Montag, 11. Februar 2013

Botschaft zur Fastenzeit 2013 enthält wichtige und aktuelle Leitlinien für die Werke der Caritas

Mathias von Gersdorff


Aufgrund massiver Forderungen an katholische Krankenhäuser, die abtreibungswirksame „Pille danach“ zu verschreiben, ist es wichtig, diesen Zusammenhang nicht aus dem Blick zu verlieren, denn andernfalls können die Werke der Caritas ihren eigentlichen Sinn und Zwecke leicht verlieren.  Und es gibt keinen Glauben ohne Wahrheit.

Nach einer längeren theologischen Einführung resümiert Benedikt XVI.:

„Hieraus ergibt sich für alle Christen und insbesondere für die Mitarbeiter karitativer Dienste die Notwendigkeit des Glaubens, jener „Begegnung mit Gott in Christus [...], die in ihnen die Liebe weckt und ihnen das Herz für den Nächsten öffnet, so daß Nächstenliebe für sie nicht mehr ein sozusagen von außen auferlegtes Gebot ist, sondern Folge ihres Glaubens, der in der Liebe wirksam wird“ (ebd., 31a).“

Doch Glaube existiert nicht ohne Wahrheit, so dass auch keine wahre Liebe ohne Wahrheit existiert:

„Liebe und Wahrheit sind zwei Namen derselben Wirklichkeit, zwei Namen Gottes“, so der Papst bei Angelusgebet am 3. Februar 2013.

In seiner Fastenbotschaft beschreibt er diesen Zusammenhang so: „Glaube heißt die Wahrheit erkennen und ihr zustimmen (vgl. 1 Tim 2,4); Nächstenliebe bedeutet, den Pfad der Wahrheit zu beschreiten (vgl. Eph 4,15).“

Wollen wir also Werke der Nächstenliebe vollbringen, so sind wir der Wahrheit verpflichtet. In einer Zeit, in welcher der Glaube permanent angegriffen wird, ist das nicht einfach. Aus diesen Grund gab es in der Geschichte der Kirche viele Märtyrer. Sie fühlten sich der Wahrheit verpflichtet und diese wollten die Menschen nicht akzeptieren.

Daher folgten sie dem Beispiel des Heilands, über den Papst Benedikt beim Angelus sagte:

„Jesus ist nicht gekommen, um die Zustimmung der Menschen zu suchen, sondern  –  wie er am Ende zu Pilatus sagen wird  –  um „für die Wahrheit Zeugnis abzulegen“ (vgl. Joh. 18, 37).

Der wahre Prophet gehorcht allein Gott und stellt sich in den Dienst der Wahrheit; er ist bereit, persönlich für sie einzustehen. Es ist richtig, dass Jesus der Prophet der Liebe ist, doch die Liebe besitzt ihre Wahrheit“.

Auch in unseren Tagen ist es nicht einfach, diesem Beispiel zu folgen. Man beachte allein den Druck auf katholische Krankenhäuser seitens vieler Medien, die “Pille danach“ zu verschreiben.

Über dieses Präparat erklärte die Glaubenskongregation in ihrer Instruktion „Dignitas personae“:

„Deshalb zählt die Anwendung der interzeptiven und der kontragestiven Mittel zur Sünde der Abtreibung und ist in schwerwiegender Weise unsittlich.“

Das ist die Wahrheit, der wir uns hinsichtlich der „Pille danach“ verpflichtet fühlen müssen und nicht jener Unwahrheit, die viele Medien zur Zeit verbreiten.

Kommentare:

WÄCHTER hat gesagt…

Eine Frau nimmt doch die Pille danach, um zu verhindern, daß sie schwanger wird. Sie will nicht, dass es ein Kind gibt. Sie will es verhindern. Und falls es unterwegs ist, soll es nicht ankommen. Jede Frau will mit einer Pille danach die ev. begonnene Schwangerschaft beenden. Sie will abtreiben. Jede Frau weiss das.

WÄCHTER hat gesagt…

Darum machen sich auch die Männer schuldig, die Frauen alleinlassen oder das gesellschaftliche Gewissen gegen diese Killer Substanzen nicht stärken.

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr von Gersdorff,
beantworten Sie mir doch einmal folgende 2 Fragen:
1. Frage
Was ist wirklich schlimm?
Eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung zu verhindern oder zu verhindern, dass die Wahrheit über pädophile Priester der Römischen Kirche ans Licht kommt?
Er hätte als Bischof Ratzinger schlimmeres verhindern können!
Dieser Mensch Ratzinger hat kein Herz für den wahren Gott - da können Sie noch so viele seiner schönen Worte zitieren.
Dann eine weitere persönliche 2. Frage an Sie:
Haben Sie eine Tochter?
Falls ja - was würden Sie tun, wenn Ihre TOCHTER von einem Priester missbraucht wurde und daraufhin schwanger werden könnte?
Würden Sie sich bei dem Priester bedanken?
Oder würden Sie Ihrer Tochter helfen, die Pille danach zu bekommen?
Falls Sie keine Tochter haben - dann verstehe ich ihre Argumentation gegen die Pille danach voll und ganz: Sie können garnicht sich in eine solche Situation versetzen.
Geben Sie dann bitte auch keine Antwort auf diese Frage!
Ich wünsche Ihnen noch einen nachdenklichen Tag!

Old Geezer hat gesagt…

"an katholische Krankenhäuser"

Wobei das einzig 'katholische' hier das Management und die Pr ist, denn bezahlen tut das der Staat. also die Gemeinschaft der größtenteils nicht-katholischen Bürger.
Zudem werden Notfallpatienten nicht nach Konfession verteilt, und zudem haben sich die Kirchen bei den Krankenhäuser soweit breitgemacht, daß man als Patient oft nur die Wahl hat, ein konfessionell vorbeastete Haus zu wählen, oder quer durch die Republik zu touren, und somit ist auch die Annahme "wer da liegt, stimmt auch mit den Ideen der Betreiber überein" aus der Luft gegriffen.

"abtreibungswirksame „Pille danach“"

Nicht jede 'Pille danach' wirkt abtreibend; aber FALLS sie dieses tut, DANN wäre auch ohne sie später sowieso eine Abtreibung fällig.
Also ist dieses Argument einfach nur logikbefreite Polemik.

"Doch Glaube existiert nicht ohne Wahrheit"

Im Gegenteil: Glaube existiert praktisch ausschließlich in Abweseheit von Wahrheit.
Selbst wenn man geneigt wäre, den hanebüchenen Unfug, den 90% aller Religionen ausmachen, ohne jeden Beweis für bare Münze zu nehmen, steht man vor dem Problem, daß 99% der anderen Religionen, etwas komplett anderes behaupten - also hier auch nur eine geringe Chance besteht, daß die eigene tatsächlich richtig liegt.

"Auch in unseren Tagen ist es nicht einfach, diesem Beispiel zu folgen. Man beachte allein den Druck auf katholische Krankenhäuser seitens vieler Medien, die “Pille danach“ zu verschreiben."

Geht ganz einfach: selber finanzieren, selber betreiben und nur Glaubensbrüder und Schwester annehmen, dann kann man auch die Kritik abtropfen lassen.

"„Deshalb zählt die Anwendung der interzeptiven und der kontragestiven Mittel zur Sünde der Abtreibung und ist in schwerwiegender Weise unsittlich.“"

Man sollte sich allerding vor Augen halten, daß man damit auch jegliche Verhütung außer CI und nicht-Vaginal Verkehr verbietet, was unter Katholiken weltweit (mit Ausnahme einiger 3. Welt Länder) großflächig ignoriert wird.

Old Geezer hat gesagt…

@WÄCHER:

...die meisten Frauen wissen das BESSER;
...die wenigsten gehören so bildungsfernen oder leichtgäubigen Schichten an, die sie ein Bischofswort als medizinische Tatsache ansehen würden.

???
Huh?
Das Thema war ursprünglich mal "Pille dananch nach einer VERGEWALTIGUNG" - wie kommen Sie auf die absurde Idee, das die TÄTER sich da über ihre Jenseitserwartung aufgrund indirekter Abtreibung einen Kopf machen würden???