Freitag, 16. November 2012

16. November 2012 ist bundesweiter Vorlesetag

Vorlesen muss in Familien wieder selbstverständlich werden!

“Für mehr als ein Drittel der Eltern ist es heutzutage nicht mehr selbstverständlich, ihren Kindern vorzulesen. Dabei ist Vorlesen Bildungsvermittlung, die besonders gut gelingt, wenn wichtige Bezugspersonen, wie die Eltern es tun! Forschungsergebnisse zeigen, dass Jugendliche, denen in der Kindheit zu Hause viel vorgelesen wurde, bessere Schulnoten haben und kreativer sind als Kinder, denen kaum vorgelesen wurde,” so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer heute in München mit Blick auf die Vorlesestudien der Stiftung Lesen in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn.

“Beim Vorlesen sind wir alle gefragt! Liebe Eltern, nehmen Sie sich Zeit für die wunderbare Erfahrung des gemeinsamen Eintauchens in eine Fantasiewelt, das Rätseln über den Fortgang oder das Weiterspinnen der Geschichten! Mein Appell richtet sich vor allem auch an die Väter, die den Müttern beim Thema Vorlesen noch hinterherhinken.

Das Projekt ‘Mein Papa liest vor’ der Stiftung Lesen macht es Vätern jetzt besonders einfach. Jede Woche stellt die Stiftung eine Geschichte zur Verfügung, die die teilnehmenden Unternehmen in ihr internes Netz einstellen. Väter – und natürlich auch Mütter – können sich diese Geschichte ausdrucken und zu Hause ihren Kindern vorlesen. Als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Lesen freue ich mich über jedes Unternehmen, das sich an dem Projekt beteiligt und so das Vorlesen wieder zu einem wichtigen Bestandteil gemeinsamer ‘Familienzeit’ macht,” so Haderthauer, die am 23. Oktober 2012 in das Kuratorium der Stiftung Lesen aufgenommen wurde.

DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn rufen dieses Jahr bereits zum neunten Mal dazu auf, sich am 16. November mit einer Vorleseaktion am Vorlesetag zu beteiligen – jeder kann mitmachen. Der Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. Nähere Informationen zum Vorlesetag unter www.vorlesetag.de, zu den Vorlesestudien unter www.stiftunglesen.de/vorlesestudie und zum Projekt “Mein Papa liest vor” unter www.stiftunglesen.de/mein-papa-liest-vor

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

1 Kommentar:

Anne hat gesagt…

Ich lese regelmäßig im Seniorenheim aus Büchern, zu Ereignissen und bei besonderen Anlässen vor. Doch habe ich leider keine anderen Besucher von Angehörigen gefunden, die es mir gleichtun wollen. Warum auf einen Tag konzentrieren, wenn das Zeichen davon nicht auf die Menschen übergeht?
Liegt es daran, weil ich es kostenlos mache? Ist denn kostenlos in unseren Augen immer gleichzusetzen mit "nichts wert"?
Auch auf dieser Seite überwiegt, "du sollst nicht ..." für alles mögliche und unmögliche. Tun wir lieber etwas "für...". Vielleicht brauchen wir dann nur ein Teil (und noch weniger) anzumahnen, bedenken zu geben, nicht zu verbieten. Wäre doch doch mal zu überlegen?!
Oder hat jemand angst, den Gewinn des Ganzen keiner Religion, keiner Ideologie, keiner Philosophie zuschreiben zu müssen?
Was menschlich ist, soll menschlich bleiben. Ohne Verlierer - keine Gewinner, ohne Licht - kein Schatten. Nur wer Verlieren und Schatten verkraftet wird Gewinn und Licht haben.