Mittwoch, 20. März 2013

Das Jugendschutzgesetz und das Internet

Wie leicht es ist an Alkohol, Tabak und Waffen durch das Internet zu kommen, darüber berichtete "Die Welt" am 04. März. 2013. 

Ein Reporter der „Welt am Sonntag“ ging mit dem E-Mail-Account eines zwölfjährigen Mädchens und einer Privatadresse auf eine Einkaufstour durch das Internet. Problemlos lieferten die Versandhändler Alkohol, darunter hochprozentigen Gin und Wodka, sowie stangenweise Zigaretten. Ebenso fanden brutale Spielfilme und schamlose DVDs, mit einer Altersbeschränkung ab 16 Jahren, den Weg zu der erfundenen zwölfjährigen Kundin. Sogar eine Softairpistole wurde über Amazons Internetmarktplatz Marketplace geliefert.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, fordert ein Versandhandelsverbot für Alkohol und Tabakwaren. Er verlangt eine Erhöhung der Bußgelder von 50.000 Euro auf zukünftig 100.000 Euro.

Das Jugendschutzgesetz aus dem Jahr 1951 wurde zuletzt 2002 überarbeitet und müsse, aufgrund dieser Ergebnisse, dringend reformiert werden.

Kommentare:

Grandloser hat gesagt…

An sich mag was an den Vorwürfen etwas dran sein. Aber ein Punkt stört mich Filme ab 16 sind schamlos und Originalton Welt "Obszön"? Irgendwie macht der Verlag Axel Springer seinen Ruf alle ehre. Vor allem wenn mann bedenkt wie es bei seinen Flaggschiffen aussieht, hust.
Des weiteren ist der Welt Artikel von minderer Qualität und methodischen Fehlern, kurz Stimmungsmache

Old Geezer hat gesagt…

Jep, unschön, aber eben auch unvermeidlich, es sei denn man möchte den freien Handel oder die Informationsfreieheit aushebeln.
Die Anbieter und Server stehen nunmal im Ausland, woanderer Gesetze bezüglich Handel, Werbung, Jugendschutz, etc. gelten.

Der Ansatz, den Versandhandel mit Drogen (inkl. Alkohol und Zigaretten) zu verbieten ist schon naheliegend, ich weiß nur nicht, wer das kontrollieren soll, und wie die Abgrenzung gegenüber dem Versand von Medikamenten aussehen soll.

Die sinnvollste Methode ist hier immernoch eine vernünftige Erziehung zum Umgang mit Medien, Drogen und Geschäften.