Freitag, 11. Januar 2013

CDU und Kirche kritisieren FDP-Gesetzesentwurf zu Sterbehilfe

Die CDU fordert in der Debatte um Sterbehilfe in Deutschland ein klares und umfassendes Verbot. Ein Gesetzesentwurf, der von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP eingebracht wurde, genüge nicht, so Bundestagspräsident Norbert Lammert, der sich ebenfalls auf Seite der Kritiker sieht. Der Text stelle nämlich nur „die gewerbsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe“, was eine Formulierung sei, die leicht „Umgehungskonstruktionen zulasse“. Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, sieht den Gesetzesentwurf kritisch. „Es besteht die Gefahr, dass die Grenzen zwischen organisierter und gewerbsmässiger Sterbehilfe verschwimmen", sagte Schneider in der Neuen Rhein Zeitung.

Quelle: Radio Vatikan

Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Es besteht immer die Gefahr, daß ein Gesetz durch die unseren Bürger anerzogene und angedachte Haltung in einzelnen oder gar vielen Fällen nicht gewolltes Eigenleben entwickelt.
Leider ist ein Staat gezwungen, den Lebensweg mit Paragraphen abzustecken. Selbst in diesen Veröffentlichungen wird zum Verlassen der Piste aufgerufen.
Nicht Kritik sondern wirksames Tun zur Unterstützung des Besten ist angesagt.
Es gibt Abgeordnete im BuTa, die sich öffentlich bekriegen und heimlich miteinander auskommen.
Wäre jeder seinem Gewissen mehr verpflichtet als seinem Parteibuch könnte das interessant werden.

Old Geezer hat gesagt…

' "Der Text stelle nämlich nur „die gewerbsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe“, was eine Formulierung sei, die leicht „Umgehungskonstruktionen zulasse“. '

Warum macht man es sich so schwer?
Es sollte doch weit einfach sein, festzustellen, ob hier einem Patientenwunsch unentgeltich gefolgt wurde, oder ob irgendeine obskure 'Organisation' beteiligt ist.
Was ist mit Suizid-Foren - sind das in dieser Hinsicht Sterbehilfe-Organisationen?
Oder Selbsthilfegruppen von Todkranken oder deren Angehörigen?
Wo will man da eine Grenze ziehen, die den Betroffenen Rechtssicherheit bewährt?
Und ist es im Zweifelsfall nicht humaner, qualifizierte Hilfe zum Freitod durch eine ORganistion zuzulassen, als aus der Not und Unkenntnis heraus qualvolles Ableben zu erzwingen?