Mittwoch, 27. Februar 2013

Krank – schon bei der Einschulung

Vom 15. Bis 17. Februar fand in Rehe/Westerwald eine Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Christliche Mediziner (ACM) statt, die gerade ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Dabei wurde über die hohe Zahl kranker Kinder bei der Einschulung berichtet. Immer mehr Kinder die nicht in der Familie sondern in Kinderkrippen untergebracht sind werden, durch die hohe Ansteckungsgefahr, schon krank eingeschult werden.

Pro Jahr erkranken Kinder dort bis zu sechs Mal. „Das ist heute normal“, hieß es auf der Tagung. Primäres Thema war „Generationen-Miteinander“.

Gleichermaßen krank machen auch eine mangelnde elterliche Kompetenz, Armut und die mit ihr verbundene falsche Ernährung, überhöhter Medienkonsum und Umweltbelastungen.
Da die Medizin allein nicht ausreicht um helfend einzugreifen, stehen auch die christlichen Gemeinden mit diesem Problem vor einer Herausforderung, hieß es in der Podiumsdiskussion. Vorschläge wie ältere Christen als „Oma und Opa auf Zeit“ einzusetzen, um leidende Familien mit der nötigen Zeit für Kinder zu unterstützen. Auch weil das Einkommen eines Erwerbstätigen oft nicht zum Lebensunterhalt ausreicht.

Eckhard Piegsa, Vorsitzender der Fachgruppe und Kinderarzt sagte, dass der Generationenwechsel auch den Medizinern zu schaffen macht. Eine weit verbreitete Einstellung unter jungen Kollegen sei, dass sie zu viel arbeiten. Aber gerade für Christen im Gesundheitswesen kommt es häufig zu der Frage, ob und wo sie freiwillig mehr arbeiten – als Zeichen ihrer christlichen Nächstenliebe. Zu ihren Nächsten zählen, neben den Patienten, auch Familienangehörige.

Gegen Überforderung hilft Ausgleich zu schaffen: Dieser Appell an die Rund 200 Tagungsteilnehmer ging vom Theologen, Psychologem und Psychotherapeut Michael Utsch aus. Denn durch die Folgen von Stellenabbau, anwachsender Bürokratie und verdichteten Arbeitsabläufen, kommt es immer öfter zu körperlicher und psychischer Überforderung. Daraus resultiert, dass jeder vierte Mitarbeiter im Pflegebereich „burn-out-gefährdet“ ist.

Auch der Marburger Assistenzarzt Christopher Gerken erklärte, dass Teamarbeit helfen kann, Überbelastung zu vermeiden. Zudem sei es wichtig, mehr Zeit in Übergabe und Besprechungen zu investieren, um die Patienten besser betreuen zu können.

Bekennender Glaube am Arbeitsplatz

Die Ärztin Prof. Inge Scharrer (Mainz) räumte ein, dass es nach wie vor schwierig sei, den christlichen Glauben am Arbeitsplatz zu bekennen. Sie verlasse sich auf ihre Ausstrahlung und ein Kreuz an der Wand in ihrem Arbeitszimmer. Das hat bei Patienten immer wieder zu Rückfragen geführt.

Kommentare:

Pauker hat gesagt…

Zur Medizin, den Kitas und der Doloerziehung gibt es in meiner Schule und die bis 10 km Umkreis andere Erkenntnisse.
Auch mit den neu angebotenen Möglichkeiten bei der Entlastung von Eltern, die wegen Arbeit und Trennung ihren Kindern nicht das Maß an Zuwendung bieten können, haben wir so unsere Probleme. Da ist auch das Problem Religionen und religionsfrei, was durch die Eltern und die Mitarbeiter der Religionsgemeinschaften einen Einsatz für die Kinder nicht immer leicht und verträglich macht.
Manches Problem im Elternhaus strahlt auch befremdend auf die Psyche der Kinder aus.
Und da haben es unsere Schulpsychologen nicht einfach, sich klärend durch diesen Wald der Vorurteile und Forderungen durchzukänpfen.
Wer im öffentlichen Raum tätig, sollte sich immer wohl überlegen, Symbole irgendwelcher Ansichten sichbar in seinem Umfeld zu zeigen. Ich zeige als Lehrer durch mein Verhalten für die Kinder und deren Vertrauen, wie ich denke. Da steht selbst die Arbeit bei den Stadtverordneten hinten an.
... Gegen Krippen und die Gleichgeschlechtlichen?
Besser wäre, nicht mit Ablehnung und Verbot zu reagieren, sondern ein würdiges und erfülltes Leben für alle anzustreben.
Da fehlt euch auf dieser Seite viel. Wer nicht über seinen Schatten springen kann, ist nicht davon befreit, gegen eine Wand zu laufen. Fordern und Anerkennen, dem Anderen nicht durch Ablehnung seine Fehler zeigen.
Wir haben nur diesen Planeten: Und immer kann man sich nicht aus dem Weg gehen. Manche versuchen es nicht erst.
Kinder? Sind das nicht die kleinen ...?
Hier sollte jeder seine Ergänzung auf den Prüfstand stellen.
Jetzt gibt es kostenfreien Ersatzunterricht, um die Ausfallquote zu senken.
Den Religionslehrer haben sie schon 2 Mal in dieser Woche auflaufen lassen. Nicht schön. Für diesen doch eigentlich patenten Mann und die sonst offenen Schüler. Ich halte mich dort raus. Welches Wort ist der Auslöser zum Streit? Kriegt man sonst von beiden Seiten Dresche.
Wenn ihr in einer Gegend wohnt, wo Kita nicht funktioniert, solltet ihr mal auf Änderung, also Verbesserung oder neues Angebot nachdenken. Makarenko und Pestalozzi sind leider nicht als Mithelfer vorhanden.
Krempelt die Arme hoch und versucht mit offener Hand, andere offenen Hände zum Schütteln und Zusammenschließen zu bekommen. Und Lächeln. Und Liebe. Und Frohlinn. Und Sinn überhaupt. Aber alles selbst.

Anonym hat gesagt…

So toll sind Krippen für 0 - 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge "learned helpnessless" und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 - 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 - 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

So toll sind Krippen für 0 - 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
Neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge "learned helpnessless" und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten.
Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)

Pauker hat gesagt…

Ein fein verstrickter Artikel, der prima in die heutige Zeit passt.
Ich lehne fast alles darin ab, da ich, z.B für die Muttersprache, von Eltern, und besonders Müttern, abschreckende Beispiele erfahren habe.
Statt die Kita zu dem zu machen, was sie uns bringen kann und soll, lese ich hier nur gefühlte Meinungen mit Wissensklecks.
Wir in der Schule bekommen Kinder mit und ohne Krippe. Die Erfahrung lehrt, es ist das Elternhaus und das Wohnumfeld, das über gut oder bedenklich entscheidet. Auf unsere Krippen ist Verlass.
Ich schrieb schon einmal, wenn es bei ihnen nicht so ist und sie dazu nur gefärbte Meinungen haben, suchen sie sich Beispiele, die das Vorhandensein von Krippen deutlich vermitteln. Das Taschentuch Betreuungsgeld ist reif für das Waschen. Und ohne eine Erziehung in einem vorgegebenen Team geht es heute nicht.
Leute mit ihrer Argumentation haben mir auch im Schulaltag nicht geholfen. Nicht mal sich selbst.
Unterstützung bei Problemen gibt es nicht, denn diese Eltern haben keine. Zumindest keine eigenen.
Da macht Zusammenarbeit Spaß. Das Gute daran ist, dass es Leute gibt, denen man nicht zutraut dazu etwas wissenschaftlich beizutragen. Doch gerade die haben schon so manche Nase in eine bormale Lage gerückt. Da ist es dann schwer, nicht in Schadenfreude zu verfallen. Die bremst den Schub und richtiges Reagieren auf die unausbleibliche Retourkutsche.
Es gibt auch genügend Literatur über die o.g. Erkenntnisse mit Bemerkungen zur Auswirkung in verschiedensten Kulturen und Zeitaltern. Das sollte man nicht vergessen. Wir sind nicht die einzigen Menschen der Erde, und wir wollen nicht die Fehler mit Maßnahmen bekämpfen, die zu diesen Fehlern geführt haben.
Übrigens: Morgen 2 gemeinsame Vertretungsstunen mit dem Lehrer für Religion. Vor erlauchtem Publikum. So viel Leute für eine Stunde. Und dann noch Vertretung.
Ich glaube, die haben was vor.
Immer gesund positiv bleiben. Nicht verzweifeln, wenn es bei anderen nicht zu bemerken ist.