Mittwoch, 30. Januar 2013

Italien: Katholische Bischöfe gegen Homosexuellen-Ehe

(Radio Vatikan) Auch wenn nach den Wahlen Ende Februar womöglich der Sozialist Pier Luigi Bersani Regierungschef wird: Italiens Politiker sollen doch bitte nicht die liberale Familiengesetzgebung aus anderen europäischen Ländern „kopieren“. Das forderte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco, in einer Grundsatzrede vor dem Ständigen Rat der Bischöfe am Montag Abend in Rom. Es sei merkwürdig, wenn für den Weg zu einem entwickelten Europa die Leugnung von Grundwerten verlangt werde, für die besonders die traditionelle Familie stehe, so Kardinal Bagnasco.

„Die Familie auf Grundlage der Ehe allein zwischen einem Mann und einer Frau gehört zu den nicht verhandelbaren Grundprinzipien! Der Abschied vom Wertesystem führt zu einem Absolutismus des Relativen und zu einem menschlichen und sozialen Rückschritt. Ein falsches Verständnis von Freiheit und Selbstverwirklichung steht ebenso hinter der sinkenden Zahl von Trauungen in Italien wie hinter der Forderung nach gleichgeschlechtlichen Ehen. Letztere wird vorgetragen, als handle es sich um etwas, das sowieso unausweichlich wäre. Dabei beruht das Wesen der Ehe nicht auf einer Übereinkunft, sondern ist dem physischen Code der Person eingeschrieben.“

Italiens Kirche hat in dieser Hinsicht schlechte Erfahrungen mit linken Regierungen gemacht: Auch Romano Prodi hatte, als er im letzten Jahrzehnt einer Mitte-Links-Koalition vorstand, versucht, gleichgeschlechtlichen Paaren die Registrierung beim Standesamt zu ermöglichen. Der frühere Mitte-Rechts-Premier Silvio Berlusconi, der bei den Parlamentswahlen Ende Februar wieder antritt, hat erkennen lassen, mit ihm sei eventuell die Legalisierung der so genannten Homo-Ehe zu haben. Der jetzige Ministerpräsident Mario Monti bewegt sich hingegen mehr auf Kirchenlinie.

Auch der Kardinal von Neapel ist derzeit in Rom; Crescenzio Sepe traf den Papst im Rahmen des Ad-Limina-Besuchs der Bischöfe aus der süditalienischen Region Kampanien. Dort ist das Problem vor allem die Mafia-Organisation Camorra. Die gesamte Bischofskonferenz unterstütze jegliche Initiativen, die sich gegen die Mafia richteten, sagte uns Kardinal Sepe nach dem Gespräch mit dem Papst.

„Wir leben hier in einer Grenzsituation in dem Sinne, dass man den Eindruck hat, die Mafia kontrolliere das gesamte Territorium. Doch die Kirche ist eine Stimme, die alle hier dazu aufruft, gemeinsam dagegen vorzugehen. Es geht letztlich um die Achtung der Menschenwürde. Die organisierte Kriminalität ist ein Krebsgeschwür der Gesellschaft, und ich muss sagen, dass der Einsatz der Kirche bisher vor allem bei der Jugend sehr viel bewirkt hat. Deshalb sind wir durchaus zuversichtlich.“

Kommentare:

ich hat gesagt…

preist euer verdtändnis nicht als allein seelig machend herum. lernt mal die realität:
GLEICHGESCHLECHTLICH!
reicht den in dieser hinsich durch die öffnung in der öffentlichkeit durch die öffentlichkeit schon genug gedemütgten die hand. dann werdet ihr feststellen: außer hand ist nichts da, was ihr anbieten könnt. was diesen menschen hilft. was ihnen ein gleiches leben wie ihr es meint zu haben spendet.
ihr versucht es wie an einer baustelle: absperrung durch kreuze. und man sieht keinen arbeiten doch der verkehr staut sich. flegelt einer der es eilig hat durch die verlangsamten reihen wird auch unflätig geschimpft.
geholfen hats kaum. miese stimmung war immer willkommen. man selbst war das weisse lamm. war dann auf dem blitzfoto später gut zu sehen.
das leben ist mehr als mann und frau und kind und öffnungszeit und stille zeit. es gibt immer andre die anders sind es anders möchten es anders tun.
bin schon froh wenn der gesetzgeber nicht festlegt dass nur der als mensch zählt der einen glauben hat.

Anonym hat gesagt…

An den vorangehenden Kommentar "ich":
Zuerst einmal kaum verständlich, was da überhaupt ausgesagt werden sollte.
Zum anderen:
die Realität ist: ein geringer Anteil der Bevölkerung (vielleicht 2%, jedenfalls deutlich unter 5%) sind homosexuell, bi- oder transsexuelle veranlagt bzw. "orientiert". Von diesem kleinen Anteil wollen nur ein noch wesentlich kleinerer die Möglichkeit der "Homo-Ehe" für sich haben (hier sind wir im Promillebereich der Gesamtbevölkerung). Warum also zum "Vorteil" von wenigen Tausend den Begriff Ehe sinnentleeren und Nichtssagend werden lassen, zum Nachteil vieler Millionen? Dazu kommt noch, dass die meisten dieser "Homo-Ehepaare" nach 2-3 Jahren wieder geschieden sind! Als vernünftig denkender Mensch sieht man hier überhaupt nicht ein, dies zuzulassen und die Institution Ehe so preiszugeben!
Soll doch jeder so leben, wie er will. Diese teils abartigen Ansichten aber dem weitaus größten Teil der Gesellschaft regelrecht aufzuokroyieren ist eine Sauerei ohnegleichen (und das versuchen ja Politik und Medien nun schon seit Jahren - dieses Minderheitenthema so auszublähen, als gäbe es nichts wichtigeres).
Also sollte man uns dieses "Verständnis" lassen und nicht mit sinnentleerten Parolen und dummbräsigen "Argumenten" kommen, die keine sind. Dabei geht es nicht einmal vordergründig um "kirchliche" oder "biblische" Ansichten!

Grandloser hat gesagt…

Dei einzigen die was aufblähen sind Sie mit ihrer Homophobie. Denn stellt die Homoehe eine Gefahr für die normale Ehe dar? Nein Heteros können trotzdem Heiraten oder glauben Sie alle werden Schwul weil sie dann Heiraten können? Und eine normale Beziehung hält auch selten länger als 3 Jahre. Der einzig wahre Punkt ist das eine christliche Minderheit Millionen toleranten und fortschrittlichen ihre Potenzverlustänsgte und die Angst vor der eigen Sexualität aufdrücken will das ist hier das perverse.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

a) Ich weiß nicht, wie Sie auf Ihre Zahlen kommen, ich halte mich da lieber an WHO und NIH, mit mit 5-10% rechenen und verdopple das für dieses Thema, da eine gleichgeschlechtliche Ehe ja auch für bi- und asexuelle Menschen eine Option wäre.

b) Es spielt schlicht keine Rolle, über wie viele Betroffenen wir auf der Pro-Seite reden, da es KEINE Betroffenen auf der Kontra-Seite gibt, denn für die bisherige bürgerliche Hetero-Ehe ändert sich ja nichts.

"zum Nachteil vieler Millionen? "
Nun mal Butter bei die Fische: von welchen Nachteilen fabulieren Sie hier?
Als in einer Heteroehe liierter suche ich und kann doch keinen finden...

"dass die meisten dieser "Homo-Ehepaare" nach 2-3 Jahren wieder geschieden sind"

Belege?

Ist auch egal, diue Mehrzahl der Hetero-Ehen werden auch geschieden, wollen sie diese deswegen auch abschaffen?

"Soll doch jeder so leben, wie er will"

Tja, und nun wollen eben einge auch zusammenleben und füreinander offiziell vor Recht und Behörden einstehen, obgleich sie zufällig dasselbe Geschlecht haben...
...was nun?
Die haben die Arschkarte gezogen und dürfen nciht so leben wie sie wollen?
Überhaupt darf dann wohl nur der so leben wie er will, wenn er dasselbe Leben will wie Sie?

Anonym hat gesagt…

"Zum anderen:
die Realität ist: ein geringer Anteil der Bevölkerung (vielleicht 2%, jedenfalls deutlich unter 5%) sind homosexuell, bi- oder transsexuelle veranlagt bzw. "orientiert"."
Ist ja interessant. Einerseits gibts den Kampf für Minderheiten und Behinderte, die nicht verhindert werden sollrn, andererseits Gleichgeschlechtliche mit weniger Rechten, dafür mit einem Packen von Verboten.
Das stinkt doch gewaltig!
Wer will hier wem was und warum vorschreiben?
Manche Ansicht ist auch sehr behindernd oder nur für einen Teil der Bürger vertretbar.

Anonym hat gesagt…

natürlich sind die Bischöfe dagegen, denn schwule Tendenzen sind ja irgendwie von der kath.Kirche quasi unter Copyright. Jugendliche mißbrauchen einerseits, aber homosexuelle in die Hölle schicken. herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Doppelmoral