Freitag, 9. November 2012

Bayerische Bischöfe zu PID und Sterbehilfe

Die bayerischen Bischöfe werden sich nicht an einer Ethikkommission zur Präimplantationsdiagnostik (PID) beteiligen. „Wir können nicht an einer Beratung teilnehmen, die zum Ziel hat, Embryonen erlaubterweise zu töten“, sagte der Vorsitzende der Bayerischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Abschluss des Herbstreffens gestern in Freising.

Die Kirche lehne die PID und die Ausweitung der Zahl der Beratungszentren klar ab. „Es ist nicht akzeptabel, dass der Gedanke der Selektion jetzt voranschreitet.“

Die Bischofskonferenz begrüßte hingegen, dass das geplante Gesetz die gewerbsmäßige Beihilfe zum Suizid verbieten soll. Man kritisiere jedoch, „dass das Verbot eines ärztlich assistierten Suizids in dem Entwurf nicht hinreichend geregelt“ sei, sagte Marx. Die Kirche sei gegen jede Form der aktiven Sterbehilfe. „Es geht nicht darum, das Sterben herbeizuführen, sondern Sterben zu begleiten.“

Quelle: Donuakurier vom 9. November 2012

Kommentare:

ich hat gesagt…

find ich gut. kann man sich auf das wesentliche verständigen.
ob se ihre schäfchen so vertreten können is fraglich. die diktieren doch nur ihrs.
so werden mehr gläubige in der lage sein ihrs durchzusetzen.
ethik ist ein weitreichender begriff. begriff kommt von begreifen. was soll man da mehr sagen?

Der Chorleiter hat gesagt…

Wenn sich die Herren Bischöfe zur Nichtmitarbeit entschieden haben, sollte sie auch das Rumkriteln unterlassen.
Wer nichts zur Gestaltung beiträgt, nur mit Ver- und Geboten rumschmeißt, sollte das bei anderen Aktionen tunlichst beachten.
Ich kann nicht gegen Lieder, ide die Chöre singen wollen meine Ablehnung mimen und sie das an anderen Liedern spüren lassen.
Entweser ja oder nein. Punkt.

Gino hat gesagt…

„Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten." Sigmund Freud (1856-939), österr. Psychiater & Begründer d. Psychoanalyse

Old Geezer hat gesagt…

Wer sich raushält, hat keine Meinung und sollte sich dann auch nicht nachträglich einmischen, wenn der Drops gelutscht ist.

Aber bezeichnend, wie den Kirchenherrschern offenbar die Belastung für die Schwangeren und deren Familien, das Risiko durch spätere Abtreibungen oder Fehlgeburten, die Risiken einer falsch-positiven konservativen Diagnose für gesunde Embryos, oder die der potentiellen Geschwister, aufgrund einer Spätabtreibung / Fehlgeburt mit Komplikationen bzw. der aufwendigen Pflege und Förderung eines schwerbehinderten Erstgeborenen gar nicht mehr geboren oder gezeugt zu werden, völlig egal ist, wenn sie nur ihr antiquiertes Dogma durchdrücken können.

„Es geht nicht darum, das Sterben herbeizuführen, sondern Sterben zu begleiten.“
Wem geht es darum?
Dem Unternehmen Kirche oder den Betroffenen?
In der Regel scheinen mir das nicht dieselben Standpunkte zu sein.