Donnerstag, 20. Dezember 2012

Studie (Keine) Lust auf Kinder des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung: Die entscheidende Frage wird nicht gestellt

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit e. V.

Eine aktuelle Studie des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung (BiB) gibt vor, den Ursachen nachzuspüren, warum in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden (1). - Aber gleich im Vorwort des Direktors wird festgestellt, die Analysen seien von der Annahme geleitet, „dass nicht primär ökonomische Faktoren dafür verantwortlich sind, dass in Deutschland so wenig Kinder geboren werden, sondern soziale und kulturelle Faktoren eine besondere Bedeutung haben.“

Die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Gertrud Martin dazu: „Mit dieser Herangehensweise wird von vornherein die Politik, die letztlich die wirtschaftliche Lage der Familie bestimmt, aus der Verantwortung genommen. Es ist offensichtlich, dass das dem Innenministerium unterstehende Institut unerwünschten Aussagen ausweicht oder auf Weisung ausweichen musste. Derartige Studien sind vergeudete Steuergelder.“

Martin weiter: „Die familienpolitischen Gretchenfrage ' Ist eine die Familien ausbeutende Politik verantwortlich für den Rückgang des Kinderwunsches?', wird also gar nicht gestellt. Dabei  bescheinigte schon der 5. Familienbericht (1994) der deutschen Gesellschaft 'eine strukturelle Rücksichtslosigkeit gegenüber Familien'. Daran hat sich seither nichts geändert. - Die Aneinanderreihung einer Unzahl von Detailergebnissen in der jetzigen Studie hängt in der Luft, weil sie wegen des Fehlens einer Antwort auf die Schlüsselfrage nicht gedeutet werden können. Zudem markiert die Behauptung, das kulturelle Leitbild der 'guten Mutter'  bremse den Kinderwunsch, eine neue Dimension des üblich gewordenen Müttermobbings.“

Der Psychiater Dr. Resch ergänzt: „Nur am Rande wird in der Studie deutlich, dass das staatlich propagierte Konzept 'Vereinbarkeit von Familie und Beruf ' an den Vorstellungen der meisten Eltern vorbeigeht. Immerhin sind 63 % der Westdeutschen zwischen 18 und 40 der Meinung, ein Kleinkind werde 'wahrscheinlich darunter leiden, wenn die Mutter berufstätig ist ' (S. 41 der Broschüre). Die milliardenschwere Krippenfinanzierung dient also nur einer privilegierten Elternminderheit. Die Mehrheit der Eltern geht leer aus. Eine Politik, die ideologische Vorstellungen einer Minderheit gegen die Überzeugungen der Menschen durchsetzen will, versucht, eine freie Gesellschaft durch einen Bevormundungsstaat zu ersetzen. Eine solche Politik kann auf Dauer nicht erfolgreich sein.“  

 (1) „(Keine) Lust auf Kinder“, Broschüre des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, veröffentlicht am 14. 12. 2012

V.i.S.d.P.R.: Johannes Resch


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Politik wird immer so weitermachen, denn sie wird von zuvielen Gottlosen gemacht und gefeiert. Ganz Europa ist Rot-Grün, in Amerika sitzt ein muslimischer Femisozialist. Was erwarten wir? Eine freie Gesellschaft?
Hahaha
Liebe Mütter und Frauen, wenn ihr doch soo viel erreicht habt, dann steht endlich auf und brennt die Verlagshäuser nieder, die eure Mütterlichkeit diskriminierend entwerten.
Weil ihr das aber nicht tut, werden die Zersetzer weiter massenweise gekauft und am Leben erhalten.
Gute Nacht Mütter, ihr lasst sie euch wegnehmen und schaut gelassen zu.
Selber schuld.

Old Geezer hat gesagt…

"„Nur am Rande wird in der Studie deutlich, dass das staatlich propagierte Konzept 'Vereinbarkeit von Familie und Beruf ' an den Vorstellungen der meisten Eltern vorbeigeht. Immerhin sind 63 % der Westdeutschen zwischen 18 und 40 der Meinung, ein Kleinkind werde 'wahrscheinlich darunter leiden, wenn die Mutter berufstätig ist ' (S. 41 der Broschüre)."

Warum kapiert eigentlich kaum jemand, der hier die traditionellen Familienstrukturen zu verteidigen versucht, daß es nicht um das WUNSCHDENKEN der BÜrger geht, sondern um die realen FAKTEN unserer Arbeitswelt und Gesellschaft.
Sicher MÖCHTEN viele gerne eine arbeitsteilige Familie mit einm festen Kindererzieher, ABER in der Praxis ist das aufgrund des Lohndumpings in vielen Job für viele Familien unmöglich, weil ein Einkommen nicht ausreicht!
Zudem, ist es bei der hohen Arbeitlosenzahl und den oft willkürlichen und spontanten Kündigungen viel zu unsicher, nur eine Familieneinkommen zu haben, denn dieses ist schnell weggefallen.
Und abschließen ist unsere GEsellschft eben nciht mehr so eng verknüpft und statisch, daß sich der erziehend Partner auf die Beständigkeit der Ehe verlassen könnte - und dieses bedeutet aktuell für den, der sich auf den Erziehungsjob einläßt mit einer Wahrschinlichkeit von ca. 0.6die garantierte Altersarmut.
Sich in dieser Situation auf das traditionelle Familienmodell einzulasse ist also nur nur mutig, sonder geradezu tollkühn und man kann kaum erwarten, daß eine große Mehrheit der Gesellschaft diesen Charakterzug aufweist.

Old Geezer hat gesagt…

@annonym:

"Ganz Europa ist Rot-Grün"

von Welchem Europa reden Sie, dem bekannten in dem in gut der Hälfte der Staaten konservative Regierungen an der Macht sind, die Grünen nur eine Virtel oder so Juniorpartner der Regierung darstellen und 1/3 der Staaten stattliche faschistische Fraktionen im Parlament haben?

"in Amerika sitzt ein muslimischer Femisozialist"

Wie kommen Sie denn auf so einen Unsinn?
Was immer Sie geraucht haben, warten Sie besser bis der Trip vorbei ist, bevor Sie antworten.

"Eine freie Gesellschaft"

...zumiondest weit freier als in jedem Gottesstaat, oder einem deutschen REich unter einem KAiser von Gottes Gnaden, sollten Sie so verliebt in unserer Vergangenheit sein.
Wenigstens schreibt ihnen hier und heut niemand vor, mit wem sie wieviele Kinder großziehen, nur raubt Sie ihnen nicht um sie in Kriegen auf die Schlachtbank zu schicken - da sehe sich doch schonmal deutliche Fortschritte.