Donnerstag, 23. August 2012

Baby-Ultraschall in der Schwangerschaft ungefährlich

Für ungeborene Kinder bestehen keine gesundheitlichen Risiken durch Ultraschalluntersuchungen. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hingewiesen. Dennoch sollten die Untersuchungen ausschließlich von spezialisierten Ärzten und nur zur medizinischen Diagnostik durchgeführt werden, nicht aber zum sogenannten Babyfernsehen, so die Fachgesellschaft.

„Ultraschall ist eine Schallwelle, die mechanische Wirkungen und Temperaturerhöhungen in den von ihr durchlaufenen Geweben hervorruft“, erklärte Eberhard Merz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. Dass das Kind den Ultraschall im Mutterleib tatsächlich höre, sei ausgeschlossen, so Merz. „Die Frequenzen beim diagnostischen Ultraschall betragen in etwa fünf bis zehn Mega­hertz. Das sind fünf bis zehn Millionen Schwingungen pro Sekunde“, erläuterte der Mediziner. Die Schwelle des menschlichen Gehörs liege aber bei zwanzigtausend Schwingungen pro Sekunde, also mindestens fünfzigfach niedriger.

Der Ultraschall wird der DEGUM zufolge bei der Untersuchung allerdings nicht kontinuierlich, sondern in kurzen, rasch aufeinander folgenden Impulsen freigesetzt. Dass die Pulswiederholungsrate zu einem akustischen Phänomen führe, sei bislang nicht nachgewiesen worden. „Es gibt bislang keinen unabhängig bestätigten, in hochwertigen Fachzeitschriften publizierten Beweis, dass der Fötus tatsächlich die Pulswieder­holungsrate hört, darauf reagiert oder dadurch geschädigt wird“, verwies Merz.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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