Mittwoch, 19. Dezember 2012

Frankreich: Initiative „Avenir de la Culture“ unternimmt landesweite Plakataktion gegen geplante Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare

Die Organisation „Avenir de la Culture“ hat diese Woche 18.000 Franzosen jeweils mehrere Protestplakate gegen die geplante Öffnung des Ehegesetztes zugesandt.

Auf den Plakaten sind die Texte des Katechismus der Katholischen Kirche abgedruckt, die die katholische Lehre hinsichtlich Homosexualität wiedergeben:

[Homosexuelle Personen] ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. (KKK 2358)

Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind". Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen. (KKK Nr. 2357)

In Frankreich muss in jeder Gemeinde eine Anzeigentafel aufgestellt sein, in der die Bürger Plakate aufhängen frei heften können. Eine Entfernung gilt als Straftat.

In den Plakaten wird ausdrücklich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hingewiesen: „Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“.

Die sozialistische Regierung Frankreich unter François Hollande plant die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare. Dagegen hat sich ein gigantischer Widerstand in praktisch sämtlichen Segmenten der Gesellschaft gebildet, vor allem aber im Katholizismus.

Innenminister Manuel Valls droht inzwischen, religiöse Gruppen unter dem Vorwand des Fundamentalismus zu verfolgen. In Wahrheit will er die katholische Stimme einschüchtern. 


Link: Avenir de la Culture

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Typisch Christen, ein Gesetzt zur Meinungsfreiheit dazu zu mißbrachen, anderere in ihren Freiheiten einschränken und unterdrücken zu wollen...

...was das in Frankreich bewirken soll, das ja eigentlich eher laizistisch ist, also diese Argumentation theoretisch eher Pro Homoehe als Kontra wirken müßte, bleibt abzuwarten.

Es ist aber immer wieder interessant, wie hier von der Kirche Nebenkriegsschauplätze eröffnet werden, z.B. zum thema Homosexualität, das ja nicht nur in der Bibel lediglich eine Fußnote ist, sondern auch noch eine Sache zwischen zwei Erwachsenen die sich durchaus gegen Erlösung und Paradies entscheiden dürfen.
(Warum wirdeigentlich nicht genauso offensiv gegen Selbstbefreidigung vorgegangen, die ja bin der Bibel ungefähr densleben Stellenwert auf der 'Sündenskala' hat?
Hat man hier Angst daß die Leute auf die Schlußfolgerung kämen: Wenn ich eh schon der Hölle geweiht bin, sollten diese Leute Recht haben, dann kann ich auch gleich alles mitnehmen.`?)

Hiermit soll wohl von Diskussionen abgelenkt werden, in denen die Theologie schlacht aussieht, wie den vielfachen Mißbrauch von Kindern, Veruntreuung von Geldern, Kollaboration mit Ausbeutern, Unterdrückern und Tyrannen, etc.; die allgemein Bildungsdiskussion, die die Kirche in der Breite aufgrund der Realitätsferne und völligen Überholtheit der biblischen Überlieferung scheut;
oder die ewige Diskussion um die Einflußnahme eine partikulären Sekte auf staatliche Stellen und Rechtssprechung in Staaten, die von ihrer Verfassung her keine Theokratien sind.)

Paul Oldenburg hat gesagt…

Sie sind eine Stimme von gestern OLD GEEZER und Sie wissen es.

Anonym hat gesagt…

Hier ist praktisch ein ganzes Volk vernünftig und gegen die ausnahmslos negativen Auswüchse von Homosexualität. Zugleich sieht man, dass die Politik meint tun zu können, was sie will, auch gegen den mehrheitlichen Volkswillen. Das ist Demokratie??
Wären die Deutschen keine solche Schlafmützen, sondern auch so temperamentvoll wie die Franzosen, wären hier ähnliche Zustände. Aus meinem gesamten Bekannten- und Verwandtenkreis - der sehr groß ist - gibt es kaum jemanden, der der Homo-Lobby ähnliche Zugeständnisse macht, wie sie die schon beinahe linksfaschistische Politik in unserem Lande uns immer wieder abnötigt.

Anonym hat gesagt…

@old Geezer
Hier ist mal ein wenig Recherche nötig. Dann würde folgendes sich herausstellen:
Ja, jeder Mißbrauchsfall ist einer zu viel. Doch Fakt ist: die Mißbrauchsfälle in den Kirchen sind in ihrer Anzahl ein Tropfen auf den heißen Stein verglichen mit denjenigen in (vor allem) Patchwork-Familien und ach so tollen Reformpädagogikschulen und solcherart Einrichtungen, wie die (H)Odenwaldschule, in der sich die 68er-Sympathisanten und homosexuell Veranlagten nur so tummeln. Hinzu kommt, dass auch sehr viele homosexuell empfindende Männer gezielt solche Berufe wie den des (kath.) Pfarrers aussuchen, weil sie dann "zölibatär" leben müssen, was sie als Hilfe zur Selbsthilfe ansehen einerseits oder gerade die Nähe zu anderen Männern und Minderjährigen "schätzen" andererseits. Dann sind solche Fälle in der Kirche praktisch vorprogrammiert - aber fast immer von Menschen, die schon vorher homosexuell waren oder anderweitig sexuelle Probleme haben.
Ich meine von einer Studie gelesen zu haben, dass rund 1/4 aller sexuellen Mißbrauchsfälle in den USA von homosexuell empfindenden Menschen verübt werden, und das bei einem Bevölkerungsanteil von rund 5 bis max. 10%!!
Aber die Kirchen und andere Institutionen sind ja nützliche Sündenböcken, auf die man ganz feige und leicht von den eigenen Schwächen und Problemen in Politik und Gesellschaft ablenken kann. Es wird Zeit, sich vom 68er Erbe zu verabschieden. Schließlich tritt kein vernüftiger Mensch ein Erbe an, dass nur so von "Schulden" strotzt!

Old Geezer hat gesagt…

@Paul Oldenburg:

Das können Sie doch bestimmt genauer ausführen...
...denn so weiß ich nicht, worauf Sie sich beziehen.
Meinen Sie evtl. die Kollaboration mit Tyrannen?
Ich verweise hier auf einige Autokraten im afrikanischen und arabischen Raum.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

...interesant, könnten Sie näher ausführen, welche "Zugeständnisse" and die "Homolobby" man von Ihnen ganz konkret einfordert?

Ich grübel und suche, kann aber so spontan nichts finden, was ich so als Zugeständnis erbringen müßte, würde die aktuellen Gesetzesvorschläge rechtes werden.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Mir ging es jetzt keinesweg um tatsächlich Ereignisse, sonderm um Medienaufmerksamkeit; wie wir an der detiuschen Terror-Diskussion sehen, hat dieses nichts zwangläufig etwas mit realen Gefahren zu tun, sondenr nur mit öffentlicher Ausmerksamkeit.

Aber Ihre Verdteidigung der Kirchen hinkt an der Stelle, denn Sie gehen wir von vergleichbaren Aufklärungsquoten aus.
Die Kirchen sehren hier aber von ihrer Position als Multinationalenr Konzern mit in viele Staaten sacrosanctem Status.
Während an einer öffentlichen Schule das publik machen von Übergriffen der Karriere des Whistleblower förderlich ist (eine Stufe in der Hierarchie wird frei) und der Täter keine anderne Verschleierungsmgglickeiten hat wie jeder andere Bürger, ist die Situation in der Kirche eine Andere, denn der 'verräter' muß statt Beförderung Repressionen befürchten (eigenes Arbeitsrecht), die Kirche zahlt im Zweifelsfalle Millionen an Schweigegeld, um den eigenen Ruf zu schützen, der Täter kann beizeiten unter der Hand andere Gemeinden im Ausland (auch ein solches ohne Rechthilfeabkommen) versetzt werden, Opfer stehen unter viel größerem Druck, da DER Priester in DER Gemeinde ein weit höheres Ansehen hat als EIN Lehrer in EINER Schule, das Mobbing der Parteigänger des Täters viel schwerer zu ertragen ist, wenn es die ganze Familie im ganzen Kreis betrift als nur ein Kind in einer Schule (die vergleichsweise leicht zu wechseln ist), usw.
Betrachten Sie nur den erfolgreichen Entzug zahlreicher Nazigrößen vor den Kreigsverbrecherprozessen durch die katholische Kirche vor 65 Jahren - das sind Erfahrungen in der Strafvereitelung, die kein privater Sportverein nachweisen kann.
Zudem ist dieses auch noch gesetzlich abgesichert, denn die Kirchen habe ein gesondertes interes strafverfolgungrecht, welches vordem staatlichen greift und erst vor kurzen wurde vom Vatikan angeregt, da doch den Behörden gegenüber kooperativer zu sein.
Kurz: es ist naheliegend, von einer mindests 10-fach höheren Dunkelziffer bei kirchlichen Tätern auszugehen wie in der sonstigen Gesellschaft.



Anonym hat gesagt…

Man bedenke,daß der sexuelle Praxis der Homosexuellen ein unnatürlichr und pervese Art ist.
Was als normaler Ausgang für Kot ist, ist zum Lustobjekt geworden.
Ich finde das abartig und widerwerdig.
Ein Mensch

ich hat gesagt…

wie alles was nicht in das gehirn eines christen oder anderen religiösen eindringen dar. es ist wieder mal so wie früher: herrgott bestimme, wir folgen dir.
als christen wollt ihr mit verbot bestimmen.
schwachsinn und gefährlich.
pervers sind auch die die das eigentliche als unnatürlich auswalzen um damit punkte zu gewinnen.
es geht um menschen. es geht um das verhalten der menschen. es geht um angemessene und gleiche behandlung.
euer gott schütze uns durch sein wirken vor solchen leuten die ungemach und stänkerei verbreiten. betroffene zu ungemässen handlungen treiben damit man sie besser missverstehen kann.
ihr seid auch kein aushängeschild für das leben.
wenn ich eure lage in meinen augen und deren vieler anderer sagen würde seid ihr beleidigt. aus diesem grund kann ich euch auch nicht bedauern. die hoffnung auf besserung des umganges aller mit dem lieben nachbarn nehmt ihr mir nicht.
ihr nicht und auch nicht die freude an neuen entgegnungen.
gut wenn der weihnachtsbaum auch als hallelujapalme dienen kann. er ist wenigstens nicht christlich. und das redet ihr uns nicht aus.
frohes fest.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym(20. Dezember 2012 18:45
):

Ach so?
Und IHR PERSÖNLICHEr GESCHMACK soll nun für den REst der NAtion verbindlich sein?

Nur als Tip: man muß keineswegs schwul sein, um Analverkehr zu haben, und man ist nich auf selbigen eingeschränkt, nur weil man schwul ist.

Zudem geht es in den diskutierten Regelungen überhaupt nicht um Sexualpraktiken, die interessieren nicht die Bohne; es geht um die verpflichtende Übernahme von Verantwortung, gesellscahftliche Leistungen einer stabilen und offiziellen vErbindung und daraus resultierenden Gratifikationen.
Ebenso wie diese ja auch bei Heteros-Paaren eine Rolle spielen, die weder Kinder haben noch unbedingt miteinander Sex haben.