Mittwoch, 5. Dezember 2012

CDU-Bundesparteitag 2012 in Hannover: Nur 11-12 Prozent der Delegierten befürworten Steuergeschenke für Homo-Paare/Einfluss der Aktion „Kinder in Gefahr“

Laut Informationen von „n-tv“ stimmten etwa 116 der 1000 Delegierten – also fast 12 Prozent - für die steuerliche Gleichstellung der homosexuellen Paare mit der Ehe. Die Tagesschau schätzte die Zahl auf 111.

Die Aktion „Kinder in Gefahr(DVCK e.V.) setzte sich in diversen Aktionen seit dem Spätsommer dafür ein, dass die CDU ihren Familienbegriff und ihre ablehnende Haltung hinsichtlich weiterer Homo-Privilegien nicht weiter schwächt. „Kinder in Gefahr“ konnte viele Menschen aus der christlichen Basis der Gesellschaft mobilisieren und dabei Tausende von Unterschriften für den Appell „Deutschland braucht eine christlich-orientierte Familienpolitik“ sammeln, die an Generalsekretär Hermann Gröhe geschickt wurden.

Einige Homo-Politiker innerhalb der CDU werteten das Abstimmungsergebnis als Erfolg. „Hätte die Abstimmung vor fünf Jahren stattgefunden, wäre das Ergebnis vielleicht 2 Prozent zu 98 Prozent gewesen", sagte Alexander Vogt, Leiter der CDU-Homosexuellen (LSU), im Interview mit n-tv.de.

12 Prozent sind möglicherweise zu wenig, um dem Thema mehr Dynamik innerhalb der C-Partei zu geben.

Wie zu erwarten war, wurde das Ergebnis von der linksgerichteten Presse als rückschrittlich gewertet. Die Zeit schrieb in einem Kommentar mit dem Titel „CDU duckt sich weg“: „Das Nein zur Gleichstellung der Homo-Ehe ist ein Erfolg der Konservativen. Die Parteispitze setzt auf eine modernere Haltung durch ein Votum aus Karlsruhe.“

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Lügen mit Namen:

Wenn es ein 'Steuergeschenk' für rechtlich zusammengefaßte homosexuelle Paare wäre, wäre es das auch für bürgerliche Ehen.
Entweder soll es die gegenseitige Fürsorge im Bedarffalle erleichtern (an der der Staat dann ja spart, z.B. bei der Verweigerung von Hartz IV) - dabei spiel aber das Geschlecht der Beteiligten keinerlei Rolle; oder es soll die Leistung der Kindererziehung / -versorgung honorieren - diese aber würde dann vielen Ehepaaren zu Unrecht gewährt, da dieser nie Kinder erziehen, und viele feste gleichgeschlechtliche Paare übervorteilen, weil diese durchaus Kinder großziehen.

Also könnte man auch feststellen, daß 88-89% der CDU-Mitglieder wenig auf Steuergerechtigkeit geben.

Anonym hat gesagt…

Diese Sache der Deutung von einem "Steuergeschenk" ist Ihre verqueere Meinung, "Old Geezer".

Nicht jeder, der Kinder erzieht, erhält Steuervorteile.

Steuervorteile erhalten Ehepaare, und zwar bestehend aus Mann und Frau. Denn diese Verbindung ist natürlich, das zeigt schon die Anatomie, und nur diese Verbindung ist fähig, die Art zu erhalten. Homosexuelle untereinander sind dazu nicht fähig. Verstehen Sie? Es ist traurig, daß man das heutzutage erklären muß, weil anscheinend viele nicht mehr fähig sind, die naturgegebenen und naturgewollten Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erkennen. Die Gesellschaft verblödet, und das trotz Aufklärungsunterricht vom Kleinkindalter an, mit dem man schon die Allerkleinsten auf die falsche Fährte bringen möchte.

Anonym hat gesagt…

"... bestehend aus Mann und Frau. Denn diese Verbindung ist natürlich, das zeigt schon die Anatomie, und nur diese Verbindung ist fähig, die Art zu erhalten."
So?
Wieso ist es dann nicht in allen Kulturen zu entdecken?
Gibt er mehr als wir zur Zeit wissen?

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym I.:

"Nicht jeder, der Kinder erzieht, erhält Steuervorteile."

Stimmt, aber jeder, der Verheiratet ist und eine größere Einkommensdifferenz aufweist, erhält diese - in der Tat unabhägig von Kindern.
Was für viele bürgerliche Ehe der Existenzgrund ist, denn die Leute lebten schon vorher zusammen und hatten nie die Absicht Kinder zu bekommen.

Umgekehrt bekommen andere Paare keine Steuergeschenke, obwohl sie Kinder großziehen und die anfallenden Kosten tragen; z.B. weil sie als gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten dürfen.

Also was genau ist Ihr Punkt mit diesem Argument?

Auf den Unfug mit dem biologistischen Reproduktionsargument ist ja schon jemand eingegangen, aber nach als Randbemerkung in welche Richtung Sie ihre Wissen mal erweitern könnten: für den Arterhalt ist bei wiesen Spezies nicht allein das direkte Elternpaar zuständig, sondern die komplette Sippe, also ein Anzhal von Onkeln und Tanten, und diese um so besser, wenn sie nicht selber direkte Konkurrenz in Form eigenen Nachwuchses großziehen oder um Reproduktionspartner konkurrieren.
Dieser Ansatz erklärt auch die die pränatale Disposition zur Homosexualität und warum diese häufiger bei späteren Kindern in längeren Serien mit einem Geschlecht auftreten.