Mittwoch, 11. April 2012

Fernsehkonsum von Kindern geht nach Jahren des Anstiegs zurück


Rückläufige Entwicklung beim Fernsehkonsum in Deutschland: Nachdem die tägliche Sehdauer in den vergangenen Jahren stetig anstieg, geht sie 2012 zum Teil wieder deutlich zurück. Durchschnittlich vier Stunden und zwei Minuten pro Tag verbrachten die Deutschen im ersten Quartal des Jahres vor dem Fernseher. Das sind sechs Minuten weniger als in den ersten drei Monaten 2011, wie eine media control Sonderauswertung zeigt.

Große Unterschiede offenbart ein Blick auf das Fernsehverhalten der Kinder. Drei- bis fünfjährige Mädchen schalten täglich 25 Minuten weniger ein und landen bei 1 Stunde und 17 Minuten. Sie erreichen damit das Sehniveau der gleichaltrigen Jungen (1 Stunde und 18 Minuten), bei denen das Minus nur vier Minuten beträgt.

Während 10- bis 13-Jährige insgesamt acht Minuten weniger rein zappen, greifen Sechs- bis Neunjährige wieder verstärkt zur Fernbedienung (plus neun Minuten). Insgesamt verfolgen Kinder zwischen drei und 13 Jahren rund 1 Stunde und 35 Minuten das tägliche TV-Programm (minus drei Minuten).

In der Altersgruppe 14 bis 19 Jahre sinkt die Sehdauer ebenfalls erheblich um 14 Minuten auf aktuell 1 Stunde und 46 Minuten. Aber auch Zuschauer ab 65 Jahren, die stets am längsten fern sehen, verzeichnen ein Minus von sechs Minuten und landen bei 5 Stunden und 36 Minuten.

Presseerklärung von media control

Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Schöne Beobachtung. Doch wo ist Auswertung dazu?
Bei früheren Statistiken zum Konsum der Röhre war wenigstens eine giftige Bemerkung zu vernehmen.

Anonym hat gesagt…

Mein Sohn - 18 -schaut seit Jahren nicht mehr fern, er ist dem PC-Spiel (Krieg) verfallen. Meine Tochter - 16 - schaut seit Jahren nicht mehr fern, statt dessen lädt sie videos ab.
Beide hören nie Radio. Das ist keine günstige Entwicklung.