Donnerstag, 31. Januar 2013

Proteste gegen Heavy-Metal-Lärm in Wacken (Schleswig-Holstein)

(NDR vom 4. Januar 2013) Damit hat in Wacken und Umgebung sicher niemand gerechnet. Ein halbes Jahr vor dem Beginn des größten Heavy-Metal-Open-Air-Konzertes der Welt ist beim Verwaltungsgericht in Schleswig eine Klage eingegangen, und zwar gegen den Lärm und für strengere Lärmobergrenzen. Eine Bewohnerin des Dorfes Wacken empfindet das Festival generell als zu laut. Ein Argument, das sich schwer entkräften lässt, schließlich fand das Festival in den vergangenen Jahren unter dem Motto "Louder than hell" (Lauter als die Hölle) statt. Jetzt müssen sich Juristen mit dem Wacken Open Air 2013 beschäftigen.

Bislang hat man das Festival, seine Besucher und auch die Lautstärke in Wacken akzeptiert. Eigentlich hieß es immer, der ganze Ort stehe hinter dem Festival, auch deshalb, weil viele davon profitieren. Nach dem Wunsch der Klägerin soll die Amtsverwaltung die Lärmobergrenzen nach unten setzen. Am 19. Februar soll die Klage vor Gericht verhandelt werden.

75.000 Besucher werden erwartet

Zu dem Festival am ersten Augustwochenende werden rund 75.000 Besucher aus aller Welt erwartet. Die Karten sind schon seit Monaten ausverkauft. Rund 200 Hektar Acker werden alljährlich in ein Festivalgelände mit fünf Open-Air-Bühnen und zwei überdachten Bühnen verwandelt. Rund 100 Bands spielen dann zum Teil gleichzeitig mit einer Lautstärke von bis zu 120 Dezibel auf.

Kommentare:

WÄCHTER hat gesagt…

COOLE LADY

Anonym hat gesagt…

Da ja die Wirtschaft angekurbelt wird ist so ein Festival nicht schlecht, nur die Ausschreitungen, die oft damit verbunden sind, wenn Alkohol eine Rolle spielt, sind sehr zu verachten. Findet das Festival ausserhalb des Ortes statt, dann soll die Dame sich nicht aufregen, es dauert ja nicht wochenlang, da kann sie ja die gelben EAR Stöpsel aus der Apotheke, die auch die Flughafenarbeiter benutzen, in die Ohren stecken.
Na ja, die Dezibel Lautstärke ist schon ein wenig krass, einfach die Verstärker ein wenig drosseln und schon ist das Problem gelöst.

Anonym hat gesagt…

in wacken hat es noch nie irgendwelche ausschreitungen gegeben, trotz recht hohem alkoholgenuss, ganz im gegenteil is wacken als sehr friedliches festival bekannt, was sollen im allgemeinem eigentlich in letzer zeit diese artikel kontra heavy metal? das thema is doch schon seit 20 jahren vom tisch

Old Geezer hat gesagt…

Haben sich doch schon geeinigt.
Da keine Seite verläßliche Meßdaten über die Lautstärke während der letztne Festivals vorlegen konnte, und dieses sowieso auf einem Feld vor de, Dorf stattfindet, hat man sich auf einen Grenzwert und eine Entschädigung im Falle des Überschreitens geeinigt.

Ich kann aber auch beim besten Willen nciht nachvollziehen, warum sich da Kläger da im Ort so unbeliebt machen will.
Wenn es ihn tatsächlich stört, dann fährt er die paar Tage in Urlaub und überläßt sein Haus einem Familienmitglied zur Weitervermietung der Zimmer an gutsituierte Konzertbesucher - dann hat man seine Ruhe und einen netten Schnitt gemacht.

Anonym hat gesagt…

Es gibt auch Leute, die beschweren sich über zu lautes Orgeln. Auch Glockengeläut klingt nicht für alle anzuehend. Und beide Lärmquellen sind öfter zu vernehmen als heavy metal. Und sind verbreiteter, oft nicht von den Einzelnen auszuklinken.
Was soll also das Ganze?

Dalian hat gesagt…

Na ja bei uns im Haus beschweren sich auch die Leute über die Kirche neben an. Die Zwangsbeschallung die man so zu ertragen hat ist nichts gegen ein paar Tage Wacken. Die Kirche hat sich übrigens nicht sehr entgegenkommend gezeigt. Die Folge Anzeige. :)