Freitag, 11. Januar 2013

Bischof Algermissen (Fulda) kritisiert Gesetzesentwurf zur Suizidbeihilfe

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat den von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vorgelegten Gesetzesentwurf zur Suizidbeihilfe scharf kritisiert. Es reiche nicht aus, Hilfe zur Selbsttötung nur im Falle einer «gewerbsmäßigen Förderung» unter Strafe zu stellen, erklärte Algermissen am Donnerstag in Fulda. Vielmehr sei "Suizidförderung als solche zu missbilligen, die Kommerzialisierung fügt ihr keinen wesentlichen zusätzlichen ethischen Malus hinzu". Zudem sei zweifelhaft, ob das geplante Gesetz das Handeln von in Deutschland tätigen Suizidbeihilfe-Vereinen stoppen könne.

Wer einem verzweifelten Menschen beim Suizid unterstützt, verhelfe diesem nicht zur Freiheit, sondern folge dessen "reduzierter Selbstwahrnehmung, statt ihm eine Öffnung seiner verengten Perspektiven zu ermöglichen", so der Bischof weiter. Die Kirche könne es niemals gutheißen, wenn auf eine "tödliche Verzweiflung mit der Tötung des Verzweifelten" reagiert wird.


Quelle: Domradio


Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Dem Herrn Bischof würde ich gern einen Vorschlag unterbreiten:
1. Er spricht für sich und seinesgleichen. Dieses Verbot wird gegenüber seiner Kirche und deren Glaubenden wirksam. Diese halten sich dran. Ausnahmen gibt es keine.
2. Katholische Geistliche sind bei keiner Hinrichtung tätig und tun etws für ein Verbot von Hinrichtungen.
3. Die katholische Kirche tritt gegen gegen Waffen- und Kriegstechnologieexporte ein.
4. Die kathlische Kirche bezeichnet keine Menschen als Sünder, die einer anderen Anschauung angehören.
5. Missionierung für ihre Anschauung ist für alle Bürger der Welt zu untersagen und nicht zu unterstützen oder zuzustimmen.
6. Was in einem Staat als Gesetz beschlossen ist, wird nicht in Frage gestellt und bekitelt. Fragen dazu sollen offen und ohne Gegenforderung besprochen werden.

Ich habe in meinem engeren und weiteren Lebensraum genügend Dinge erlebt, die mich an der Wahrhaftigkeit der kategorischen Vorgehensweise von Weltanschauungen zweifeln lassen.

Old Geezer hat gesagt…

Leider hat nciht jeder die Gnade dieses Bischofs, damit durchzukommen, Märchen zu zitieren und leere Versprechen geben; vielmehr müssen sich die MEhrheit der Menschen mit der bösen Realität abfinden, daß das Sterben nicht würdevoll und schmerzfrei ist und das Leben meist schon eine ganze Zeit vorher nichts mehr zu bieten hat außer Sorgen und Qual; sowie die von ihm eingeforderte Fürsorge und Pflege schlicht nicht realistisch zu leisten ist, in einer Zeit, in der einen nicht in der Regel mit 60 die Grippe, Pest, Hunger oder der Kältetot dahinrafft.

Peinlich für ihn, trotzdem noch in jedner Zeit unserer Altforderen verhaftet zu sein und mit dem Kopf im Sand solches Seemansgarn zu spinnen.

Anonym hat gesagt…

Wie nahe eigentlich der Liberalismus der oberen zwei Meinungen von der Hitlerei liegt...

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Erläutern Sie bitte, wo Sie diese Nähe sehen.
(Falls über über 'Mensch sein', 'Sterben kennen' und 'wenigstens manchmal freie Willensentscheidung angemessen finden' hinausgeht.)