Mittwoch, 9. Januar 2013

Frankreich: Polemik um „Homo-Ehe“ wird immer schärfer/Bildungsminister: „nicht in die Schulen tragen“

Gegner der Homo-Ehe wollen am Sonntag in Paris hunderttausende Teilnehmer zu einer Demonstration gegen das absurde Vorhaben der sozialistischen Regierung auf die Straße bringen, gegen das die Opposition und die katholische Kirche Sturm laufen.

Die Debatte um das Gesetz war zuletzt mit zunehmender Schärfe geführt worden. Für Aufregung sorgte unter anderem ein Brief von Bildungsminister Vincent Peillon, der vor Diskussionen über das Projekt in katholischen Schulen warnte. Der Minister bekräftigte später, solche Debatten müssten "in der Gesellschaft" geführt und dürften "nicht in die Schulen" getragen werden. Er reagierte damit auf einen Brief des Leiters des katholischen Schulwesens in Frankreich, der den Schuldirektoren nahegelegt hatte, die Homo-Ehe in Klassenzimmern zum Gegenstand von Diskussionen zu machen.

Mitte November protestierten landesweit mehr als 100.000 Menschen gegen die Homo-Ehe. Nur wenige demonstrierten Mitte Dezember für das Vorhaben, das die französische Regierung im November auf den Weg gebracht hatte und mit dem sich die Nationalversammlung ab Ende Januar befassen wird.

Wenige Tage vor der in Paris geplanten Großdemonstration gegen die Einführung der Homo-Ehe hat Frankreichs Staatschef Francois Hollande sein Festhalten an dem irrsinnigen Vorhaben bekräftigt. "Das Projekt wird zu Ende geführt", sagte Hollande nach Angaben des Elysee-Palasts am Dienstagabend bei einem Treffen mit Religionsvertretern.

Kommentare:

Oskar Winzig hat gesagt…

Es ist schade um die ganze Kraft, die in diese Diskussion gesteckt wird. Es ist bitter, die Feindschaften zu sehen, die so entstanden sind.
Welcher Seite soll man raten, zurückzustecken, nachzugeben?
Wenn Dumme streiten, gewinnt die Dummheit.
Eine Seite will nur nehmen. Die andere nichts geben.
Solange hier nicht verbessert wird, ist auch nichts zu gewinnen.
Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.
Wer trägt den richtigen Ring?
Ich sehe zwei Riesen. Doch wo sitzt das Tapfere Schneiderlein?
Früher hat Liebe zwischen Mann und Frau zu Kriegen geführt. Vielleicht ist das die Weiterführung, da wir so um Geichberechtigung kämpfen:
Und die Liebe zwischen Mann und Frau ist heute auch nicht mehr das, was sie mal war.
Doch die Wirkung des Zankes hat gesteigerte Qualität. Warten wir es nicht ab, bis der erste Schuß fällt.
Wenn wir es noch können.
Glauben? Wissen?
Beides nur Vorwand. Und dazu nicht echt. Und gar nicht hilfreich.
Schade, daß es im Dezember nicht geklappt hat. Also auch da nur heiße Luft.

Old Geezer hat gesagt…

@Oskar Winzig:

"Eine Seite will nur nehmen. Die andere nichts geben."

Wenn es so einfach wäre, hätte ich ja auch noch Verständnis für die Diskussion.
Aber hier muß ja niemand etwas geben!
Das macht den Streit ja so verrückt.
Warum verbieten die opoositionellen Kirchen nicht einfach nur die kirchlichen Sakramente für Beziehungen, die sie ablehnen (so wie es früher auch für Ehen zwischen interkonfessionellen Ehen getan haben) und sind zufrieden?

Oskar Winzig hat gesagt…

Das Nehmen und Geben ist in allen Fragen Grundprinzip.
Die Kirche gibt keine Einordnung
für Gleichgeschlechtliche und diese wollen sich ihre, bisher nur von anderen, ausgeübten Rechte.
Mit den Sakramenten ist es ebenso. Sie haben Grundverpflichtungen der Altzeit mit Anspruch iommer und ewig, sind aber den Grundlagen der Zeit ihrer Schaffung völlig entwachsen, nicht mehr anwendbar. Leider sehen das nur die anderen, die kein immer und ewig haben, haben wollen.
Unterschiedliche Sakramente sind vielleicht verständlich nachzuvollziehen.
Der Streit, wer den gültigen Gott hat und wie der beschaffen sein soll, führt bisher nu 2 Grundrichtungen: Keinen oder Meinen. Wen gebe ich und wen nehme ich? Lasse ich andere wählen und bleiben sie mir trotzdem wohl gesonnen.

Anonym hat gesagt…

Anscheinend gibt es in Frankreich noch ein paar Stimmen, die für Vernunft plädieren. Man soll "die Polemik" um die "Homo-Ehe" nicht in die Schulen tragen.

Wir in Deutschland leben im Tollhaus. Bei uns erfolgt die Gehirnwäsche schon fast ab dem Kindergarten. Bei uns gehen Schwulenfunktionäre mit "Ideenkoffern" in die Schulen hinein. Fächerübergreifend sollen die Kinder und Jugendlichen darauf getrimmt werden, daß Schwulsein etwas ganz normales sei. Und wenn sie dann ihre Schule abschließen, können sie nicht rechnen und nicht schreiben, aber sie glauben, daß schwulsein normal und toll ist. Ich schreibe extra den Link hierhin, damit sich jeder vom Wahnsinn überzeugen kann.

http://www.schule-der-vielfalt.de/schulprojekt_methoden.php

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Was hat das mit dem Recht von Homosexuellen auf eine Möglichkeit zu Schutz ihrer Partnerschaften zu tun?

a) Homosexualität IST etwas normales, was - um es in Ihrer Spreche auzudrücken - der liebe Gott in den Menschen und vielen anderen Spezies solange man zurückverfolgen kann, eingebaut hat.
Wenn Sie also Kritik an dieser Neigung haben, so beschweren Sie sich im Gebet oder beim Papst!

b) Sexualaufklärung dient eher dazu, den Eltern das peinliche "Bienen und Blumen"-Gespräch zu ersparen, das krampfhafte Verbrämen und den Mythischen Unfug den die Kirchen oft zu dem Thema verbreiten entgegenzuwirken, und Kindern zu erklären, was Onkels, Tanten und auch der Herr Pfarrer NICHT mit ihnen machen dürfen.
(Es ist schade, daß dieser letzte Punkt wirklich notwendig ist.)