Donnerstag, 24. Januar 2013

Wenig Nutzung von Suchmaschinen für Kinder im Internet

Speziell konzipierte Suchmaschinen für Kinder werden wenig genutzt. Dies ergab eine neue Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) über das Suchverhalten von Kindern im Internet.

Das Deutsche Jugendinstitut hat für diese Studie 600.000 Suchanfragen aus drei gängigen Kindersuchmaschinen analysiert. Darüber hinaus gab es Daten zur Suchmaschinennutzung der 6- 13-Jährigen.

Nur 6 Prozent der 6- bis 13-Jährigen greifen darauf zu. 53 Prozent recherchiert mit allgemeinen Suchmaschinen, die aber für Erwachsene gedacht sind. 60 Prozent der Kinder beschränken sich auf eine Ein-Wort-Suche, ein Fünftel der Suche besteht aus zwei Wörtern.

Mehr als ein Drittel der Kinder klicken keinen einzigen Treffer auf der vorgeschlagenen Liste an, was damit zusammenhängt, dass die Kinder Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung haben. Dies zeigt erschreckender Weise eine Analyse von häufig genutzten Kindersuchmaschinen. Fehlende Fähigkeiten beim Lesen und Schreiben hindern Kinder bei der Suche im Netz. Ein Beispiel: Bei dem Begriff „Karneval“ wird mit den Worten „Karnevall“, „Karnefal“ oder „karnewal“ gesucht.

Die Sucheingaben werden falsch oder gar nicht korrigiert. Somit klicken viele Kinder die Ergebnisse aus der Trefferliste gar nicht an.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

...kein Wunder, wenn die Suchmaschinen auf dem Niveau der 80er Stehengeblieben sind und keine Fehlertoleranz bezüglich Rechtschreibung / Tippfehlern / alternativen Schreibweisen bieten - die würde auch kein Erwachsener benutzen wollen!

Der Chorleiter hat gesagt…

Ich bin bei meiner Tochter recht erfolgreich gewesen, indem ich ihr keine Verbote auferlegt habe. Sie hat gefragt, wenn etwas unklar was und etwas komisch aussah. Und das vor dem Klick. Wir haben gemeinsam den Grundstein für die Bedienung des PC im Net erarbeitet. Ich mit meiner Übervorsicht, sie mit ihren besseren Neuerungen. Muß man sich auch Zeit nehmen, gegenseitiges Vertrauen haben. Wir waren Partner am PC. Da gab es auch mal unangenehme Erscheinungen. Doch die haben wir zusammen gemeistert und darus gelernt.
Sie hat sich in der Schule nie in den Vordergrund gespielt. Auch wenn sie gekonnt hätte. Ihr und mein Lohn waren dann das Lachen zu Zweit.
Eine Suchmaschine für Kinder klingt zwar schön, doch ist oft mehr kindisch als kindlich. Da darf ich meinem Vor nur zustimmen.
Das was Falsches entsteht, wenn ich falsch rangehe, weiß ich auch ohne Statistik. Die zeigt mir nur die Menge der Falschheit. Aussagen über nötige Änderungen trifft sie nie. Aber es läßt sich so schön die eigene Seite puschen oder eine andere verteufeln. Würde mich mal rein statistisch interessieren, wie hier die Verhältnisse zu wissenschaftlich, gefühlsmäßig, helfend und abstoßend sind.

Anonym hat gesagt…

Google hat sehr wohl eine Fehlertoleranz...