Montag, 11. März 2013

Brandstiftung in Euskirchener Herz-Jesu Kirche

Unbekannte haben am Dienstagmittag in der Herz-Jesu-Kirche in der Euskirchener Innenstadt eine Holzbank in Brand gesetzt. Eine Kirchenbesucherin bemerkte das Feuer. Sie reagierte geistesgegenwärtig und löschte den Brand mit Weihwasser.

Bei einem Feuer in der Herz-Jesu-Kirche wurde am Dienstagmittag eine Holzbank mitsamt Sitzkissen beschädigt. Gegen 12.30 Uhr betrat eine Kirchenbesucherin das Gotteshaus in der Innenstadt. Sofort bemerkte sie die brennende Bank. Sie stand im linken Eingangsbereich des Kirchenschiffs, und zwar vor der Figur der „Madonna mit dem Mantel“. Dort können Opferkerzen angezündet werden.

Weil die Frau den Feuerlöscher in der Kirche nicht fand (er befindet sich in einem der Beichtstühle), wusste sie sich auf andere Art und Weise zu helfen. Sie löschte das Feuer mit Weihwasser. Am Mittwoch erinnerte kaum noch etwas an den Brand. Man konnte lediglich erkennen, das vor dem Bereich frisch gewischt worden war. Die Bank befand sich im abgesperrten Bereich neben der Kirche. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Demnächst videoüberwacht

Die Täter müssen kurz vor der Besucherin in der Kirche gewesen sein. Laut Küster Gerhard Parakenings hatten sie Kerzenwachskrümel in der Kirche verteilt, außerdem stand das Harmonium offen. Er vermutet, dass die Täter eine der längeren Kerzen, mit denen die Opferlichter angezündet werden, auf das Sitzkissen der Bank gelegt hatten, das dann in Brand geriet. Es ist nicht das erste Mal, dass Unbekannte, eventuell Jugendliche, in einer der Euskirchener Kirchen Unheil anrichten.

Das hat Konsequenzen. Laut Parakenings ist das Gotteshaus, das bislang tagsüber durchgehend geöffnet war, ab sofort mittags geschlossen. Außerdem ist von einer Videoüberwachungsanlage in der Herz-Jesu-Kirche und der Martinskirche die Rede, so dass Vandalismus aufgezeichnet wird.

Rauchmelder können laut Küster in der Kirche nicht installiert werden. „Die würden ja bei jedem Einsatz von Weihrauch losgehen“, sagte er.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

In der Johanniskirche in Bad Zwischenahn halten Frauen freiwillig Wache und wechseln stündlich, damit die Kirche weiterhin für Gläubige geöffnet sein kann. Vor dem Altar ist eine Kordel mit Alarmanlage gespannt.
Dies finde ich eine gute Sache.