Donnerstag, 13. Dezember 2012

Dauerstreitthema Schulpflicht/SPD fordert: Sport- und Schwimmunterricht ist für alle Kinder essentiell- ob christlich, muslimisch oder ungetauft

Erneut ist Streit um die Teilnahme von Muslimen am Schwimmunterricht entbrannt, nun in Frankfurt am Main. Viele muslimische Eltern schicken ihre Kinder – Mädchen und Buben – nicht zum Unterricht aus Glaubensgründen.

Die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer fordert ein strengeres Eingreifen gegen diese Form des Schulschwänzens und vermutet, dass Eltern gezielt zu diesem Verhalten ermutig werden: „Einige muslimische Vereine versuchen nach wie vor, ihre Mitglieder in Richtung Befreiung vom Sport- und Schwimmunterricht und Klassenfahrten ihrer Kinder zu beraten. Wir lehnen diese Haltung strikt ab und bestehen auf der Schulpflicht in allen Fächern für alle Kinder, unabhängig von ihrem Glauben oder Geschlecht“, betonte der integrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, Turgut Yüksel.

Das Magistrat soll nach dem Wunsch der SPD berichten, wie viele Anträge auf Unterrichtsbefreiung gestellt und genehmigt wurden. Die SPD vermutet darüber hinaus eine hohe Dunkelziffer.

Um die Muslimen zu animieren, am Schwimmunterricht teilzunehmen, sollen Aufklärungskampagnen stattfinden: „Wer Bescheid weiß, fällt auf die Argumentation der Hardliner nicht so leicht herein“, so die Frankfurter SPD.

Das Schwänzen des Schwimmunterrichts ist ein Dauerthema bei den Gerichten. Stets haben sie gegen die Interessen der muslimischen Eltern geurteilt.

Ende September 2012 waren ein muslimisches Mädchen und seine Eltern aus Frankfurt am Main mit dem Versuch gescheitert, die Schülerin gerichtlich vom Schwimmunterricht befreien zu lassen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel wies damals die Berufung einer heute zwölfjährigen Gymnasiastin ab. Die Familie war der Ansicht, dass die Frankfurter Schule das Mädchen nicht zu den gemischtgeschlechtlichen Schwimmstunden ihrer fünften Klasse hätte schicken dürfen. Das Mädchen hatte vor Gericht gesagt, ihr islamischer Glaube verbiete, sich vor Jungen oder Männern in Badekleidung zu zeigen.

Im Rechtsstreit verwies das Land Hessen auf den im Grundgesetz verankerten staatlichen Erziehungsauftrag. Die Schülerin könne sich zwar auf ihre Religionsfreiheit und die Eltern auf ihr Erziehungsrecht berufen, mit dem Tragen des Burkinis werde den religiösen Belangen indes ausreichend Rechnung getragen.Religionsfreiheit muss teilweise zurücktreten

Schule finde nun mal nicht im isolierten Raum statt, hieß es. Auch im normalen Alltag müsse die Schülerin mal leichter bekleidete Menschen ertragen. Außerdem würden auch andere muslimische Mädchen am Gymnasium einen Burkini tragen.

Das Gericht gab dieser Argumentation Recht. Die Religionsfreiheit müsse hier teilweise zurücktreten. Die Eltern und die Schülerin hätten sich Deutschland als Lebensmittelpunkt ausgesucht. Da sei es hinzunehmen, dass die Schülerin im Schwimmunterricht auch nackte Oberkörper von Jungen sieh

Das Bundesverfassungsgericht habe zudem in mehreren Entscheidungen klargestellt, dass der staatliche Erziehungsauftrag dem Vermitteln von sozialer Kompetenz im Umgang mit Andersdenkenden dient. Dem dürfe sich auch die Schülerin nicht entziehen.

Zu ähnlichen Auseinandersetzungen kommt es in den Gerichten mit christlichen Eltern doch hinsichtlich der Teilnahme am Sexualkundeunterricht.

Die Gegner des Sexualkundeunterrichts berufen sich nicht nur auf die Religionsfreiheit, sondern auch auf das vorrangige Erziehungsrecht der Eltern. Dieses Recht ist in Deutschland vom Grundgesetz geschützt (Art 6 II Satz 1 GG).

Dennoch kann es kaum angewendet werden, weil staatlicherseits auf eine äußerst strenge Anwendung der Schulpflicht gepocht wird.

In keinem anderen europäischen Land herrscht eine so rigide Schulpflicht wie in Deutschland. Vielen Eltern bleibt nur die Auswanderung übrig.

Diese Situation ist inakzeptabel. Die Eltern sind vor dem Staat die ersten Erziehungsberechtigte. Dieses Recht muss der Staat respektieren. Der Staat darf sich nicht anmaßen - wie das in Deutschland der Fall ist – dieses Recht drastisch zu beschneiden und Kindern selbst Erziehungsinhalte aufzwingen, die höchst umstritten sind, wie beispielsweise die Sexualerziehung. Dass sich viele Eltern deshalb ungerecht behandelt fühlen, ist nur gerechtfertigt. Die Politik Muss endlich den Eltern entgegenkommen, die mehr Freiheit für die Erziehung ihrer Kinder fordern.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Hier muß sich der Staat ganz einfach auf die Seite der Kinder stellen!
Auch wenn sich deren Eltern irgendwie eine Nische inder Gesellschft des 21. Jh. erkämpft haben, in der sie mit dem Kopf im Sand vorgeben können, immer noch im -1000. , 4. oder 7. Jh. zu existieren, und es lieber sähen, Ihre Kinder würden sich zu ebensolchen Hinterwäldlern entwicklen und ihre verschrobenen Ansichten nicht in Frae stellen, so haben die Kinder eben doch ein (Grund- und Menschen-)Recht auf Bildung und die Chance, ihr Leben einmal selbstbestimmt in der Realität und Gegenwart zu führen.

Schließlich steht es ihnen (also den Kindern) ja später frei sich doch für die antiquiert Lebensweise ihrer Eltern zu entscheiden oder zumindest Teile von deren Kultur und Religion weiterzuführen, aber eben als bewußte Entscheidung nach Abwägung von Vor- und Nachteilen und unter Beachtung eigener Neigungen, nicht dorthin gezwungen als einzige Option aufgrund von Ignoranz und Angst.

Grandloser hat gesagt…

Vor allem scheint hier jemand den zweiten Satz des Zitierten GG Auszugs zu vergessen:

2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Tja darüber wacht die staatliche Gemeinschaft liebe Eltern das absolute Erziehungsrecht gilt bereits im Grundgesetz nicht für euch daher macht das was ihr im Artikel ansprecht wandert aus! Das Geschrei wird sich in grenzen halten.

Dann müsst ihr euch auch nicht mit anderen Meinungen, Kritik und Selbstreflexion auseinander setzen.

Dalian hat gesagt…

Artikel beantwortet schon alle Fragen und wem es nicht passt --> bitte Auswandern

Stefan Wehmeier hat gesagt…

Die glänzenden Erfolge der staatlichen Erziehung des deutschen Volkes

Das deutsche Volk, so wie es heute dasteht, ist in der Staatskirche, Staatsschule, Staatsuniversität – lauter Vorschulen der Kaserne – dressiert worden. Alles, was wir heute an diesem deutschen Volk bewundern können, muss als ein Erzeugnis der staatlichen Erziehungskunst angesehen werden. Und zu bewundern finden wir gar Vieles. Die Unterwürfigkeit gegenüber den Vorgesetzten, das entsprechend barsche Benehmen gegenüber den Untergebenen, der Kadavergehorsam, die Disziplin, der Korpsgeist, der Parteigeist, die Standesehe, die erstaunliche Einseitigkeit und Phantasielosigkeit (Produkt der einheitlichen Schule), die Lasterhaftigkeit, die aus der Phantasielosigkeit erwächst, die erschreckende Bedürfnislosigkeit in wissenschaftlicher Beziehung, der hierzu gehörende Autoritätsglaube, der Mangel an Individualität, die Heuchelei, die ungeheure Feigheit des Individuums, über die schon Bismarck klagte…
Unausrottbarer Autoritätsglaube. Noch heute erwartet das Volk alles Heil von der „Regierung“. Es lehnt es glatt ab, durch Studium der öffentlichen Angelegenheiten eine Kontrolle über die öffentlichen Angelegenheiten auszuüben.

Silvio Gesell, 1926

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Dummheit des deutschen Volkes noch einmal auf ein bis dahin unvorstellbares Maß gesteigert. Und heute? Es hat sich nichts geändert!

Staatliche Erziehung

Anne hat gesagt…

"Alles, was wir heute an diesem deutschen Volk bewundern können, muss als ein Erzeugnis der staatlichen Erziehungskunst angesehen werden." "..."
Woran Liegt diese desolate Unzufriedenheit?
Nichts für die Staatlichkeit tun, schön zueücklehnen und meckern, "die andern wern es schon machen.
Wer Pflanzen beim Gärtner kauft, wundert sich, dass die beom Nachbarn wunderbar blühen und gedeihen. Die eigenen kümmern vor sich hin. Wer sich nur nebensächlich um hutes Pflanzgut kümmert, wird auch nur wenig bis keinen Erfolg haben. Gut ist es, Erziehung zu haben. Doch was nützt die beste Erziehung, wenn man sie nicht umsetzen kann?
Schaut mal auf Schleckers: Knete in der Kasse und im Gehirn. Da isses dann eines Tages aus. Wir sollten alle auf unsere Möglichkeiten achten. Wir sollten Hilfen und Angebote zum Besseren annehmen.Die Nase sollte nie über den Haaransatz ragen.
"Und heute? Es hat sich nichts geändert!"
Wer zu dieser Einschätzung kommt, sollte sich fragen: Warum sehen das nicht alle so? Wa rum sind Andere anders? Kann ich was ändern?
Mensch zu sein ist schwer.
Übermensch nicht mehr.

Anonym hat gesagt…

Ich bin doch nicht gegen Sport oder Schwimm - Unterrichte,aber ich finde Sexualkunde einfach inakzeptabel.Ich glaube jede Elternpaar(Eltern) sollten selbst entscheiden in wieviel Jahre alt ein Kind soll sexualisiert werden.Gibt's verschieden Kinder - seelisch und charakterisch.Einige Kinder können diese Unterrichte falsch verstehen und dann denken, dass Geschlechtsverkehr ist einfach solche Ding,die man mit jedem Mensch überall und jede Zeit machen kann und dann einfach die können sie sich verändern und nicht mehr die Eltern akzeptieren, weil die denken werden, dass für ihn schon ab 11 oder ab 9 Jahre alt mit solche Unterrichten alles genehmigt ist und sogar schon jetzt so früh sexuelle Leben anfangen.

Verstehen Sie nicht, dass Sie selbst persönlich geben in Hände von Kindern die Waffe, die sehen erste mal im Leben und Sie sagen einfach - geh und schiess.Ich denke, dass solche Unterrichte können in Deutschland natürlich statt finden, aber diese Unterrichte darf doch nicht für Kinder als Pflicht stellen.Das ist einfach cool zu hören.Die Kindern sind verpflichtet sich zu sexualisieren.Mensch, ich finde es total merkwürdig.Sie zerstören unsere Kindern einfach seelisch, moralisch und psychologisch.Die Kinder können einfach solche Unterrichte falsch verstehen oder falsch annehmen.Da gibt's doch kein Psyhology Artz in Unterrichte, nur einfacher Lehrer.

Machen Sie einfach eine Probe, wenn Sie wollen.Einfach in eine oder in mehreren Schulen nur für 1-2 Wochen Sexualkunde für alle Kinder frei (ohne Teilnahmepflicht) und dann einfach beobachten - wie viel Kinder kommen zu solche Unterrichte und nur dann entscheiden, ob es alles freiwillig oder verpflichtet machen.

Wissen Sie, ich habe die Kinder in solche Unterrichte gesehen.Die lachen da ja alle, alles kommt sehr lustig.Aber Sie verstehen einfach dieses Lustig (lustige unterrichte) falsch.Die lachen nicht wegen LUSTIG, die lachen wegen PEINLICH.