Montag, 8. April 2013

Gericht urteilt: Brandenburg muss Jungenschule erlauben

Das Bundesverwaltungsgericht hat Pläne für eine private Jungenschule in Potsdam abgesegnet. Entgegen der Ansicht des Landes Brandenburg, verstoße eine Schule nur für männliche Schüler nicht gegen das Grundgesetz, so der Richter.

Es darf ein privates Gymnasium für Jungen in Potsdam errichtet werden. Privatschulen ausschließlich für Jungen oder Mädchen verstoßen nicht gegen das Grundgesetz und sind somit zulässig, urteilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. „Das Grundgesetz verbietet einen nach Geschlechtern getrennten Unterricht nicht, sondern lässt ihn zu“, sagte der Vorsitzende Richter des 6. Senats, Werner Neumann, in der Urteilsbegründung.

Der Richterspruch verpflichtet das brandenburgische Bildungsministerium einen Antrag des katholischen Vereins, Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e. V. für ein reines Jungengymnasium in Potsdam zu genehmigen. Der Verein steht der katholischen Organisation Opus Dei nahe, die 1928 in Madrid gegründet wurde.

Die Fördergemeinschaft hat sich nach eigener Darstellung „einer geschlechtsspezifischen Erziehung“ und einer „geistlichen Betreuung der Bildungsangebote durch Priester der Opus Dei eingesetzt. Sie betreibt schon seit 1972 ein Gymnasium ausschließlich für Mädchen in Nordrhein-Westfalen.

Für das Bildungsministerium Brandenburgs stellt das Vorhaben des Fördervereins einen Bruch mit dem Grundgesetz dar, da das im Grundgesetz verankerte Ziel der Gleichberechtigung von Männern und Frauen erschwere.

Neumann erläuterte, das Ministerium habe die Ansicht der Fördergemeinschaft hinzunehmen, wonach der Gedanke der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auch in getrenntem Unterricht vermittelt werden könne. „Die Genehmigung nicht zu erteilen wäre nur dann zulässig gewesen, wenn diese Einschätzung im Widerspruch zu einem Erkenntnisstand stünde, der in der Fachwelt weitgehend anerkannt ist“, sagte der Senatsvorsitzende. Dies sei hier jedoch nicht der Fall.

Nun muss das Ministerium den Antrag für das geplante Jungengymnasium genehmigen und dabei die einschlägigen Voraussetzungen prüfen. Je nach Schulform sowie Art und Dauer des Bildungsgangs könnte die Privatschule sogar öffentliche Schulen in Brandenburg ersetzen, sagte der Senatsvorsitzende.

Kommentare:

WÄCHTER hat gesagt…

SEHR GUT

Haha, da gucken die Gender-Tyrannen und Gleichmacher-Psychotiker aber mächtig in die Röhre.

Eine reine Jungen-Schule nützt den Schülern sehr viel. Es fällt zB der Konkurrenzkampf wegen Mädchen weg, der sich ablenkend und störend auswirkt.

Ja, obwohl ich gegen OPUS DEI bin, ist diese Schule was gutes.

Pauker hat gesagt…

Aus meinen Erfahrungen finde ich so einen Entschluss weder mit den Gesetzen noch mit den Dingen, die Kinder zu unseren Nachkommen ertüchtigen soll vereinbar.
Gegeb gleichgeschlechtliche Ehen , aber für gleichgeschlechtliche Schulen, bBeschneidung bei Jungen, aber nicht bei Mädchen. Kurz: Meine Haltung zu den Religionen ist auf einen Tiefpunkt.
Ich werde diese den Kindern nicht zeigen. Leider weiß ich, dass die von mir in dieser Hinsicht jetzt direkter angesprochenen Eltern diesen Streitpunkt wohl ihren Kindern mit Ansicht ihrer weissen Weste bestens vorbeten.
So ist unser Weg zu einem einig Volk.
Hier haben mich Richter wie Leute in der Erziehung von Kindern gleichermaßen enttäuscht.
Es geht nicht um die Sache. Nur das Drumherum soll einer Sicht entsprechen.
Wenn auch oft Männer in Holland und Belgien oft besseren Kafe kochen als Frauen. Doch sie tun es nicht, um ihre Frauen zu benachteiligen. Sie tun es öfter und umfangreicher als deutsche Männer. Da wird auch so eine Bembelerziehung nichts ändern.
Man bekämpfe das uns nicht gut tuende, aber vermeintlich dort vorstellige besser. Konkreter.
Lasst uns Menschen sein.

Old Geezer hat gesagt…

Klar, Konkurrenzkampf unter Jungs aus anderen Gründen wäre ja auch unbekannt...
...darum sind reine Männergruppen im Sport oder im Beruf ja auch immer so harmonisch, nicht wahr, ohne Druck, Ringen um Epeen und Platzierung, etc.?

Das Problem ist weniger, daß es eine reine Jungenschule ist - davon gibt es nämliche durchaus etliche, auch in kirchlicher Trägerschaft - sondern daß sie ausgerechnet vom Opus Die betrieben wird, einer radikalen, rückwärtsgewandten, IMHO schlicht verfassungsfeindlichen Organisation, die oft als "Geheimdienst des Vatikans" bezeichnet wird.
Wenn wir Koranschule verbieten wollen, dürfen wir soetwas eigentlich auch nicht zulassen. (wobei der Vergleich hinkt, denn eine Koranschule ist ja eher eine Sonntagsschule, eine Einrichtung die zusätzlich zu wissen vermittelnden Regelschule die Kinder mit antiquiertem Unsinn versucht zu indoktrinieren, während ein Gymnasium in freier Trägerschaft die Regelschule ersetzt, also eigentlich viel strikteren Anforderungen genügen müßte; zudem wird eine solche Schule weitgehend vom Staat finanziert, während eine Koranschule wirklich eine private Angelegenheit ist.)

DennisSäuftWienLoch hat gesagt…

Hahaha Wächter du Lappen du hat was vergessen: Es fördert ihre Homosexualität :P