Donnerstag, 31. Januar 2013

Wer Heavy Metal hört, wird öfters kriminell

(Ärzte-Zeitung vom 21. Januar 2013/Robert Bublak) Es soll Eltern geben, die den Musikgeschmack ihrer Sprösslinge für kriminell halten. Ganz unrecht haben sie damit offenbar nicht, wie eine niederländische Studie nun gezeigt hat.

Drogenmissbrauch, hemmungsloser Sex, Gewalt, Gotteslästerung gar - es gibt wohl kein Fehlverhalten Jugendlicher, welches nicht schon mit dem Hören wilder Musik in Zusammenhang gebracht worden wäre.

Das sind hysterische Phantasien von Erwachsenen. Schlimmer noch: Sie treffen zu, wenigstens was kleinere Delikte angeht.

Wissenschaftler der Universität Utrecht haben den Musikgeschmack von mehr als 300 Oberschülern im Alter von 12 bis 16 Jahren untersucht und solche Zusammenhänge festgestellt.

Straftaten wie Laden- und Bagatelldiebstahl sowie Vandalismus werden demnach häufiger von jenen Jugendlichen begangen, die zuvor unorthodoxen Musikrichtungen wie Heavy Metal, Gothic, Gangsta-Rap, Punk oder Hardhouse gefrönt haben (Pediatrics 2013, online 6. Januar).

Die Korrelationskoeffizienten erreichten dabei signifikante Werte bis 0,31.

Kein Zusammenhang war dagegen zwischen früher Delinquenz und späterem Musikgeschmack festzustellen.

"Die Musikauswahl zeigt daher an, ob später ein problematisches Verhalten zu erwarten ist, nicht umgekehrt", folgern die niederländischen Forscher.

Jugendliche, die brav die Hitparade hörten oder sogar Jazz- und Klassikplatten ins CD-Laufwerk schoben, zeigten sich in der aktuellen niederländischen Studie übrigens ebenso brav in ihrem Verhalten. Hier bestanden sogar schwach negative Korrelationen mit strafbaren Handlungen.

Die Zwangsbeschallung des Kinderzimmers, zum Beispiel mit dem "Dona nobis pacem" aus Mozarts Krönungsmesse, mag daher für geplagte Väter und Mütter eine verlockende Option darstellen.

Indessen umfasst das klassische Repertoire bekanntlich auch Werke wie Strawinskys "Feuervogel". Ob der geeignet ist, jugendliches Rebellentum einzudämmen, muss jedoch dahingestellt bleiben.

Kommentare:

WÄCHTER hat gesagt…

Ein gewisses Rebellentum ist nötig, um zu genügend Eigenständigkeit zu gelangen. Mut muss man auch üben. Wer nur immer angepasst aufwachst, kann sich später schlecht durchsetzen. Wird gerne rumgeschubst.
Aber es ist auch wahr, dass aggressive Musik prägt. Und der negative Lebensstil, der damit verbundenen ist.

Anonym hat gesagt…

...im artikel steht:"Heavy Metal, Gothic, Gangsta-Rap, Punk oder Hardhouse", da ist der Titel ja so richtig sachlich gewählt, absolutes bild zeitung niveau

Anonym hat gesagt…

...da gibt es noch ganz andere studien zu, ich zitiere mal: "Laut einer Studie der staatlichen Universität Warwick bevorzugen schulisch hochbegabte Jugendliche bei der Wahl ihrer Musik Heavy Metal. Der verantwortliche Psychologe Stuart Cadwallader präsentierte seine Ergebnisse heute auf der Konferenz der British Psychological Society in York."

DEWo hat gesagt…

@Wächter
„Ein gewisses Rebellentum ist nötig, um zu genügend Eigenständigkeit zu gelangen. Mut muss man auch üben. Wer nur immer angepasst aufwachst, kann sich später schlecht durchsetzen. Wird gerne rumgeschubst.“

Es gibt auch andere Möglichkeiten, den „Mut“ zur Lebensbewältigung zu trainieren! Da ist eine solch primitive und enthemmte „Musik“ ein ganz schlechter Ratgeber, denn in Wirklichkeit befähigt sie nicht zu einem „nicht angepassten“ Verhalten, im Gegenteil: Sie macht für sich selbst süchtig und zieht den Dauerhörer in eine Welt, wie sie schlimmer kaum sein kann!

Mit Musik hat diese akustische Horrorszene wenig zu tun, denn es ist eigentlich nichts anderes als rhythmisch organisierter Lärm mit Kreischexzessen, die es nicht verdienen, als „Gesang“ bezeichnet zu werden. Dazu kommen Textaussagen, die oft derartig menschenverachtend sind, dass sie eigentlich auf den Index müssten und verboten gehörten.

Wie kann man da mit dem Gedanken spielen, dass dies eine geeignete Szenerie sei, um ein „gewisses Rebellentum“ zum Training von „Eigenständigkeit“ zu erlangen?

Man braucht sich nur die Szenerie zu vergegenwärtigen: Da stehen Tausende von Menschen dicht beieinander und recken die Arme in die Luft, um diese in rhythmische Zuckungen zu versetzen. Dies alles geschieht in paramilitärischer Exaktheit zu den zwanghaft-überlauten akustischen Schockwellen dieser sogenannten „Musik“.

Wo bleibt da die „Eigenständigkeit“, wenn ein(e) Jugendliche(r) nach einem Diskobesuchs-Wochenende beim Hals-Nasen-Ohrenarzt landet, der dann einen Hörsturz konstatiert mit irreversiblen Schädigungen des Gehörs? Es gibt mittlerweile eine erschrecken hohe Anzahl von jungen Menschen, die nachhaltig schwerhörig geworden sind durch solche „musikalischen“ Einwirkungen.

Nein, diese Art von Akustikterror führt zu keiner „Eigenständigkeit“ der Beschallten, im Gegenteil: Unter dem Eindruck solcher Überreizungen bleibt nur noch eins: Abwehrmaßnahmen durch Schütteln der hochgereckten Arme und lautes Mitbrüllen des erlauchten „Gesanges“. Dies alles ist Abhängigkeit in einem Bannkreis, wie er schlimmer nicht sein kann!-

@Artikelschreiber
„Indessen umfasst das klassische Repertoire bekanntlich auch Werke wie Strawinskys "Feuervogel". Ob der geeignet ist, jugendliches Rebellentum einzudämmen, muss jedoch dahingestellt bleiben.“

Was soll eine solche Aussage angesichts des ungeheuren Ausdrucks-Reichtums klassischer Musik? Allerdings kommt es darauf an, wie dieser den Heranwachsenden vermittelt wird, etwa im Musikunterricht der Schulen: Doch da sieht es zunehmend schlecht aus, denn es gibt zu viele „Musiklehrer“, die klassische Musik so schlecht wie gar nicht kennen geschweige denn vermitteln können! Solche „Pop-Kameraden“ fördern das eingeschränkte Hörverhalten der ihnen Anvertrauten, indem sie sich nur noch an den aktuellen „Charts“ orientieren.

Die Hörgewohnheit eines Menschen hängt davon ab, an welche Art von Musik er gewöhnt wurde durch häufiges Hören. Als „Vermittler“ ist da an erster Stelle das Elternhaus zu nennen, dann kommt die Schule und das, was Bekannte- und Freundeskreise vermitteln - doch mittlerweile per Internet ein Podium, auf dem alles möglich ist.

Insgesamt schwindet eine sinnvolle musikalische Erziehung immer mehr, was die breiten Massen betrifft. So lässt sich erklären, warum so viele Menschen in eine massenhysterische Abhängigkeit geraten, weil sie keine Alternativen kennen gelernt haben.

Doch was hat dies mit einer lebensertüchtigenden „Eigenständigkeit“ zu tun?

Nichts, aber auch gar nichts!

Anonym hat gesagt…

Welche Musik und Texte du dir anhörst,die werden sich auch begleiten und haben eine Wirkung in deinem Leben.
Ein Freund von mir hatte sich dieser Musik ausgesetzt und er wurde rebellisch und er öffnete unwissend eine Tür,wo die Satan ihn versklavt hatte und er wurde von ihm beherrscht.Gott sei Dank,wurde er davon frei und er haßt solche Musik.

Wer davon frei werden will,soll Jesus anrufen,denn der Teufel will sie festhalten und wird sie nicht in Ruhe lassen.Aber Jersus Christus ist stärker und ER hat den Satan am Kreuz besiegt.ER macht frei!Gib nicht auf!Rufe Jesus an!
Rufe mich an in der Not,so will ich dich erretten und du sollst mich preisen. Psalm 50,15

Trennt euch von der Heavymetal- bzw. Metal-Musik(Zerstörung der Musikplatten- bzw. CD's,sonst werdet ihr ihr diesen Bereich beherrscht.

Vater,im Himmel!Vergib ihnen,denn sie wissen nicht,was sie tun.
Öffne du ihnen die Augen,denn sie wurden verblendet und verführt.
Erlöse du sie von der Teufelsmusik.
Gib den Eltern Weisheitwie sie mit ihren Kindern umgehen sollen, wenn sie solches bei ihren Kindern finden.
Danke für dein Wirken in ihren Herzen und dein Erbarmen.Amen,AMEN!!

Old Geezer hat gesagt…

Wiedermal ein Bericht, der vermutlicht auf Artefakten aus Scheinkorrelationen beruht.

Zum einen ist eine Stichprobe von 300 ein Witz!
Zum Zweiten ist eine Einschränkung der Grundgesamtheit auf eine Oberschule schon eine Vorselektion, die die Umfrage wertlos macht.

Wie will man zwischen 'früherer' und 'spärer' Delinquenz bzw Musikgeschmack unterscheiden, wenn sich alles im Rhamne von gerade mal 5 Jahren abspielt?

Musikgeschmack unterleigt ebenso der Gruppendynamik wie Mutproben, und somit hat mein eine andere Korrelation über 'ist in Sturm-und-Drang-Clique' bzw. 'ist-Außenseiter-ohne-Anschluß'.

(Der letzte mag daheim Mozart oder Randfichten hören müssen und unauffällig sein, ist abder eher der spätere Amokläufer.)

Old Geezer hat gesagt…

Insgesamt schwindet eine sinnvolle musikalische Erziehung immer mehr"

Wer definiert, was 'sinnvoll' ist?
Es gibt immer mehr Produktionen zur immer leichteren Auswahl, das ist wahr, aber ich bezweifle, daß es wirklich weniger musikalisch gebildete Perosnen gibt.
Was sich geändert hat, ist die Chance für Menschen mit geringen musikalischen Fähigkeiten, eine Marktniesche zu erobern - dank YouTube 6 Co. ist die Selbstvermarktung für immer mehr Menschen möglich.

"was die breiten Massen betrifft. So lässt sich erklären, warum so viele Menschen in eine massenhysterische Abhängigkeit geraten, weil sie keine Alternativen kennen gelernt haben."

Was für eine obskure 'Abhängigkeit' postulieren Sie hier?

Fandom und Stalking kennen wir doch spätestens seit den 50ern, und vermutlich seit der Jahrhundertwende, nur damals ohne Beteiligungung der Presse, da die Regenbogenpresse noch keine Rolle spielte; ...und vermutlich hatte schon Mozart diese Probleme.

Und die wirklich schlimmen Fans, die eben jedem Konzert hinterherreisen und gar zu Stalkern werden, sind auch nicht häufiger als ihr Äquivalent beim Fußball.

Soraya hat gesagt…

@DEWo

Ich selbst habe als Teenie vorwiegend zunächst Charts- und später die sogenannte Indie-Pop-Roch-Musik gehört.

Dann bin ich auf den Metal gestoßen und was dort sehr auffällig ist, ist dass die meistens Musiker dieser Szene ihre Musikinstrumente tatsächlich noch richtig beherrschen und ihre Musik zum allergrößten Teil auch selbst schreiben.

Im Gegensatz dazu sind die meisten der sogenannten "Popmusiker" für mich nichts weiter als Musikinstrumente, die eventuell noch gut klingen. Fast keiner von denen schreibt selbst Musik. Sie bekommen irgendwas vorgesetzt und dann heißt es, nun führ das mal auf.

Zudem ist die Metalmusik in einigen Varianten sehr stark (von der Komposition her) an die klassiche Musik bzw. den Jazz und Blues angelehnt (Musikrichtungen die ich heute neben dem Metal sehr zu schätzen weiß).

Mein heutiges Musikverständnis kommt vom Konsum der Metalmusik, welche mich aufgrund der Vielfältigkeit erst gegenüber anderen Richtungen geöffnet hat. Ich habe das Gefühl, dass Sie Musik von ihren Grundzügen her nicht verstehen und daher hier was von Horroszene etc. schreiben.

Zitat "Da stehen Tausende von Menschen dicht beieinander und recken die Arme in die Luft, um diese in rhythmische Zuckungen zu versetzen. Dies alles geschieht in paramilitärischer Exaktheit zu den zwanghaft-überlauten akustischen Schockwellen dieser sogenannten „Musik“." ... Genau das denke ich von den Konzerten der Chartsgrößen, passt sehr genau auf die dort vorhandenen Szenarien.

Sie sollten sich mal Musik von Bands wie Animals as Leaders oder Exivious anhören (werden Sie nicht kennen, da nicht in den Charts oder dem Radio gespielt). Anspruchsvoller als alles was in den sogenannte Hitparaden läuft.

Zudem haben viele der Sänger und Sängerinnen in der Metalszene eine klassische Gesangsausbildung, was man auch hört. Sie scheinen sich wenn überhaupt nur mit einem Bruchteil der vorhandenen Metalmusik auseinandergesetzt zu haben und in so einem Fall sollten Sie nicht darüber urteilen.

"Wo bleibt da die „Eigenständigkeit“, wenn ein(e) Jugendliche(r) nach einem Diskobesuchs-Wochenende beim Hals-Nasen-Ohrenarzt landet, der dann einen Hörsturz konstatiert mit irreversiblen Schädigungen des Gehörs? Es gibt mittlerweile eine erschrecken hohe Anzahl von jungen Menschen, die nachhaltig schwerhörig geworden sind durch solche „musikalischen“ Einwirkungen." Betrifft größtenteils Jugendliche, die Chartsmusik und die daran angelehnten Auswüchse konsumieren.

Ach ja und der Artikel ist meiner Meinung nach einfach nur oberflächlich. Wie schon Old Geezer schreibt: "Zum einen ist eine Stichprobe von 300 ein Witz!" ... dem schließe ich mich voll an. Hat keinerlei Aussagekraft und keine statistische Signifikanz.

Dalian hat gesagt…

a) Zwischen den genannten Musikrichtungen gibt es himmelweite Unterschiede.
b)Die Zahl der Auswertung ist ein Witz.
c)Ich nehm einfach mal die umliegenden Wohngebäude einer großen Kirche swups hab ich genug Leute die von der "Werbung" völlig genervt und sogar Schlafstörungen haben
d) Menschen sind nun mal nicht gleich so wie ihr es gerne hättet oder wie ihr es euch gerne wünscht, auf jeden wirkt das unterschiedlich und anders. usw.

Fazit wieder reine Propaganda und Meinungsmache die ja auf fruchtbaren Boden fällt.

Anonym hat gesagt…

"Die Musikauswahl zeigt daher an, ob später ein problematisches Verhalten zu erwarten ist, nicht umgekehrt, ..."
Gilr das auch für Steuerhinterziehr, Bilanzfäscher, Glückspielpreller und Konkusverschlepper?

Der Chorleiter hat gesagt…

Wenn Kirche ihre Ziele mit Heavymetal erreichen kann, machtsie es. Bei der trivialen Musik hat sie schon blank gezogen. Es braucht auch passende Ansichten und Thesen für das Leben. Da ist sie noch nicht so weit.
Versucht mans mit einer Abteilung Protestantismus beim Vatikan.
Ach, Leute. Es ist schon recht verwunderlich was geschieht und was nicht geschieht.
Da lieb ich mir meinen Bach.

Anonym hat gesagt…

Sich an Heavy Metal anzupassen ist auch schädlich, zumindest Zeitverlust.

Anonym hat gesagt…

Na ihr religionsvernatiger. Nur nebenbei nein ich achte nicht auf meine rechtschreibung weil es mir a) nicht wert ist und b) keine zeit habe. Emphatie und Respekt ist etwas, was man lernen muss, schon als Kind. Das habt ihr nie geschafft. Es ist traurig dass es immernoch leute gibt, die sich verpflichtet fühlen, jedem typen der ihnen über den Weg rennt, belabern und bekehren zu müssen. Ich bin nicht gläubig, und ich versuche keine von euch von eurem Glauben rutner zu bringen. Jedem das seine. Ich höre teilweise death und speed metal, ich höre "gangsta- rap" aus den usa und ich habe noch keiner Fliege was zu leide getan und kenn auch keinen. Nur DAS zählt im leben. Anderen Leuten sich aufzuzwängen ist egoistisch und eigentlich fehlen mir die Worte, dies weiter aufzuführen. Kein Wunder, dass die Kirche immer mehr mitglieder verliert. Aber versucht ihr nur weiter, alle menschen zwangsläufig zu eurem "glauben" zu führen, so wie früher, mit gewalt. Oder vögelt n paar lustknaben. Authentisch war die Kirche da noch nie :) Auch ist sie nur einer der größten Massenmörder und Kriegstreiber der Geschichte, man denke nur an die verfolgung der Juden, ausgesprochen von den Päpsten persöhnlich. Achja und ich höre auch Klassik, bevor ichs vergessen. Beethoven, Bach, alles dabei. Heavy metal and punk forever. Achja und Legalize it!
Zum glück leben wir nichtmehr im mittelalter und die kirche ist am aussterben, legt euch mit sowas nur weiterhin die schlinge um den hals.
Gott, wie ihr mir wieder den nachmittag versüßt habt <3 Love and peace