Dienstag, 9. Oktober 2012

Dokumentation: Papst Benedikt XVI. an die Mitglieder der Christlich Demokratischen Internationale

Castel Gandolfo, Schweizersaal, Samstag, 22. September 2012

Die Achtung des Lebens in all seinen Phasen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – und die daraus folgende Ablehnung von Abtreibung, Euthanasie und jeglicher Form von Eugenik – ist eine Verpflichtung, die verwoben ist mit der Achtung der Ehe als einer unauflöslichen Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und folglich als Fundament für die Gemeinschaft des Familienlebens. Die »auf die Ehe gegründete und für das Leben offene« Familie (Ansprache an die Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Mailand, 2. Juni 2012) ist der Ort, wo der Mensch das Teilen, die Achtung und die unentgeltliche Liebe erlebt und zugleich die Solidarität erfährt, die er braucht, sei es als Kind, als kranker oder alter Mensch. Die Familie ist darüber hinaus der wichtigste und entscheidende Ort für die Erziehung der Person, dank der Eltern, die sich in den Dienst ihrer Kinder stellen, um das Beste aus ihnen hervorzuholen (»e-ducere«), das in ihnen steckt. So ist die Familie, die Grundzelle der Gesellschaft, die Wurzel, die nicht nur den einzelnen nährt, sondern auch die Fundamente des sozialen Zusammenlebens. Richtigerweise hat der sel. Johannes Paul II. zu den Menschenrechten das Recht gezählt, »in einer geeinten Familie und in einem sittlichen Milieu zu leben, das für die Entwicklung und Entfaltung der […] Persönlichkeit [des Kindes] geeignet ist« (Enzyklika Centesimus annus, 47).

Kommentare:

DR. zOLTAN gEORG mAYER hat gesagt…

Die Eizelle des Menschen (Frau) und der Säugetiere wurde 1827 vom deutschen Karl Ernst von Baer mit Hilfe des Mikroskopen entdeckt: "De ovi mammalium et hominis genesi." St. Petersburg, Russland, 1827.
Bis dann glaubte man, dass die Frau nur als "Nest" in Frage kommt und dem Manne unterstellt ist.
1962 wurde von Watson und Crick die DNS als Erbgut "materialisiert". Die Erbeigenschaften und -regel waren aber seit Urzeiten des Zuchtwesens bekannt.
Seit Jahrzehnten ist es bewiesen, dass die Verschmelzung Eizelle+Samenzelle einen Menschen automatisch schöpft, wenn sie nur in Entwicklung gelassen werden. Klar, dass der Mensch spätestens ab der Zeit der "Befruchtung" Mensch ist, wie auch die Ziege Ziege, da seine körperliche, geistige und moralische Eigenschaften, sein Schicksal überwiegend genetisch bestimmt wurde.
Also kann der moderne Mensch die Abtreibung schon aus Gründen des exakten Wissens nicht zulassen, vom Aussterben der Völker in Europa gar nicht zu sprechen.

Paro Protejo hat gesagt…

Euch hat man den Baum der Erkenntnis mit allen Früchten verboten. Nun haltet euch dran.
Wir sind aufgebrochen, Neues zu entdecken und es uns Menchen nutzbar zu machen.
Ihr zieht auch euren Nutzen draus.
Wir sollen euch tolerieren. Dann wollen wir es auch von euch.
Exaktes Wissen sagt auch, bei rot nicht über die Straße. Und wie oft wird das bewusst mitachtet?
Trotzdem sterben die Menschen nicht aus.
Genetik ist ein Gebiet, das uns an ein göttliches Vorgehen zweifeln lässt. Es sei denn, ein Gott hätte das erfunden oder uns zur Nutzung überlassen.
Wie kommt es, dass die christliche Seite die Erforschung dieses Gebietes nur vom nicht endgültig Geklärten als unzumutbar betrachtet?
Entweder richtig oder gar nicht.