Montag, 9. April 2012

Wissenschaftliche Studie: Mutterliebe schützt vor Krankheit


„Psychologie Heute“ berichtet in der Mai-Ausgabe 2012 von einer Studie, die zu einem bemerkenswerten Ergebnis gelangt: Erwachsene, die seitens ihrer Eltern viel Wärme erfahren haben, sind im Alter weniger krank und generell widerstandsfähiger gegen die Wechselfälle des Lebens. Der Fachausdruck für diese Stärke heißt Resilienz.

Die Studie unter der Leitung des Psychologen Gregory Miller (Universität von British Columbia) wollte eigentlich untersuchen, inwieweit Armut die Gesundheit im Alter beeinträchtigt. Im Fokus standen Herz-Kreislauf-Probleme und Stoffwechselerkrankungen. Untersucht wurden das sogenannte metabolische Syndrom, also die abdominelle Fettleibigkeit, die Blutfettwerte, die Insulinresistenz und der Bluthochdruck.

In der Tat wurde festgestellt, dass ärmere Kinder später auch ungesünder sind und öfter an Fettleibigkeit, Diabetes usw. leiden.

Doch überraschenderweise wurde festgestellt, dass Kinder, dessen Eltern – vor allem die Mutter – sich besonders viel um sie gekümmert hatten, nicht von diesen Leiden betroffen sind: „Einen großen Unterschied machte dabei das Verhalten der Mutter. Je sensibler und wärmer die Teilnehmer als Kind behandelt worden waren, umso weniger Gesundheitsprobleme hatten sie später. Bei Teilnehmern mit besonders liebevollen Müttern blieben metabolische Symptome sogar komplett aus“, so „Psychologie Heute“.

Die Forscher vermuten, dass diese Kinder später besser in der Lage sind, mit negativen Emotionen und Stress umzugehen.

Kommentare:

Franz Josef Mandel hat gesagt…

Im Blick auf die z.Zt. kontrovers
geführte Diskussion verschiedener
Politiker über das "Betreuungsgeld"
,ist die intensive Lektüre dieser speziellen Studie sehr zu empfehlen
. Vielleicht wegen der besonderen
Gewichtigkeit sogar zu fordern, -
um überhaupt kompetent mitdisku-
tieren zu können. Diese Konsequenz ergibt sich in Anbetracht auf das
Zustandekommen dieser wissenschaft-
lichen Studie u. im Bezug dazu auf
das aktuelle Thema "Betreuungsgeld"

Anonym hat gesagt…

Um kompetent mitreden zu können sollte sich jeder mit allumfassenden Informationen versehen.
Hier gibt es nur eine Blickrichtung. Und da kann die Fahrtrichtung eine andere als die Blickrichtung sein, also vielleicht auch gegen den Baum.
Es gibt so viel, was sich wissenschaftlich nennt, dass man ihm getrost hinters Blatt schauen sollte.
Nicht jeder, der sich kirchlich nennt ist Christ. Und schon gar ein ernst zu nehmender.