Dienstag, 22. Januar 2013

Die USA nach 40 Jahren Abtreibungsfreiheit

Dr. Edith Breburda

Nach einer Grundsatzentscheidung des Obersten US-Gerichtshofs “Roe versus Wade”  am 22. Januar 1973  gab es plötzlich “Abtreibung auf Verlangen”, erinnern sich führende Pro-Life Aktivisten wie Phyllis Schlafly.

“Es war das extremste Gesetz das es bis dahin gab. Man nannte es ein Gesetz für Frauen. Feministinnen argumentierten, die Ablehnung der Abtreibung und mangelnde finanzielle Unterstützung bedeute  Diskriminierung einer Frau. Damals waren die USA noch sehr anti-katholisch geprägt”, erklärte Michael Taylor, Direktor des Nationalen Komitees von “Human Life”.

Katholische Bischöfe protestierten sofort,  später engagierten sich auch Protestanten. Seit 40 Jahren klären mutige Christen die Öffentlichkeit in den USA auf.

Seit 40 Jahren gehen Pro-Life Aktivisten am Roe v. Wade-Jahrestag auf die Straße. Heutzutage reisen vor allem Jugendliche von weither nach Washington, wo der Pro-Life-March stattfindet.

Was hat sich geändert?  – Das Time -Magazine hatte neulich der Pro-Life-Bewegung eine Titelstory gewidmet. Man schrieb von Erfolgen, die Pro-Life zugesprochen wurden.

Katholiken sind trotzdem skeptisch, weil fast zeitgleich vom amerikanischen Beratungsnetzwerk Planned Parenthood Zahlen veröffentlicht wurden: sie zeigen, dass von Planned Parenthood mit Spendengeldern hauptsächlich Abtreibungen vorgenommen werden, während Krebs-Vorsorge-Untersuchungen, die auch zu seinem Aufgabenbereich gehören, kaum ins Gewicht fallen.

Eine im Januar 2013 in Kalifornien durchgeführte demographische Studie stellte fest, dass es im  ”Goldenen Staat” zu wenig Kinder gibt. Ob das mit Abtreibungen zusammenhängt wird nicht gefragt.

Wie werden Abtreibungen in US-Krankenhäusern gehandhabt?

Krankenschwestern wissen nie, welche Aufgaben ihnen täglich zufallen. Sie versuchen, ihren Dienst zu tun. Wunderbare Ereignisse, aber auch Tragödien spielen sich vor ihren Augen ab.

Beryl Otieno Ngoje’s arbeitete am Empfangsschalter der Chirurgischen Klinik  der Medizinischen Universität in New Jersey, als eine Kollegin zu ihr eilte. “Gerade ist etwas passiert, das wirst Du mir nicht glauben. Ich habe es in meiner Hand,” sagte die Kollegin, gleich zwei mal zu Beryl. “Willst du es sehen?”

Beryl bejahte und bereute sofort ihre Antwort.  Die Kollegin hatte  ein totes Baby in ihrer Hand. Beryl brach in Tränen aus, was ihre Kollegin, die zugleich ihre Chefin war, sehr verwunderte.  Beryl arbeitet seit 15 Jahren an dem Krankenhaus. In ihrer Station werden chirurgische Tagesfälle behandelt – manchmal auch Abtreibungen.

Meist kommen 13 bis  15-jährige Mädchen und viele kommen sehr oft: bis zu 6 mal, auch wenn sie dem Personal des Krankenhauses versprochen hatten, nicht mehr zu kommen. Für sie ist es eine Art Verhütung, bemerkt Fe Esperanza R.Vinoya : “Und doch sehe ich ein Schuldgefühl in ihren Augen.”

Fe hat Verständnis für die Teenager, weil sie selber vor 20 Jahren auf Drängen der Ärzte ihr eigenes Kind abtrieb. Fe wußte damals nicht, dass es andere Möglichkeiten gab. Sie kam gerade aus den Philippinen und stand am Anfang ihrer Karriere.

Sie hoffte bis zuletzt, ihr Kind behalten zu können. Sie und ihr Mann waren die einzigen, die bitter weinten, als sie die Abtreibungsklinik betraten. Um sie herum warteten viele Teenager. Fe brauchte sehr lange, um ihre Abtreibung zu verarbeiten.

Krankenschwestern verweigern Mithilfe zur Abtreibung  -  gerichtliche Klärung zugunsten der Gewissensfreiheit

Deshalb war sie zutiefst erschrocken, als im September 2011 verkündet wurde, dass alle Krankenschwestern der Abteilung zu Abtreibungen herangezogen werden sollten.

Eine gerade beförderte Kollegin war für diese Neuerung verantwortlich. Bisher mußten nur diejenigen assistieren. die sich freiwillig dazu gemeldet hatten.  Spontane Proteste von 12 Krankenschwestern wurden nicht akzeptiert. Sie hätten zu assistieren oder sie würden ihre Stelle verlieren, hieß es von der obersten Krankenhausleitung.

Fe und Beryl standen unter Schock. Noch nie wurden sie gezwungen, ein Kind zu töten. Es schien, dass sie nichts dagegen unternehmen konnten. Als sie argumentierten, dass sie sich verpflichtet fühlten, nur in einem medizinischen Notfall zu helfen, wurde ihnen gesagt, dass jede Abtreibung ein Notfall sei, weil die Patientin blutet und dies sei die Definition für einen Notfall.

Die Schwestern dachten, sie würden alle ihre Stelle verlieren, denn sie versuchten weiterhin, die Krankenhausleitung umzustimmen. Keiner stand den Schwestern bei  – keine Ethik-Kommission des Hauses, keine Krankenschwesternvereinigung.

Bis Fe ihren Pastor Terry Smith von der Life Christian Church in West Orange/New Jersey um Hilfe bat. Dieser kannte zwei Anwälte, die die 12 Schwestern honoris causa (ehrenhalber, ehrenamtlich) vertraten. Leichter wurde es für die 12 Schwestern zunächst nicht. Das offizielle Gerichtsverfahren wurde mit Sorge erwartet.

Das Krankenhaus argumentierte, dass  Krankenschwestern für die Operationsnachsorge verantwortlich blieben.  Abtreibungen wurden induziert, aber erst Stunden später mussten die Schwestern die toten Kinder “entsorgen”. Deshalb sollten sie Abtreibungsschulungen durchlaufen, um zu wissen, wie man mit den Patientinnen interagiert und die toten Babys entsorgt.

Den Schwestern wurde gesagt, wenn sie nicht mithelfen, würde man sie durch anderes medizinisches Personal ersetzten. Doch was dann passierte, lag bestimmt nicht in der Absicht des Krankenhauses:

Als sich eine Patientin nach einem Gespräch mit einer Krankenschwester gegen die Abtreibung entschied und das Krankenhaus verließ, wurde in einer vorgerichtlichen Anhörung eine Einigung erzielt. Das Krankenhaus stimmte zu, keine Krankenschwester mehr zu zwingen, bei einer Abtreibung mitzuhelfen.

“Wir dachten schon, unsere Gebete seien alle umsonst gewesen”, berichtete eine der Schwestern. “Wir konnten es kaum glauben und waren überglücklich über den Beschluß. Ich wußte nicht, dass man keinen zwingen kann und dass es eine Gewissensfreiheit gibt”, erklärte Fe gegenüber der Alliance Defending Freedome, der Organisation, die ihr half, Recht zu bekommen.

Internetseite der Autorin: Scivias


Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

"Seit 40 Jahren klären mutige Christen die Öffentlichkeit in den USA auf."

???
Wieso denn bitte 'mutig'?
Welcher Mut gehört dazu, wenn einem keinerlei negative Konsequenzen drohen?

Und man sollte das Wort 'Aufklärung' nicht so leichtfertig verwenden, sondern
vielleicht besser neutral von 'Meinung verkünden' sprechen.
(Man sieht ja z.B. an der Ultraschall-Aktion, die hier im Blog propagiert wird, daß es sihc mehr um Irrführung, Täuschung und Verunsicherung bzw. das einreden von Schuldgefühlen handelt, als um das darlegen von Fakten.)

Paule hat gesagt…

Fein. Überlassen wir das Feld wieder den Kleiderbügel- und Stricknadeltechnikern unter Befehlsführung von den noblen Vertuschern ihrer Fehltritte. Es waren aucg heilige Herren drunter und abschwörende Damen.
Mit eurer Politik schaft ihr keine Ordnung in die Denkweise unserer Bürgerinnen und Bürger. Schlaft weiter rujug, betet für das, was man nur mit eigenem Einsatz schafft. Deckt euch schön zu, dann für eure Ruhe ist ja gesorgt: Den Anderen die Strafe. Brauchen sich ja nur an das halten, was wir predigen.
Eure Sicht ist und bleibt mit den Augen in den Himmel. Hier spielt die Musik. Auf der Erde passierts.
Ihr seid uns und euch keine Hilfe. Großmündige Behaupter.
Trotz oder wegen eures Vorgehens wird sich die ganze Unterbrechung nicht unterbrechen, nicht verbessern und den Frauen keine Linderung bringen. Es ist ein Kreuz mit euch.

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Leser/innen,
Die gläubigen Krankenschwestern und Pfleger haben hier eine erfüllte Verheißung erlebt, wie sie in Lukas 12,29 folgende zu finden ist (siehe unten), denn sie haben zuerst nach dem Reich GOTTES getrachtet, indem sie GOTT gehorsam waren und IHM vertraut haben, dass ER sie trotzdem versorgt, und der dreieinige GOTT hat ihr Vertrauen belohnt und ihnen jetzt schon einen Vorgeschmack gegeben auf das Reich GOTTES, das sie erben werden und in dem sie siegreich sein werden. Für ihrem Gehorsam werden sie in der Ewigkeit belohnt und haben somit wie in Lukas 12,33.34 sich einen Schatz im Himmel gesammelt, wo weder Motten noch Diebe noch Rost es wegnehmen können. Interessant, dass gleich im Anschluss von der Wiederkunft Christi gesprochen wird und dass wir unsere Lampen brennen lassen sollen, also in diesem Gehorsam gegenüber GOTT und in freudiger Erwartung auf das Leben im Himmel mit dem wiederkehrenden Bräutigam, der JESUS Christus ist, leben sollen, wie ich aus Lukas 12,33-43 und aus anderen Bibelstellen entnehmen kann wie etwa Offenbarung 19,6.7.8: "Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)" Diese wichtige Stelle ist eine zentrale Stelle in der Verkündigung von Dr. Owuor, der uns auf die baldige Rückkehr Christi (Entrückung der Heiligen) vorbereitet (siehe www.repentandpreparetheway.org). Diesen Mann und seine Botschaft sollte jeder kennen. Er hat bereits so viele Dinge vorausgesagt, die sich erfüllt haben, wie ich das von noch keinem anderen gehört habe: Japan Erdbeben, Finanzkrise 1 und 2, Flugzeugunfälle, Kriege, Fluten, Wirbelsturm Katrina und andere usw.
Es ist gut, wenn wir Stellung beziehen und vertrauensvoll und im Gehorsam gegenüber GOTT und seinen Geboten und in Heiligkeit mit GOTT leben und eine echte Beziehung zu GOTT haben, die sich im täglichen reuevollen ehrlichen Sünden bekennen und JESUS CHRISTUS dafür um Verzeihung bitten, in Anbetung, Lobpreis, Gebet und Bibel lesen und im Weitersagen des Evangeliums und Kümmern um andere Menschen in Not, ausdrückt. Dann - so verstehe ich es - werden unsere Ölgefäße (Matthäus 25) voll sein, wenn JESUS wiederkommt, und wir werden von IHM mitgenommen werden und zu den klugen Jungfrauen gehören die am Hochzeitsmahl mit dem LAMM GOTTES, also JESUS CHRISTUS teilnehmen dürfen. Hallelujah!!!

Dalian hat gesagt…

@ Anonym tut mir Leid, aber was haben Sie genommen?

@Old Geezer Schuld, Angst waren schon immer die Mittel der Kirche.

Gut und schön das Kind wurde gerettet, habt ihr toll gemacht. Die Frage ist helft ihr der Familie? Helft ihr dem Kind? Finanziert ihr Ausbildung, Essen usw.? Vom Glauben alle wird man weder satt noch lässt sich leben.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Ich als PATIENT wäre allerdings REICH GAR NCIHT and dem PRIVATEN GLAUBENSBEKENNTNIS der Schwester interessiert, sondern an einer fachlich korekten Versorgung unter Respektierung MEINES GLAUBENS (so vorhanden).

Sprich: Die sollen zu Arbeitszeit Ihren Job machen und in der Pause / nach Feierabend Beten, aber keinesfalls ihren Kunden ihren Glauben aufzwingen.

Ihre Patienten kommen ja auch als Pizzabote nicht vorbei und picken ihnen den Schinken von der Pizza, weil das ihrem Glauben widerspricht.

Anonym hat gesagt…

So sieht es aus: Brauche ich eine Leistung, muß ich auch noch gucken daß der Mensch den richtigen Glauben zum verkaufen hat.
Plemm plemm.
Im Krieg ist es wohl egal wer die Kugel fängt.