Dienstag, 3. April 2012

Karfreitag in Frankfurt am Main: Piraten-Partei ruft zu Protesten gegen Stille Feiertage auf


Just an Karfreitag will die Piraten-Partei eine Demonstration auf dem Opernplatz gegen die Stillen Feiertage organisieren – eine unverschämte Form der Pietätlosigkeit und der Missachtung der religiösen Gefühle der großen Mehrheit der Frankfurter. Der Aufruf erfolgte am 2. April 2012 unter dem Motto: "Kommet und tanzet zu Hauf".

Schon im vergangenen Jahr gab es Demonstrationen gegen den Tanzverbot an Karfreitag und die weiteren Stillen Feiertage (Allerheiligen, Pfingsten, Volkstrauertag und andere). Am 22. April 2011 wurde die Karfreitagsprozession der kroatischen katholischen Gemeinde auf dem Römerberg massiv durch eine Protestveranstaltung gegen die „Stillen Tage“ - insbesondere durch Lärm, „politisches Tanzen“ und rüpelhaftes Auftreten - gestört. Der Fall sorgte für erhebliche Empörung nicht nur in der Kroatischen Gemeinde, sondern auch bei anderen christlichen Migrantengruppen. Doch auch die nichtchristlichen Migrantengruppen, die ebenfalls sehr gut in der Mainmetropole organisiert sind, waren über diese Unverschämtheit nicht gerade begeistert. Die „Kommunale Ausländervertretung“, in der die Migrantengruppen politisch organisiert sind, wendete sich an den Magistrat der Stadt und forderte Maßnahmen und besonderen Schutz der Karfreitags-Gottesdienste.

Kurz vor Ostern haben die Grünen ihre Forderung nach Abschaffung erneuert. Die Evangelisch-Lutherische Kirche zeigt sich gesprächsbereit, während die katholische Kirche keine Gründe für eine Änderung der Gesetzeslage sieht.

Bildquelle: Rupp.de (Wikipedia)

Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Ich hoffe doch sehr, dass der Erfolg der Piraten endlich bewirkt, dass ein Ruck durch unsere Gesellschaft geht und die etablierten Parteien
wieder unterscheidbar werden. Die Politikverdrossenheit ist das Fundament der Piraten. Hauptsache: dagegen. Die Piraten bieten als einzige Partei an, unberechenbar zu sein. Wahrhaft ein Dorado
für Traumtänzer.
Wenn sie sich so entwickeln wie die Grünen, werden sie sich dennoch früher oder später nahtlos in den linkslastigen Einheitsbrei einfügen.
Mir tun nur die orientierungslosen
Jugendlichen leid, die mangels unterscheidbarer Alternativen und politischer Bildung glauben in den Piraten das Heil gefunden zu haben.
Sie sollten mal nach Schweden schauen.

Old Geezer hat gesagt…

Wieder die übliche Verwirrkung wer hier wem etwas aufdrängt:
ALLEN Bürgern wird das orgeniserte Feier und das Ausrichten sowie die Teilnahme an Veranstaltungen VERBOTEN - völlig egal, welcher Konfession sie angehören und ob überhaupt irgendeine Christ sich daran stört oder es auch nur mitgekommt.
Es wird auch keineswegs gefordert, daß Christen nun an wilden Parties teilnehmen möchten oder sich Messen mit Konkurrenz arrangieren müßten, sondenr lediglich, daß für die an diesme Feiertag nicht interessierten Menschen keine irrationalen Beschränkungen aufgebaut werden.

Auch ist die implizierte Behauptung falsch, die Mehrheit der Frankfurter wären an diesem Feiertag interessiert: auch wenn die Mehrheit nominal einer christlichen Konfession angehört, so wird sich nur ein kleiner Bruchteil zur Messe einfindne, eine größere Anzahl an dem Tag arbeiten, und die überwiegende Masse zuhause vor Ego-Shootern und Online-Games abhängen oder mit ihrer Familie einen Ausflug machen.

Anonym hat gesagt…

Hinter Old Geezer steckt ein verwirrter Mensch. Es wäre eine christliche Aufgabe, diesen Menschen aus dem Dunst der Verwirrung zu helfen.
Er scheint sogar nicht wahrzunehmen, wo er sich befindet...?!

Alexander hat gesagt…

@ Anonym 4. April 2012 12:32
Helft euch erst einmal selbst.
Die Welt dreht sich. Einer versteht es, der andere wird dadurch verdreht.
Die Zeit wird es richten.
Der Dunst und die Verdrehung ist euer. Es wird auch immer schwerer für Gestrige, die hauptsächlich das Tote suchen.
Schau, das Grüne und die Blüten werden und vor davor behüten.
Schöne Ostern. Angemesssen und bekömmlich.

Alex hat gesagt…

Die Piraten sind unsere Kinder und wie die Jugend nun einmal ist und wie sie immer schon war: sie rebelliert, sucht ihren Platz im Leben.

Nun können die Alten grummelnd beiseite treten oder sich an der Lebenslust der Jugend erfreuen.

Jesus ist auferstanden. Das ein Grund zur Freunde und nicht einer um sich, wieder einmal, über die Jugend zu beklagen. Wir sollten unter sie mischen, das Gespräch mit ihnen suchen, statt sie anzuschwärzen. Freude kann nie pietätlos sein. Schon gar nicht zu Ostern.