Montag, 11. Februar 2013

Papst: Der Christ darf keine Furcht haben, »gegen den Strom zu schwimmen«

Der Glaube macht uns zu Pilgern auf Erden, eingefügt in die Welt und in die Geschichte, aber auf dem Weg zum himmlischen Vaterland. An Gott zu glauben macht uns also zu Trägern von Werten, die oft nicht mit der Mode und der Meinung des Augenblicks übereinstimmen; es verlangt von uns, Kriterien und Verhaltensweisen anzunehmen, die nicht zum allgemein verbreiteten Denken gehören. Der Christ darf keine Furcht haben, »gegen den Strom zu schwimmen«, um den eigenen Glauben zu leben, und muß der Versuchung widerstehen, sich »anzupassen «. In vielen unserer Gesellschaften ist Gott der »große Abwesende«, und an seiner Stelle stehen viele Götzen, sehr verschiedene Götzen, vor allem der Besitz und das autonome »Ich«. Und auch die beachtlichen und positiven Fortschritte von Wissenschaft und Technik haben den Menschen zur Illusion der Allmacht und der Unabhängigkeit verleitet, und eine wachsende Egozentrik hat nicht wenig Ungleichgewicht in den zwischenmenschlichen Beziehungen und im Sozialverhalten geschaffen.

Papst Benedikt XVI.: Generalaudienz vom 23. Januar 2013

Kommentare:

Eduard hat gesagt…

Die "Illusion der Allmacht und der Unabhängigkeit" verbreitet er selbst von seiner Lehre. Wobei ich auch ihm bescheinigen muss, die "wachsende Egozentrik" und "nicht wenig Ungleichgewicht in den zwischenmenschlichen Beziehungen" verbreitet zu haben.
Illusion von einer heilen Welt, wenn wir seine Heilslehre voll Inbrunst praktizieren, ist ja wohl auch nichts anderes.
Fischer, bleib bei deiner Angel.

Gino hat gesagt…

Eine Weisheit, die schon vor dem ersten Papst geäußert wurde:
„Also steht die Tugend und ebenso auch das Laster in unserer Gewalt. Denn wo das Tun in unserer Gewalt ist, da ist es auch das Lassen, und wo das Nein, da auch das Ja. Wenn also das Tun des Guten in unserer Gewalt steht, dann auch das Unterlassen des Bösen; und wenn das Unterlassen des Guten in unserer Gewalt steht, dann auch das Tun des Bösen.“ Aristoteles

Anonym hat gesagt…

Lebe so wie Du es vor Christus verantworten kannst -auch gegen den Strom des falschen Evangeliums der Römischen Kirche.
Von welchem Jesus spricht denn der Papst überhaupt? Er ist doch selbst der Antichrist!
Er ist der Unterdrücker der misshandelten Kinder - Christus hat NIE zu einer Ungerechtigkeit geschwiegen - der Herr Razinger schon mehrmals bevor zum Vicarus Christi erkoren wurde. Welch ein Hohn!

Husum hat gesagt…

Bravo, Papst Benedikt!