Donnerstag, 9. August 2012

CSU-Chef im Münchner Rathaus: Ehegatten-Splitting abschaffen, homosexuelle Paare gleichstellen


Deutschlands Christdemokraten sind außer Rand und Band und selbst bei den Christsozialen melden sich jetzt linksliberale Zeitgeistsurfer zu Wort: Nun will Josef Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Münchner Rathaus, das Ehegattensplitting abschaffen und homosexuelle Paare mit der Ehe gleichstellen.

Gegenüber dem Münchner Merkur sagte er: „Wir müssen weg vom Ehegattensplitting, hin zu einem Familiensplitting. Familie ist dort, wo Kinder sind.“

Der Interviewer glaubte offenbar seinen Ohren nicht und fragte nach. Die Antwort: „Egal, in welchem Haushalt (Kinder) aufwachsen, ob bei einer alleinerziehenden Mutter, einer Patchwork-Familie oder einem homosexuellen Paar.“

Schmid meint, das sei konservative Politik, denn: „Franz Josef Strauß hat gesagt: „Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts marschieren.“ Eine moderne, zeitgemäße Familienpolitik ist in diesem Sinne konservativ.“

Zum Ungleichbehandlung zwischen Homo-Paaren und normalen Ehen: „Ich halte diese Unterscheidung für überholt.“

Die Tatsache, dass die Institution „Familie“ in Deutschland in der Krise steckt, interpretiert er als „Fortschritt“ um: „Ich lebe in einer Großstadt und sehe unter anderem an meinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis täglich, wie sich das Thema Familie verändert hat. Die CSU hat das moderne Bayern erschaffen. Jetzt muss sie begreifen, dass der Fortschritt auch die Familie verändert hat.“

Foto: Wikipedia

Kommentare:

Sunnshine hat gesagt…

Wieso nicht? Bei gleichgeschlechtliche Partnerschaften handelt es sich auch nur um Menschen. Wen man wirklich die Familie so hoch schätzt dann sollte man eher Familien mit Kindern fördern bzw. gerade Kinder.

Old Geezer hat gesagt…

Wenn der einzige Unterschied zwischen zwei Famililien darum besteht, was im Ehebett abgeht, bzw. wieviele derEltern im Stehen pinklen, dann hat der Staat sie auch gleich zu behandeln, dienn DIESE Unterschiede gehen in schlicht REIN GAR NICHTS an.