Sonntag, 6. Januar 2013

Papst Benedikt XVI.: Jedes Kind soll als Geschenk Gottes angenommen werden

Daher ist heute ein besonderes Gebet zum Herrn für alle Familien der Welt geboten. In Nachahmung der Heiligen Familie von Nazaret sollen sich die Eltern ernsthaft um Wachstum und Erziehung ihrer Kinder kümmern, damit sie zu verantwortlichen Menschen und ehrlichen Bürgern heranreifen, ohne dabei je zu vergessen, daß der Glaube ein kostbares Geschenk ist, das es in den Kindern auch mit dem persönlichen Vorbild zu nähren gilt. Zugleich wollen wir beten, daß jedes Kind als Geschenk Gottes angenommen wird, von der Liebe des Vaters und der Mutter getragen wird, um wie Jesus, der Herr, heranwachsen zu können und an »Weisheit zuzunehmen und Gefallen bei Gott und den Menschen zu finden« (vgl. Lk 5,52). Die Liebe, Treue und Hingabe Marias und Josefs seien ein Beispiel für alle christlichen Eheleute, die weder Freunde ihrer Kinder noch Herren über deren Leben sind, sondern Hüter dieses unvergleichlichen Geschenkes Gottes.

Papst Benedikt XVI.: Angelus vom 30. Dezember 2012

1 Kommentar:

Hallöle hat gesagt…

"... die weder Freunde ihrer Kinder noch Herren über deren Leben sind, sondern Hüter dieses unvergleichlichen Geschenkes Gottes."
Jeder bestimmt am Anfang etwas für seine Kinder: Lebensanschauung.
Geht er nicht über einen Glauben hinaus, beherrscht dieser, und nur dieser, die Kinder.
Wer ein Freund seiner Kinder ist handelt übersichtlicher. Der bestimmt nicht das einseitige so sondern das erkläremde so.
Wer, vermutlich, keiner Kinder Eltern ist, sollte vorsichtig beim Raten sein.
Die besten Spieler stehen um das Spielfeld rum. Wissen alles. Meinen, alles zu könne. Brauchen es nicht zu beweisen.
Bei einem Gott ist es noch viel verrückter: Da nimmt man nur an, er sei da.
Wenn es konkret wird, ist man nur vom eigenen Handeln abhängig. Oder man glaubt oder wünscht etwas.
Ich wünsch mir ne Million. Kriege ich sie, kann ich rätsen, wie ich dazu gekommen bin: Durch ein geschicktes Händchen beim Arbeiten oder Geldverdienen, Erbschaft oder Tippschein.
Habe ich sie, geht das ganze Übel los: Was machen, wie nutzen, nicht abnehmen lassen.
Was machen meine Kinder damit, wenn es ihr Reichtum wird? Besonders durch das Erben.
Die einen empfinden was als Gnade Gottes, wenn es klappt. Wenn nicht, Strafe Gottes.
Die Frage: Warum so oder so? wird irgendwie passend genuschelt beantwortet.
Da ist dann wieder das Leben gefragt.
Oh ihr Weisen, die ihr meint, alles zu wissen: Glauben ist ein guter Stab beim Wandern. Doch ein Kompaß leide nicht immer.
Traue deiner Kraft, etwas zu schaffen. Setze sie gut ein.