Donnerstag, 3. Mai 2012

Protestaktion gegen Bravo.de

Lieber Leser, liebe Leserin von "Kultur und Medien Online",
die Phantasie von BRAVO, der meistgelesenen Jugendzeitschrift in Deutschland, scheint grenzenlos zu sein, wenn es darum geht, unsere Kinder zu sexualisieren.
Auch im Internet, womit die Kinder jeden Tag viele Stunden verbringen, unternimmt BRAVO einen Angriff auf ihre Moral und stürzt sie in eine virtuelle Welt von Erotik:
·              BRAVO zeigt in der Rubrik „Dr. Sommer Loveschool“ reihenweise Fotos mit jungen Menschen beim Geschlechtsverkehr, begleitet von Texten, die sich hier nicht wiedergeben lassen.
·              Die gesamte Internetseite ist bespickt mit Fotos und Artikeln, die den Kindern und Jugendlichen eine ultra-liberale Sicht von Sexualität vermitteln.
·              Dazu gibt es haufenweise Texte mit Erklärungen und Erläuterungen zu allen möglichen extravaganten Sexualpraktiken.
Die Internetseite von BRAVO ist nichts anderes als ein elektronisches Erotik-Magazin, das sich als Jugendzeitschrift tarnt.
Damit können wir uns auf keinen Fall abfinden.
Deshalb bitte ich Sie, heute noch den unten stehenden Text oder ein Text Ihrer Wahl  an Yvonne Bauer, Leiterin des Heinrich Bauer Verlages (Name seit 2008: „Bauer Media Group“; Verleger von TV-Movie, TV14, TV Hören und Sehen, Fernsehwoche, Alles für die Frau und andere) - BRAVOs Verlag -, abzuschicken.

Frau
Yvonne Bauer
Bauer Media Group
Burchardstraße 11
20077 Hamburg

Telefon:     +49 40 3019-0
Telefax:     +49 40 3019-1043
E-MAIL: info@bauerdigital.de


Sehr geehrte Frau Bauer,

viele Inhalte der Internetseite von BRAVO (Bravo.de), vor allem die Rubrik „Dr. Sommer LoveSchool“, in der reihenweise Fotos mit jungen Menschen beim Geschlechtsverkehr gezeigt werden, sowie praktisch der gesamte Bereich „Dr. Sommer“ sind ein Skandal und ein massiver Angriff auf die Moral der Kinder und der Jugendlichen. BRAVO zeigt in diesen Rubriken scharenweise Menschen beim Geschlechtsakt und bei anderen Intimitäten samt Anleitungen zu extravaganten Sexualpraktiken.
Deshalb: Entfernen Sie sofort diese unmoralischen Inhalte aus der Internetseite und achten Sie bitte darauf, dass in Zukunft keine solchen sexualisierenden Bilder mehr gezeigt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was sind es denn für Bravo Kommentare die hier nicht zitiert werden können, vielleicht weil sie gar nicht so erschütternd sind, sondern den jugendlichen angepasst und Angemessen? Wer sonst kümmert sich denn um diesem Bereich der jungen Menschen wenn Zuhause keiner auf ihre fragen eingeht?
Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden aber diese Aktion wirkt eher verstaubt und prüde ergo sehr rückständig.

Aladin hat gesagt…

Schlagt doch der Bravo vor, Seiten mit diesen Inhalten mit dem Vemerk: "Religiöse könnten durch das Lesen mehr erfahren als sie aussprechen dürfen."
Mal sehen, wer so religiös ist, dass er folgt.
Ich habe wegen der Auklärung zu Sex und Politik den Kirchenbesuch mit Unterweisung als 10jähriger verlassen. Ich stelle mich den Problemen oder weise sie zurück.
Meine Großmutter hatte da die entscheidenden Ansichten ohne Fehl und Tadel. Sie verstand es auch meine Eltern zum Stillhalten zu bewegen. Unnd die waren froh, nicht ran zu müssen. So blieben wir ehrlich voreinander.
Die halbe Wahrheit zu sagen ist auch eine ganze Lüge.
Wir sollten die Jugend schulen, auf das Leben vorbereitet zu sein. Nicht Verbote und Späterrufe sind da das Mittel. Aber eigenes Bilden und Wissen, um Antworten zu geben.

Pauker hat gesagt…

Ich habe mit meiner Tochter eine Abmachung: Bekanntes konnte sie ohne Fragen erkunden. Waren es Themen, die ihr als bedenklich bekannt waren, einfach fragen. Entweder einfaches Ja oder gemeinsam anschauen. (Verlangt Zeit ohne Aufschub von mir.)
Offenheit und gegenseitiges Vertrauen. Da geht man mit Übertretungen ihrerseits genau so um wie mit eigener "Überheblichkeit".
Daher fände ich es gut, mit der Zeitung zu reden, nicht üble Beschimpfungen verbreiten.
Was Sie ablehnen und mit, angeblich, elternlichen Bedenken wegen Sexualisierung belegen, das wird von anderen als normaler Vorgang eingestuft, denn wir als Eltern sind drauf vorbereitet und den Kindern ist es keine Besonderheit.
Ich kann mir vorstellen, wie Ihre Aufklärung verlaufen ist. Versuchen Sie mal, sich zu bessern; oder wenigstens anzunähern. So kann ich nur einschätzen: Wir sprechen zwei Sprachen und bezichtigen uns gegenseitig, den anderen nicht zu verstehen. Wenn Ihre Totalablehnung auf unsere Aufklärung trifft, und das noch vor den Ohren und Augen der Kinder, ist nichts Gutes gemacht. Leider wurde meine Zurücknahme in der Themenwahl bei Gesprächen mit Kinder und Jugendlichen von der Gegenseite schmählich ausgenutzt und überwiegend von beleidigenden Äußerungen begleitet.
Es macht mich auch nicht zufrieden, dass einige Eltern ihre Falschheit später durch Handlungen der Herangewachsenen birrer zu spüren bekamen.
Wer am meisten Hilfe braucht, den erkennt man daran, dass er die meiste Hilfe ablehnt.
Und so werden die Kinder nicht geleitet. Nur verleitet.

ich hat gesagt…

finde ich komisch alle sollen so guckken wie die kirchens. anderes kriegt den stempel von sünde und der verderblichkeit.
wenn wir uns schon nach deren feiertagen nebst ritualen richten müssen sollte mal überlegt werden anders miteinander umzuspringen.
da haltense die kirchen für ihre zwecke zurück, lassen kaum was anderes rein und wollen auch noch die straßen dazu. is wohl n bisschen viel.
sollte dann noch anderes relivolk auf für uns nicht akzeptierbares in die schranken verwiesen werden kommt die keule relifreiheit zum einsatz. solange die relifreiheit nach falschwissen stinkt sollten alle wehrhaft eingreifen. lant zu wenn der statt immer noch penunse rausrückt für deren entgangenen aneignungen von geld und gut.
das stänkern langt schon unter politikern und regionalhirschen zu. da brauchts der kirche nicht,
wenn eure christen so aufgeklärt sind in heiligkeit und herrlichkeit würden sie von selbst auf solche sachen mit nichtachtung und besserem vorbild reagieren. doch siehe gauck und ander biler.
wie könnt ihr euch bei dieser einseitigkeit noch richtig im leben orientiern?

Gino hat gesagt…

"Man kann einen Menschen nicht ein Leben lang beschützen, nicht einmal sich selbst."
Campino (*1962), dt. Sänger (Quelle: Süddt. Zeitung)