Montag, 15. Oktober 2012

Gesetzentwurf zur Sterbehilfe bleibt ohne Erfolg im Bundesrat



Der Gesetzentwurf sieht vor, die gewerbsmäßige, also Gewinn bringende Beihilfe zum Suizid zu verbieten. Weiterhin erlaubt sein soll allerdings die Hilfe zur Selbsttötung aus selbstlosen Motiven, beispielsweise durch nahe Angehörige von Schwerkranken oder andere ihnen nahestehende Personen. Vor allem an der Formulierung "nahe stehende Personen" entzündet sich die Kritik. Der Rechtsausschuss der Länderkammer hatte zuvor empfohlen, den Entwurf aus dem Justizministerium unter anderem deshalb abzulehnen.

Insbesondere die ausdrückliche Straffreistellung von Ärzten und Pflegern als mögliche "nahe stehenden Personen" , die dem Leben der von ihnen betreuten Personen besonders verpflichtet seien, sei fragwürdig, begründeten die Mitglieder des Rechtsausschusses ihre Haltung.

Rheinland-Pfalz wollte erreichen, dass nicht die Beihilfe zum Suizid selbst, sonder das Werben dafür unter Strafe zu stellen sei. Die Länderkammer hat sich am Freitag dagegen entschieden, den Gesetzentwurf an den Bundestag zu übermitteln. Der Bundesrat konnte sich zu keiner gemeinsamen Beurteilung durchringen und hat keine Stellungnahme zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung abgeben. Somit blieb die Länderkammer meinungslos, sodass nun der Bundestag an der Reihe ist, mit der schwarz-gelben Mehrheit das Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe auf den Weg zu bringen.

Dringlich lehnt der Essener Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck diesen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe ab. „Der Mensch habe kein Recht, über sein Lebensende selbst oder über das eines anderen zu verfügen. Das liegt in Gottes Händen“, sagte Overbeck der WAZ-Mediengruppe.

Weiterhin straffrei sollen Palliativmediziner ausgehen, wenn sie unheilbar kranken Patienten Schmerzmittel gegen Vernichtungsschmerzen überlassen. Selbst wenn beide wüssten, dass diese Mittel zum Tod führen können.

Kommentare:

Dantalion hat gesagt…

Niemand hat ein Recht darüber zu entscheiden außer der Betroffene selbst. Vielleicht sind wir in ein paar Jahren soweit und sehen endlich das der Mensch nun mal für sich selbst verantwortlich ist und nicht irgend eine Macht/Gott.

ich hat gesagt…

al capone sagte schon:
wer zuerst schiesst lebt länger.
der war auch ein gott.
ein gott des verbrechens.

Anonym hat gesagt…

Zu diesem sehr sensiblen Thema derartig blöde Kommentare abzugeben ist mehr als dämlich.Das man derartige niveaulose Ergüsse immer öfters vorfindet ist wohl einn Anzeichen zunehmender gesellschaftlicher Dekadenz.

Anonym hat gesagt…

Solange der Mensch nicht glauben kann und nicht will, dass GOTT dem Menschen das Leben gibt,; solange wird der Mensch auch denken und glauben, dass er keine Verantwortung und keine Rechenschaft über sein Leben gegenüber Gott geben muss.
ÜBRIGENS:
Gott ist keine Erfindung der Katholischn Kirche. Deren Priester auch nicht wahrhaben wollen, dass sie auch Rechenschaft abzugeben haben, für die Gräueltaten, die sie verübt haben: Abtreibung ihrer ungeborenen Kinder und Missbrauch von Kindern.
Jesus selbst sagt doch, dass solche Menschen sich besser selbst einen Mühlstein um den Hals hängen sollten und sich selbst ersäufen sollten.

Onkel Kurt hat gesagt…

Wie hätten Sie denn dieses Thema geklärt?
Sterbehilfe, und bei diesm Wort bleibe ich vorläufig, ist gegeben. Kann gegeben werden. Ist richtig und falsch. Hilft und belastet.
Ich muss beim persönlichen Entscheiden mich und die Folgen sehen. Ist es d e r Ausweg für mich und mein gewesenes Leben verträglich, dann voran. Gibt es Einwände, sollte ich die beachten. Bin ich bei der Hilfe eingebunden sollte ich für den zu helfenden mitdenken, mithelfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Rundherum für alle verbieten?
Nee!
Wer nach seinem Gott geht, liegt richtig. Noch gibt es ihrer viele.
Einigt euch auf einen und wir gucken uns alles unter den neuen Gegebenheiten erneut an.
Lasst jedem die aktive oder passive Entscheidung.
Übrigens: Wieso masst Ihr euch an als Gott die Meinung darzustellen? Ihr kennt ihn auch nur vom Hörensagen. Langt das?
Für Euch vielleicht. Für viele nicht.