Donnerstag, 20. Dezember 2012

Henryk Broder über Ministerin Schröders politische Überkorrektheit: “Das liebe Gott”…

Felizitas Küble, Komm-Mit Verlag

Der bekannte deutsch-jüdische Schriftsteller Henryk Broder macht sich in der Tageszeitung DIE WELT(-online) über die jüngsten politisch “überkorrekten” Sprach-Eskapaden der CDU-Politikerin  Kristina Schröder lustig.

Unter dem ironischen Titel “Frau Gott lässt sich nicht alles gefallen!” nimmt der satirische Buchautor und Journalist  am heutigen Mittwoch, den 19. Dezember, die Zeitgeistbeflissenheit der Bundesfamilienministerin köstlich auf den Arm.




Broders  Glosse beginnt mit den Worten: “Pippi Langstrumpf”, “Struwwelpeter”, “Schneewittchen”: alles Literaturklassiker, allesamt diskriminierend?  -  Ginge es nach Familienministerin Schröder, müssten diese Bücher umgeschrieben werden.”

Er verweist auf Schröders Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit”, in dem  die Ministerhn erklärte, sie würde beim Vorlesen von Kinderbüchern wie “Pippi Langstrumpf” diskriminierende Begriffe wie “Negerkönig” weglassen und eine Umschreibung wählen, um “mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen”; später würde sie dem Kind “dann erklären, was das Wort ,Neger’ für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden”.

Hierzu schreibt Broder trefflich:

“Und keiner lacht. Denn inzwischen hat die Political Correctness Fortschritte gemacht. (…) Wenn die Familienministerin es schafft, “Pippi Langstrumpf” rückwirkend umzuschreiben, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Klassiker an die Reihe kommen. (…)  “Der Graf von Monte Cristo” wird eine Gräfin zugeteilt bekommen. Christopher Marlowes Dama “Der Jude von Malta” wird in “Der jüdische Mitbürger von Malta” umbenannt, damit keine Mutter in die Verlegenheit kommt, ihren Kindern erklären zu müssen, “was das Wort ,Jude’ für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden”.

Zugleich ist für den gewitzten WELT-Autor klar, daß derlei sprachlich-überkorrekter Unfug “erst der Anfang” weiterer verkrampfter Stil-Übungen darstellt. Er fügt daher ironisch hinzu:

“Familienministerin Schröder hat bereits angedeutet, dass es nicht bei literarischen Nachbesserungen bleiben wird. Nach “Pippi Langstrumpf” ist der Allmächtige dran. “Der liebe Gott” hat ausgedient, an seine Stelle tritt “das liebe Gott”.   – Wenn das mal gutgeht. Frau Gott hat ja viel Humor, aber alles lässt sie sich nicht gefallen.”

Quelle und vollständiger Broder-Artikel hier: Broder über K. Schröder

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Anstatt einen solchen sprachlichen Affenziekus zu veranstalten sollte sich die glücklose "Familien"-Ministerin mal um KIKA- und ähnliche "Kinder"-Programme kümmern, in denen die jüngsten TV-Konsumenten systematisch esoterisch verseucht werden, bezahlt durch GEZ-Agzocke! Für mich sind Negerküsse schmackhaft und süß, egal ob schokoglasiert oder in Natur.

WÄCHTER hat gesagt…

Haha Anonym, lustiges Ende eines seeehr richtigen Kommentars.

Was mich einfach wundert ist, dass Frau Schröder, noch jung und wahrscheinlich nicht dumm, so etwas für intellegent hält.

Daß sie nicht merkt, was für einen Vollschwachsinn sie rauslässt.

Außerdem sollte es dann auch Das Pipi Langstrumpf heissen, damit sich nicht die Männer diskriminiert fühlen. Aus den beiden trotteligen Dorfpolizisten werden trottelige Politessen, und weil das ganze ja in Schweden spielt sind die natürlich blond.

Wie ist es nur möglich, dass Erwachsene leugnen, was vor Augen ist: es gibt männlich und weiblich und beides ist verschieden.

Mit dem "Das Gott" sollte sie mal gut aufpassen. Gott lässt sich nicht ungestraft lästern.

Wer so etwas ungeheuerliches redet, wie das Familienministerin bekommt vielleicht mal einen fetten Kehlkopfkrebs.

Sorry, ein fettes Kehlkopfkrebs.

Arme, verführte Frau Schröder, so schwach und so rückgradlos.

Anonym hat gesagt…

Ich kenne keinen schwarzhäutigen (stärker pigmentierten) Menschen, der sich über den Begriff Neger beklagt hat. Darf man dann auch zu den weniger Pigmentierten noch "Weißer" sagen oder wird das auch verboten?

Anonym hat gesagt…

Die Familienministerin möge acht darauf geben, dass ihre Tochter nicht aus Versehen einen Stimmbruch erleidet. Was soll dann das arme
"Ding" (Mädchen) später einmal von sich selbst halten? Das wäre doch bestimmt keine gute Grundlage für eine mögliche Familiengründung. Welcher normale Mann würde eine Frau mit einer Männerstimme heiraten wollen? Hoffentlich besinnt sich die Frau Ministerin vorher auf die göttlich gewollte Ehebestimmung von Mann und Frau