Montag, 20. Februar 2012

Pro-Familia fordert rezeptfreie “Pille Danach”

Der Bundesverband von Pro Familia kritisiert die Ablehnung des Berufsverbandes der Frauenärzte, die sog. „Pille Danach“ rezeptfrei abzugeben. Der Berufsverband der Frauenärzte hatte sich Mitte Januar dagegen ausgesprochen (Kultur und Medien berichtete).

Pro-Familia, eine Organisation, die sich seit Jahrzehnten gegen das Lebensrecht der Ungeborenen einsetzt, will nun die Abtreibung noch mehr erleichtern und fordert eben die rezeptfreie Abgabe der „Pille Danach“. Das Bundesgesundheitsministerium soll „endlich die Empfehlung für die längst überfällige Rezeptfreiheit“ vorlegen, so Pro Familia.

Pro Familia behauptet, die „Pille danach“ sei ein Verhütungsmittel, doch das ist nicht so.

Bei der „Pille danach“ handelt es sich um ein hoch dosiertes Hormonpräparat, das die Nidation verhindert, also die Einnistung des bereits befruchteten Eies in die Gebärmutter - somit handelt es sich um die Vernichtung eines Embryos, der kleinsten Erscheinungsform des Menschen. Die "Pille danach" wirkt folglich im Falle einer Empfängnis als Frühabtreibungsmittel.

Über die tatsächliche Wirkungsweise der „Pille danach“ herrscht Aufklärungsbedarf. Die Darstellung des Präparats als reines Verhütungsmittel ist grundlegend falsch. Als Gestagenpräparat verhindere sie entweder – je nach Zyklustag – einen Eisprung (= verhütende Wirkung) oder aber eine Einnistung des bereits empfangenen Kindes (= frühabtreibende Wirkung). Mit der Einnahme der „Pille danach“ werde also unweigerlich die Tötung eines ungeborenen Menschen in Kauf genommen.

Kurz: Die Rezeptfreiheit würde die Abtreibung des Ungeborenen erleichtern, sein Lebensrecht wäre in Deutschland noch gefährdeter, als es ohnehin schon ist.

Kommentare:

Kerkermeister hat gesagt…

Mal wieder zweigt der Autor dieser Seite sein absolutes Nichtwissen. Die "Pille danach" ist nicht eine Form der Abtreibung, sondern nur der Vorsorge, daß sich sich eben nicht die Gene vereinigen. Dies muß noch nicht einmal geschehen sein! Keine Frau wird die "Pille danach" aus Jux und Dollerei einnehmen, da sie körperliche Probleme verursachen kann. Die "Pille danach" ist für den Fall bestimmt, daß etwa das Kondom reißt.

Fassenacht hat gesagt…

Sollte nicht auch das Lebensrecht der Rechtevorschreiber zumindest eingeengt werden?
Besser wäre für sie ne Insel weit weg.
Mal sehen, wann sie denn an Einwohnern überläuft. Oder sich selbst auslöscht.

Kerkermeister hat gesagt…

gute Idee, Fassenacht! Da treffen wir uns dann! "SIE" schreibt man in der Anrede im Deutschen oder deutschen immer noch groß! Viele Grüße!

Kerkermeister hat gesagt…

hups, Fassenacht... falsch verstanden! Sorry!

Fassenacht hat gesagt…

Ist schon gut, Doch wenn schon Insel, dann nicht mit Anhängern des Himmels. Das wäre zu viel des Guten. Und schade um den schönen Sand und die sonnige Aussicht.

LilKittie hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
LilKittie hat gesagt…

Ich habe zufällig diesen Artikel gefunden und möchte nur mitteilen, dass ich unglaublich froh bin, dass man die Pille danach (in Wien heißt die Vikela - http://www.vikela.info/ ) rezeptfrei zu verkaufen ist. Unfälle wie gerissene Kondome passieren oft und es ist schön, dass man so ein Mittel um den eigenen Körper zu kontrolieren hat.