Samstag, 9. März 2013

Alle Jahre wieder: Linksradikale Randale in Münster beim Kreuze-Marsch für das Leben

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Lebensrechtler nehmen Rücksicht auf Randalierer und verhindern potentiellen Knüppeleinsatz der Polizei

Am heutigen Samstag, den 9. März 2013, zogen Christen aus nah und fern durch die Innenstadt der westfälischen Metropole, um mit weißen Holzkreuzen, Gebeten und Chorälen für das Lebensrecht aller Menschen einzutreten, ob gesund oder behindert, geboren oder ungeboren.

Dabei ließen sich die Abtreibungsgegner auch durch anhaltendes Regenwetter nicht davon abbringen, ein klares Zeugnis für das Leben zu geben. Diesmal war der Anteil junger Teilnehmer besonders hoch und auffällig, darunter viele Studierende oder junge Mütter. 

Organisiert wurde die Demonstration von der Münchner Initiative EuroProLife, wobei deren Vorsitzender Wolfgang Hering in diesem Jahr erstmalig verhindert war und  durch seinen Geschäftsführer Georg Fleischmann vertreten wurde.

An der Kreuze-Aktion beteiligten sich Mitglieder zahlreicher Gruppen und Verbände, zB. der CDL, ALFA, Aktion “Kinder in Gefahr” in Frankfurt sowie Freunde unseres Christoferuswerks in Münster.

Die Kundgebung begann um 14,30 Uhr auf dem Ägidii-Kirchplatz mit dem Kennenlernen der Teilnehmer, einer Ansprache von Georg Fleischmann sowie gemeinsamen Gebeten und Liedern.

Die Lebensrechtler erhielten weiße Holzkreuze, mit denen sie durch Münsters City zogen, vorbei an vielen Kirchen, aber bewußt auch an der Synagoge: Vor dem jüdischen Gebetshaus wurde eine längere Gedenkpause für die ermordeten Juden eingehalten, wobei viele Teilnehmer sich zum Gebet auf die nasse Straße knieten.

Der Gebetszug wurde  -  wie seit vielen Jahren üblich  – von linksradikalen Chaoten durch Pfeifkonzerte, Schrei-Parolen, versuchte Handgreiflichkeiten und pubertäre Aktionen (zB. Herumwerfen von Kondomen) massiv gestört. Einige randalierende “Feministinnen” wollten sich z.B. unbedingt in den Gebetszug der Lebensrechtler hineindrängen, wurden aber von Polizisten zurückgehalten, mit denen sie sich mitunter ein regelrechtes Handgemenge lieferten.

Wie die Polizei Münster in einer heutigen Pressemeldung mitteilt, wurde gegen sechs Personen eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot angefertigt.   Eine 30-jährige und eine 34-jährige Münsteranerin nahmen die Beamten fest, weil sie bei der Personalienfeststellung Widerstand leisteten.

Durch die massive Präsenz von weit über hundert Polizisten und dutzenden Mannschaftswagen wurde die Demonstrationsfreiheit der Abtreibungsgegner weitgehend gewährleistet und die Linksradikalen in Schach gehalten, die ihre altbekannten staatsfeindlichen und gotteslästerlichen Parolen gröhlten oder als Plakate hochhielten, darunter z.B.: “Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat”  – und: “Hätte Maria doch abgetrieben…”    images

Die besonnenen Christen ließen sich durch solch unfriedliche Aktionen freilich nicht aus ihrer Ruhe bringen; sie sangen unbeirrbar ihre Kirchenlieder bzw. kurze lateinische Choräle oder beteten das Vaterunser und Ave Maria.

Bevor der Kreuze-Marsch wie jedes Jahr zum Denkmal des seligen Kardinal von Galen auf dem Domplatz führen sollte, wurden die Organisatoren von der Polizeiführung darüber informiert, daß sich die Gegenseite auf dem Domplatz ungewöhnlich aggressiv gebärde, so daß die Sicherheitskräfte wahrscheinlich zum Knüppeleinsatz greifen müßten, um die Demonstrationsfreiheit der Lebensrechtler durchzusetzen. Zudem könne die Polizei trotz ihrer starken Präsenz keine volle Gewähr für die Sicherheit aller Teilnehmer bieten.

Die Polizeibeamten stellten es den EuroProLife-Organisatoren anheim, ob sie das Demonstrationsrecht ggf. auch mit weniger sanften Methoden durchsetzen solle oder nicht. Die Lebensrechtler-Leitung beschloß im Sinne christlicher Nächstenliebe auch gegenüber den Chaoten und mit Rücksicht auf die volle Sicherheit aller Lebensrechts-Teilnehmer, den Gebetszug abzubrechen und auf ihre gewohnte Abschlußkundgebung auf dem Domplatz zu verzichten.

Die Teilnehmer beendeten ihre Kreuze-Aktion an der Aa-Brücke neben der Liebfrauenkirche mit einer Dankansprache an die Polizei, die von starkem Beifall begleitet wurde  -  und mit ihrem traditionellen Vaterunser-Gebet für die Polizisten. Am Schluß erteilte ein junger Kaplan aus Münster-Hiltrup allen Lebensrechtlern seinen priesterlichen Segen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich finde, daß es ein Fehler war, den Gotteslästerern den Platz zu überlassen. Das hat doch mit Christsein nichts zu tun. Was glauben wir, was die Chaoten das nächste mal machen werden? Durch Schwäche werden diese Horden nur angeheizt.

Wenn die Randalierer mit Gewalt gegen die Polizei vorgehen, dann müssen sie sich nicht wundern, wenn es zu blutigen Nasen führt.
Was hat den der Abtreibungsgegner damit zu tun?

Fragend hat gesagt…

Bleibt die Frage:
Wie sieht Zusammenarbeit aus?
Wer will was? Wer gibt was?
Bis jetzt ist ersichtlich:
Jeder will alles! Jeder will nichts geben!
Das funkt untereinander reichlich. Besser wäre, es würde funktionieren.
Aufregen ist vermutlich eine Sportart, die gern betrieben wird.
Wo ist das Ziel?