Dienstag, 27. November 2012

Aktion SOS LEBEN fordert: Keine Erleichterung der Sterbehilfe und Verbot der Tötung ungeborener Menschen

Presseerklärung der Aktion SOS LEBEN der DVCK e.V.

Es ist unfassbar und unverantwortlich, dass mit Hilfe der Stimmen der Christlich-Demokratischen Union, die Sterbehilfe in Deutschland legalisiert werden soll.

Der Gesetzentwurf zum § 217 StGB mit dem Titel „Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ wurde von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit Unterstützung des Bundeskabinetts im Bundestag eingebracht.

Die Befürworter des Gesetzesprojekts argumentieren, „nur“ die nicht-erwerbsmäßige Sterbehilfe solle erlaubt werden, während die kommerzielle Sterbehilfe verboten werden soll.

Doch jeder weiß: Diese Liberalisierung der Sterbehilfe wird ein Dammbruch sein, der früher oder später zu einer vollständigen Liberalisierung der Sterbehilfe führen wird.

Es ist unfassbar, dass C-Politiker ein solches Gesetzesprojekt im Bundestag in einer Zeit einbringen, in der die demographische Krise Dauerthema in den Medien ist.

Die Überalterung der deutschen Gesellschaft weckt existentielle Ängste in den Menschen, vor allem, weil unsere Politiker offenkundig überhaupt nicht wissen, wie dieses Problem überwunden werden soll.

Die Erleichterung der Sterbehilfe in einem solchen Moment zu diskutieren, ist hochgradig pietätslos und grausam.

Im Kontrast zu diesem völlig überflüssigen Versuch, die Sterbehilfe zu erleichtern, steht die geradezu monströse Passivität der Bundesregierung und der Schwarz-Gelben Regierungskoalition gegenüber der horrend hohen Anzahl von Abtreibungen. Die offizielle Statistik zählt weit mehr als 100.000 Tötungen von ungeborenen Menschen jedes Jahr in Deutschland. Dieses Massaker im eigenen Land lässt unsere führenden Politiker völlig kalt.

Deshalb fordert die Aktion SOS LEBEN: Keine Erleichterung der Sterbehilfe und Verbot der Tötung ungeborener Menschen.

Benno Hofschulte, Leiter der Aktion SOS LEBEN

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn Sie Lungenfibrose haben und regelrecht ersticken, denken Sie anders darüber. Dann ist der Tod eine Erlösung!!

Anne hat gesagt…

Ich habe über 4 Jahre im Pal-Center gearbeitet. Da bekam ich eine andere Meinung zu diesem Problem.
Beschließt nur. Protestiert nur.
Vergeßt nicht, das es um Menschen mit ureigenen Bedürfnissen geht.
Solange ihr euch gegenseitig die Sonne wegschnappt, wird für diese Menschen nur Schatten bleiben.
Hauptsache dem lieben Gott, nach eurer Lesart, einen Gefallen getan. Würde mich mal interessieren: Was meint er wirklich?
Die Entwicklung der Menschen wird es zeigen.

Roland hat gesagt…

Es ist nicht vertretbar, Sterbehilfe und Abtreibung thematisch in einen Topf zu werfen.
Das eine ist in der Regel die Erlösung eines todgeweihten Menschen von seinen Qualen. Warum sollte dieses Recht nur Tieren zugebilligt werden? Ein Verbot ist die ungeheuerliche Bevormundung meist hilfloser, alter Menschen, denen damit ihr natürliches Selbstbestimmungsrecht auf einen würdigen, schmerzarmen Tod vorenthalten werden soll. Das soll human sein?
Abtreibung hingegen ist klarer Mord
an noch hilflosem, gerade erst begonnenen Leben, ein ethisch völlig anders zu bewertendes Tun.
Aber auch hier gibt es vertretbare
Ausnahmen, wie z.B. Vergewaltigung
oder die Gewißheit einer schweren Behinderung. Hier gleich von "Selektion" zu sprechen, verrät pseudoethische Polemik durch den bewußten Missbrauch eines vorbelasteten Begriffes. Nur die betroffene Mutter, die ein solches behindertes Kind schließlich aufziehen und seine lebenslange Betreuung sicherstellen muß, hat hier das Entscheidungsrecht!