom Schutz der Erwachsenen, um zu überleben.
Es sind nicht nur Kinder um die sich nun andere kümmern, es sind auch Kinderseelen,
>die das Trauma der Adoption als Entwurzelung erleben müssen
>und möglicherweise zusätzlich dem Trauma, unfreiwillig in einer "homosexuellen Gemeinschaft" aufwachsen zu müssen ausgesetzt werden sollen
>die dann ca. 20 Jahre in Ohnmacht gegenüber dieser aufgebürdeten zusätzlichen Last ausharren müssen, um zu überleben.
Es gibt die Möglichkeit, den Lobbyisten der Homosexuellen zu erlauben, hilflose Kinder für die Legitimation der von ihnen gewählten Lebensform zu missbrauchen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, durch eine klare Haltung aus tiefem Mitgefühl diesen Kindern gegenüber diese geplante Gewalt zu stoppen.
Der Lärm der Homolobby scheint stille Schmerzensschreie von Kinderseelen zu übertönen. Umso mehr brauchen sie Schutz durch das Mitgefühl und die Liebe von anderen Menschen, die nicht erlauben werden, dass homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen.

Ich persönlich möchte der Lobby der Homosexuellen keine zusätzliche Aufmerksamkeit schenken. Sie krakeelen laut. Es ist ihr Recht, zu krakeelen. Dafür haben sie gute Gründe. Sie werden von der Gesellschaft gemobbt.
Meine Aufmerksamkeit soll vielmehr jenen Kindern gelten,
>die Ausgrenzung (Mobbing) durch ihre leiblichen Eltern erfahren
>die Ausgrenzung und Mobbing durch den Status "Adoptivkind" und "Heimkind" erleben,
>die zusätzliche Ausgrenzung und Mobbing erleben sollen, dadurch, dass ihnen der Zwang aufgelegt wird, in einer Homoehe aufwachsen zu müssen???
Die von Euch zum Schutz der Kinder formulierte Petition ist ein guter Schritt auf dem Weg für ein Engagement zum Schutz der von dieser Gewalt bedrohten Kinder.
Mögen noch viele Menschen diesen Aufruf als eine wirkliche Handlungsmöglichkeit für Engagement und Mitgefühl erkennen und sich dadurch ermutigt fühlen, etwas zum Schutz der betroffenen Kinder zu tun.

Nach eigener Sicht hat gesagt…

Diese verquirlte Lebensweisheit gab es grad bei der Predigt zu hören. Ich kann es deshalb nicht als Aufschrei werten, da 42 schweigende Anwesende dafür keine Veranlassung sind.
Warum die 2, wie ich weiß, Gleichgeschlechtlichen dem Herrn Pastor für die beleidigend klingenden Worte nicht gleich Kontra gegeben haben, ist für mich nicht nachzuvollziehen.
Es zeigt mir aben den Charakter der Kirchengemeinde: mehr geistiger Schein als lebendiges Sein.
Anonym vor mir wird immer ein in die Schranken zu weisendes Etwas bleiben. Ich hoffe für mich, nicht in die Tonlage mancher harten Kerne provoziert zu werden.
Ich kenne zwei Kinder, die in der vermittelten normalen Familie nicht glücklich sind, weil ihre beherrschende Weltanschauung Kinder nicht als Kind einschließt. Hauptsache, mitmachen.
Nein, Anonym. Unverstand und Gewalt gegen Kinder drohemd mit Gleichgeschlechtlichkeit zu verbinden ist eine Form von Extremismus. Eine Hilfe für Kinder und Menschen erscheint nur so als Selbsthilfe und Selbstzweck.
Darum Verstand in diese Art Petition. Ein Mitgefühl (mit den Anderen) ist nur ein Selbstmitleid. Und das ist leider zu oft bestimmend.
Wenn Verstand mehr vom Geist als von Wissen regiert wird, bleibt er unerfüllt.
Menschliche Darstellung machen ein Kind zum Heimkind und Adoptivkind als Vorwurf, nicht als Hilfe zum erfüllten Leben.
"Es gibt die Möglichkeit, den Lobbyisten der Homosexuellen zu erlauben, hilflose Kinder für die Legitimation der von ihnen gewählten Lebensform zu missbrauchen."
Da düren Sie für das Wort H... fast jede andere Art von nur sich Sehenden und anderes verbieten Wollenden einsetzen. Auch Religiöse.

Anonym hat gesagt…

Nach eigener Sicht...ich stimme ihnen zu. Aus ihrer Sicht macht das alles sicher Sinn.
Sind sie ein Adoptivkind? Können sie sich in deren Lage (mitfühlend)versuchen hineinzufühlen?
Kennen sie andererseits Kinder, die in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen (ohne adoptiert zu sein)?
Haben sie schon mal Kinder auf dem Schulhof beobachtet, wie sie in Sprechchören Wörter formulieren, die beschreiben, dass ein anderes(in dem Falle gemobbtes )Kind in einer homosexuellen Gemeinschaft aufwächst?
Haben sie eine Vorstellung darüber, wie es diesem Kind geht?
Es zeigt "lebendiges Sein" in Form von Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit, das erwachsene Menschen mit der Möglichkeit, empathisch wahrzunehmen dazu ermutigt, sich für Kindeswohl einzusetzen, sofort zu handeln und dieses Kind zu schützen ...und genau deshalb sich solchen Petitionen anzuschließen.
Gott segne sie

Egon Starke hat gesagt…

Diese Petitionen bringen keine Ordnung und Verständigkeit in das Ganze. Da klingts hinter jedem Wort "SH".
Und ehe nichts anderes ertönt ist die ganze Sache nur eine eigene Ruhigstellung.
Es schafft also nur Front und Gegen. Doch wir brauchen einen vernünftigen Umgang miteinander.
Wenn wir so unsere Kinder so voreinstellen , müssen wir uns über die fiesen Reaktionen, die ein verlängerten Arm unserer geballten Faust sind, nicht wundern.
Vielleicht erlebe ich noch, dass Gleichgeschlechtliche der Kirchen verwiesen werden. Und Verbreher, da sie es ja gebeichtet haben zu ehrenwerten Mitgliedern gezählt werden.
Das Verhalten mancher Zeitgenossen ist schon verwunderlich.
Und ihrer Losung: für den Schutz der Kinder, ist so einschläfernd für viele, dass sie vergessen wirklich etwas dafür zu tun. Diesen Rattenfängern mit süßen Worten sollte man nicht bedingungslos folgen, denn sie nehmen alles, was ihnen nicht widerspricht als eine Bestätigung ihrer Losung.
Und das ist so gefährlich und falsch, da es weder den Kindern noch den Helfern nützt.
Sie brachten das Beispiel aggressives Mobben und andere gesteigerte Verfehlungen. Ihre klugen Aussagen sind da Öl im Feuer. Keine Hilfe.
Die einen Kinder vor ihren Aufrufen schützen und die anderen von der Wirkungen ihrer Worte fern halten. Doch die schon als Extremisten der eigenen Ansichten zum Bestimmen über Andere (nicht wirken mit) zu Bezeichnenden, werden, Dank der Hilfe der Macher und Verfechter dieser Ansichten, nicht in die Gesellschaft finden, in ihrer Gesellschaft bleiben.
Wir werden uns alle damit abfinden müssen. Die Natur wird ihren Weg gehen. Nicht göttlich, aber natürlich.
Welche Religion entsteht als Nachfolge des Christentums?
Wenn das Christentum das Ende ist, ist es der Menschheit Ende. So etwas konnte bisher erfolgreuch verhindert werden. Das zeigen die überlebten Religionen.
Den Erfolg würden wir durch eine bessere Formel als Gott sei Dank zu horen bekommen.
Ich habe Hoffnung.

Anonym hat gesagt…

die adoptierten kinder in homosexuellen partnerschaften werden (wenn überhaupt -.-) gemobbt, weil die KIRCHE sie als abnormal abstempelt. bitte nicht ursache und wirkung verwechseln. hört auf homosexuelle partnerschaften als abschaum hinzustellen, und das mobbing hört auf. die grundlage dafür jemanden zu mobben muss entfernt werden. die grundlage kinder zu mobben komtm aus gesellschaftlichen tabus. und die tabu produktion findet vorallem in den religionen statt. also an die eigene nase fassen.

666 hat gesagt…

Könnt ihr auch mal anderes bringen als den Mist den RTL,Sat 1 und Co den ganzen Tag bringen ?