Dienstag, 14. August 2012

„Anti-Homophobie“: kommt eine ideologische Polizei auf uns zu?


CDU und SPD in Berlin wollen verstärkt gegen „Homophobie“ vorgehen (Gemeinsame Presseerklärung vom 14. August 2012 der SPD-Fraktion und der CDU-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses: Rot-Schwarz verstärkt Kampf gegen Homophobie). 

Unter dem Motto „Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz“ will die rot-schwarze Koalition „entschieden jede Form homophober Übergriffe“ bekämpfen. Die Berliner Landesregierung will offenbar sämtliche Mittel dazu mobilisieren: „Wir begrüßen es ausdrücklich und freuen uns, dass die Berliner Staatsanwaltschaft sich diesem Thema so direkt und konkret annimmt. Damit hat Berlin neben den Ansprechpartnern der Berliner Polizei für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ein fachliches Pendant bei der Justiz erhalten.“

Diese Entwicklung in Richtung Gesinnungsdiktatur ist äußerst bedenklich:

Wie alle Menschen genießen auch homosexuelle Personen den Schutz unseres Rechtstaates. Dieser muss darauf achten, dass ihre Grundrechte beachtet werden – wie bei allen anderen Menschen auch.

Insofern ist erstaunlich, dass die rot-schwarze Regierung der Stadt Berlin dermaßen stark betont, sie wolle die Grundrechte von Homosexuellen schützen, wie jüngst in einer gemeinsamen SPD-CDU-Pressemeldung geschehen. Da Homosexuelle ohnehin dieselben Rechte genießen, wie alle anderen Bürger auch, ist ein größerer Schutz für sie nichts anderes als eine Diskriminierung anderer Gruppen und eine Verletzung des Grundsatzes „Gleiches Recht für alle“.

Doch nicht nur deshalb ist das besondere Bemühen der rot-schwarzen Koalition in Berlin besorgniserregend. Das Wort „Homophobie“ ist inzwischen stark ideologisch geladen und wird von manchen politischen Lobbys – von der Homo-Lobby natürlich am meisten – geradezu inflationär verwendet. Jeder ist für sie „homophob“, wenn er auch nur die leiseste Kritik an eine der vielen politischen Forderungen der Homo-Lobby richtet, wie beispielsweise die derzeit diskutierte Gleichstellung beim Ehegatten-Splitting.

Homo-Aktivisten haben schon Kardinal Meisner und auch Papst Benedikt XVI. vorgeworfen, Hassprediger zu sein. Jedenfalls wird das Wort „Homophobie“ heutzutage oft mit der Absicht verwendet, den ideologischen Gegner öffentlich zu exekutieren.

Es ist verantwortungslos, wenn die Berliner Stadtregierung ein solches Wort für ihr Handeln verwendet, denn dies könnte leicht zu einer Art „Anti-Homophobie-Hysterie“ führen und Angstzustände provozieren: Jeder könnte Angst bekommen, als „homophob“ zu gelten. Eine staatliche Stelle muss auf jeden Fall ein derartiges Abdriften in eine linkstotalitäre Meinungsdiktatur verhindern und grundlegende Bürgerrechte gegenüber Sonderinteressen schützen.

Zudem ist bedenklich, dass die rot-schwarze Regierung andeutet, mit der Staatsanwaltschaft zusammen zu arbeiten. Die oben genannten Aussagen geschahen im Rahmen einer gemeinsamen Presseerklärung der SPD-Fraktion und der CDU-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses. Es war also eindeutig eine politische Stellungnahme. Aber darin wird der Eindruck erweckt, als würde man gemeinsame Sache mit dem Staatsanwalt betreiben, was offensichtlich ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung wäre. Entweder wird also ein irreführender Eindruck erweckt oder die Gewaltenteilung missachtet. Beides ist durch nichts zu rechtfertigen.

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Homophobie Predigende entwerfen ein Zerrbild von einer Eigenschaft des Menschen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, genauso wie die angeblich rassisch charakteristische Haken-Nase der Juden!

ich hat gesagt…

merkt ihr noch was?
wieviele für mich und teils recht widersinnige rechtsauffassungen mit zwangsandrohungen gibt es?
ich muss sie solange akzeptieren wie sie bestehen. oder ich mache mich strafbar.
uns wurde mehr freiheit versprochen doch was freiheit ist wird vorgeschrieben.
gibts eine neue verfassung?
steht aber im grundgesetz.
usw. usf.
werter herr rebner: es gibt gleichgeschlechtlichkeit, es gibt gedankengut wie zb. nationalsozialistisches, es gibt handwerks- und erbrecht aus dem 19. jh was längst aktualisiert werde müsste.
für alle diese problem schaffste mit verbot oder beschimpfe nix.
und was ihr letztgeschriebenes hier zu suchen haben soll?
ihr sitzt im falschen boot im verbot.
du sollst nicht stehlen klingt gut doch welche reichtümer sind wahrhaft der ehrlichkeit zuzuschreiben?
wieviel reichtum braucht kirche um frieden zu stiften. oder nutzt sie ihn eher um sich besser zu verkaufen und aufzudrängen?
mehr lernen besser lernen und die gemeinschaft nicht in eine gedankenjacke stecken.
ihr habt das problem aushungern wollen. doch es hat nicht geklappt. jetzt steht es voll vor euch und ihr könnt wie so oft den betroffenen nicht helfen denn euer geist hat hier ne fehlstelle.
was tun is die große frage. nich mitm machen anfangen eh se geklärt is
wünsche beesserung und erkenntnis

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Einführung des Penis in den Anus eines Mannes ekelhaft, abstoßend, mir wird übel, wenn ich nur darüber etwas höre. Bin ich nun schon deshalb homophob im Sinne dieser fürchterlichen Polizeidiktatur? Ich setze mich für die Gleichberechtigung der Homosexuellen ein, nicht aber für die Gedanken-, Gefühls- und Gesinnungskontrolle. Wir, die wir Nazis und Stalinisten überlebt haben, müssen jetzt in die Öffentlichkeit und zu unseren Werten stehen.

Anonym hat gesagt…

Ich stimme dem Kommentar v. Kultur und Medien 100% zu und finde ihn mit sehr guten Argumenten versehen. Wer hat ihn geschrieben?

Anonym hat gesagt…

Gottes Wort sagt uns dass Hurer, Ehebrecher, Abartige und Knabenschänder nicht im Himmel gefunden werden. - Es ist dem Menschen gesetzt zu sterben; danach aber das Gericht.Hebr. 9, 27) Vor Jesus dem Richter, werden sich alle Kniee beugen und jede Zunge wird bekennen, dass Jesus der Herr ist. Danach wird wird der Richschpruch kommen: gehet hin ihr Verfluchten in die ewige Verdammnis! - Dieser Zeitpunkt ist nicht mehr weit. Wohl dem, der mit Freude diesem Tag entgegensehen darf!

g hat gesagt…

„Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.“
Ralph Waldo Emerson

Grandloser hat gesagt…

Sie haben die gleichen Rechte? Und wie war das mit der Gleichstellung der Ehe? Wird natürlich von den Fundis hier wissentlich übersehen.

Anonym hat gesagt…

"Anti-Homophobie" !?? Auch die CDU soll jetzt dahinterstehen! Bedeutet
das, wenn das sogar geseztlich
feststehen sollte, daß auch ein
langj. (40 J.) Mitglied, das sich
immer noch als Christ bekennt, dann
nicht mehr sich auf die eindeutigen
Stellen = göttliche Weisungen, wie sie in der Hl. Schrift für uns auf-
geschrieben sind, nicht einmal mehr
zitieren oder sich darauf berufen
darf ?! Oder soll die Hl. Schrift
ins Antiquariat verschoben werden?
So würde doch noch makabrerweise
erfüllt, was Hitler laut geschrieen
hat: "Das Christentum muß mitStumpf
Stiel ausgerottet werden!" Und das
unter Mithilfe einer einst geachte-
ten christlichen Volkspartei!

Gino hat gesagt…

"So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn."
Adolf Hitler

Kerkermeister hat gesagt…

endlich muß ich Ihnen ´mal zustimmen: "Da Homosexuelle ohnehin dieselben Rechte genießen, wie alle anderen Bürger auch, ist ein größerer Schutz für sie nichts anderes als eine Diskriminierung anderer Gruppen und eine Verletzung des Grundsatzes „Gleiches Recht für alle“." - RICHTIG so, Sie sind auf dem richtigen Weg! Gleichberechtigung muß sein, Adoptionsrecht auch für Homosexuelle, ebenso wie Ehegattensplitting etc. M v. G., Du hast so recht!!!

Old Geezer hat gesagt…

Aus Irrationalität heraus geborene Haß-Verbrechen gegen Minderheiten (Migranten, Homosexuelle, Religiöse Splittergruppen, usw.)
müssen explizit verfolgt werden, weil isch andernefalls die Täter durch eingebildete, stillschweigende oder tatsächliche Zustimmung ihres Umfeldes ermutigt fühlen könnten, so weiterzumachen.

Homophobie ist kein Straftatbestand - soll uauch keiner werden, aber es darf nicht als strafminderende Ausrede für Übergriffe gelten und dagegen muß mit Aufklärung angegangen werden; ebenso wie bei allen anderen soziologischen Verwirrungen, die wahrscheinlich zu Straftaten führen.

Old Geezer hat gesagt…

@Christoph Rebener:
Welche Eigenschaft gibt es nicht?
Homophobie?
Lesen Sie mal hier einige Kommentare zum Thema Homoehe;
bei vielen herrscht ganz offenbar die irrationale Angst vor, durch deren Gleichstellung würde ihnen irgendetwas weggenommen, auch wenn sie dieses 'etwas' nicht genau benennen können.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Ich finde die Einführung des Penis in den Anus eines Mannes ekelhaft"

...dann praktizieren Sie es doch einfach nicht...

"Bin ich nun schon deshalb homophob"

Nein, nur hetero und verklemmt;
zur Homophobie gehört noch eine subjektives Gefühl der Bedrohung.

"fürchterlichen Polizeidiktatur?"

Welche jetzt?
Sehen Sie, NUN sind sie homophob (und zudem paranoid), zumindest wenn Sie meinen, einer Verschörung der Homos hat diese 'Polizeidiktatur' errichtet, um Sie damit zu unterdrücken.

"Gedanken-, Gefühls- und Gesinnungskontrolle"

Die Sie worin verorten?
Sie DÜRFEN Homosexullle ja weiterhin Ih, bäa finden, aber nicht danach handeln.
Sie dürfen Ihren Nachbar ja auch für einen Arsch halten, aber ihm eben nicht die Mülltonne anstecken;
das ist kleine, aber feine Unterschied.