Donnerstag, 9. Februar 2012

Berlin: Schulreformen des rot-roten Senats sind "pädagogische Katastrophe"


(Christliches Forum / Felizitas Küble) Wie der Berliner „Tagesspiegel“ vom 8.2.2012 berichtet, bahnt sich in Berlin nach den roten Schulreformen eine – so wörtlich - „pädagogische Katastrophe“ an, wie betroffene Rektoren berichten.

Die Tageszeitung aus der Hauptstadt schreibt eingangs hierzu: „Bei rund 1000 Siebtklässlern ist schon jetzt absehbar, dass sie das Gymnasium nicht schaffen werden. Und trotzdem müssen sie dort erst mal bleiben.“

Stellt sich freilich die Frage, warum derart viele Kinder aufgenommen wurden, obwohl sie (offen)sichtlich überfordert sind. Auch das hat seine weniger guten Gründe, wie der „Tagesspiegel“ berichtet:

„Dass die Schulen so viele ungeeignete Kinder aufnehmen müssen, ist dem Schulgesetz geschuldet: Solange ein Gymnasium freie Plätze hat, darf es keine Kinder abweisen. Zudem kommen auch über das Losverfahren viele ungeeignete Kinder in die Gymnasien. Die Schulleiter können nur versuchen, die Eltern über Beratungsgespräche davon zu überzeugen, es lieber an einer Sekundarschule zu versuchen. Viele Eltern seien aber „beratungsresistent“, berichten die Direktoren. Sie machten nicht einmal von der Möglichkeit Gebrauch, über das Bildungspaket Nachhilfestunden zu finanzieren.“

Der Hintergrund: Die SPD wollte wieder eine ihrer Lieblingsideen durchsetzen, möglichst viele Kinder ins Gymnasium zu hieven, ob sie es dann „packen“ oder nicht.

Vom „Losverfahren“ bis zur einjährigen „Probezeit“ ist den roten Reformern allerlei eingefallen, womit sich die Schulen jetzt abplagen dürfen. Der „Tagesspiegel“ schreibt hierzu:

„Der ehemalige Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hatte das Losverfahren eingeführt und auch die Verlängerung der Probezeit von einem halben auf ein volles Jahr, um möglichst vielen Kindern den Weg zum Gymnasium zu ebnen.“

Da hilft nur eines, nämlich das altbewährte Prinzip: Qualität vor Quantität!

Kommentare:

Pauker hat gesagt…

Doch die Eltern, die nach ihrer Meinung alles zum Wohl des Kindes bestimmen, drängen im Zwifel mit Androhung von Gericht, die Durchsetzung des Gymnasiumeintritts ihres Sprösslings durch.
Wir können nicht nur lesen, viele, die diese Seite besuchen können auch denken und schlussfolgern.
Was meint ihr wohl, was die hier als Katastrophe ansehen?
Kinder sind auch in Gefahr, wenn sie nicht in euer Schema passen, durch Eltern in solches gedrängt werden und durch Unzufriedenheit damit vom rechten Weg, dem gesellschaftlich rechten Weg abkommen.
Und ich weiß, wovon ich schreibe. Schaut mal selbst in die Zeit der Wahl einer Schulform nach der Grundschule.
Dann seht ihr die Unholde der kindlichen Erziehung.
Setzt euch für einen vernünftigen Kanon bei der Gestaltung von Ausfallstunden ein.
Doch das ist selbst euch zu viel und die Vorschläge nicht im Sinne des Unterrichts. (Selbst erlebt)
Solange jeder Deutschartige meint, sein Unterrichtskonzept und kein anderes, vielleicht noch, dass Erziehung nur an den heimischen Herd gehört, Streit über Methoden gehören zur Bildungsfreiheit, solange können wir das Optimale und Gute für die Kinder vergessen.
Und Beten - hat hier noch keiner Sache geholfen.
Die dafür täglich etwas tun lassen sich auch sehr gut als schlechtes Beispiel denunzieren. Die Worte sind ihren sehr ähnlich.
Nur noch ein paar Monate, da darf ich solche Diskussionen mit meinem ganzen Namen ausfechten.
Bis dahin ist mir das Wort zum Artigsein abgerungen worden.
Das ist Meinungsfreiheit und Vernunft für die einen. Sucht euch selbst was aus.

DEWo hat gesagt…

Noch immer gehen weite Kreise in der SPD und bei den Grünen davon aus, dass die Gemeinschaftsschule“ (vorher „Gesamtschule“ genannt) die Chancenungleichheit in der Bildungsszene ausgleichen und sogar beheben könnte. Man braucht aber nur zur Kenntnis zu nehmen, wie die einzelnen Bundesländer im internationalen Vergleich abschneiden:

Wo Rot oder Rot-Grün in unserer Republik lange genug regiert haben oder regieren, ist die Bildungsqualität deutlich schlechter als in all jenen Bundesländern, die von den „Schwarzen“ verwaltet wurden und/oder werden: Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen: deutlich spitze! Hessen hat sich in den letzten Jahren um mehrere Plätze nach vorne geschoben - seit 12 Jahren „schwarz“ regiert … Bremen und jetzt auch Berlin dagegen besetzen die letzten Plätze!

Diese Sprache ist deutlich genug: Auch im Vergleich der Abschlussleistungen der Jahrgangsstufen 10 schneidet die „Integrierte Gesamtschule“ (das „ideale“ System aus Sicht von SPD und Grünen) deutlich am schlechtesten ab: Die Ergebnisse hinken um ein Jahr hinter den Realschulabschlüssen her und bis zu zwei Jahre hinter denen der „Mittleren Reife“ an Gymnasien!

Die Chancenungleichheit in der Bildung hat ihren Keim in der Familie, in die ein Kind hineingeboren wird – weniger wegen des finanziellen Hintergrundes, sondern wegen der Bereitschaft und Fähigkeit der Erziehenden, die Förderung eines Erdenbürgers aktiv zu betreiben. Hier müsste man ansetzen auszugleichen, denn hier ist die Geburtsstätte der Ungleichheiten!

Das Betreuen von Kleinstkindern in Tagesstätten hat qualitativ auch seine Grenzen, denn oft trifft man da nur auf eine Art „Aufbewahrung“, ohne dass individuelle Förderung geleistet wird. Alles, was nicht vor dem Zeitpunkt der Einschulung an einem neuen Erdenbürger entwickelt wird, ist verlorene Zeit – oft sechs Jahre lang und länger, denn in den meisten Kindergärten setzt sich das fort. Man braucht es sich nur vor Ort anzuschauen!
Und dann wird das Schulsystem mit solchen vorprogrammierten Versäumnissen konfrontiert und belastet und auch noch als allein verantwortlich für Bildungsmissstände beschimpft!

Schon seit vielen Jahrzehnten ist in Fachkreisen bekannt weil spürbar geworden, dass die SPD solche untauglichen „Gleichmacherei-Versuche“ im Bereich der Schulentwicklung aus rein ideologischen Motiven betreibt, zum Schaden der Bildungsqualität der ganzen Nation!

Als ehemaliger Klassenlehrer habe ich mitbekommen, wie Kinder auf die Gymnasien (mittelgroße Stadt in Hessen) geschickt wurden, obwohl die abgebende Grundschule dies auf keinen Fall befürwortete. So setzte im Verlauf der Jahrgangsstufen 5 und 6 ein Schülerschwund ein, der bis zu einem Drittel einer Klasse umfassen konnte. Die betroffenen Kinder waren zwar in der Klassengemeinschaft akzeptiert, konnten jedoch in etlichen Fächern die verlangten Leistungen nicht annähernd erbringen und mussten umgeschult werden. Bei der Verabschiedung gab es oft Tränen …
Schlimm ist, dass ein betroffenes Kind meist lange an einer solchen Enttäuschung zu tragen hat, die man ihm hätte leicht ersparen können, wenn die Eltern den Rat der Schulen befolgt hätten!

Und nun wird in Berlin ein solcher Missstand geradezu vorgeschrieben! Man führt Eltern in eine Versuchungs-Szenerie, deren Folgen sie dann oft genug mit ihren Kindern alleine ausbaden müssen! Das ist zutiefst verantwortungslos!

Eine solche Einstellung erwächst nachweislich aus einem tief verwurzelten Bildungsneid, der bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückgeht und gerade in sozialdemokratischen Kreisen zu Hause ist. In der Weimarer Republik hat dies (unbewusst) zur immensen Ausweitung des Judenhasses geführt, denn diese waren deutlich besser gebildet als die meisten ihrer deutschen Mitbürger.

Aus dem Bildungsneid ist letztlich jene zutiefst kontraproduktive Ideologie des Vorschreibens von „Chancengleichheit“ erwachsen, mit all den bekannten Nachteilen für ein ehemals weltweit führendes Bildungssystem!

andre vollbrecht hat gesagt…

Hochachtung DEWO, DANKE für den glasklaren Kommentar, in diesem Land wurde NICHT aus der Vergangenheit gelernt (NUR Zwangstrauern können die oberen 10000 grandios!)!
P.S. Nie wieder Sozialismus!

http://www.freiewelt.net/blog-3991/w%E4re-adolf-hitler-heute-bei-occupy%3F.html

P.P.S. Gott schütze alle Kinder des Universums!

Pauker hat gesagt…

"Aus dem Bildungsneid ist letztlich jene zutiefst kontraproduktive Ideologie des Vorschreibens von „Chancengleichheit“ erwachsen, mit all den bekannten Nachteilen für ein ehemals weltweit führendes Bildungssystem!"
Die Begriff Chancengleichheit und ehemals weltweit führendes Bildungssystem bedürfen einer näheren Erklärung. So nehme ich Ihnen das nicht ab.
Ursache und Wirkung sind hier gefragt, nicht Farbklexe zum Vorteil der eigenen Farbe,
Bildungssystem, einheitlich für alle, ist etwas, was ich hier nicht sehen kann.
Versuchsfeld von Träumerchen für arglos zu Täuschende mit einem Drang zur Perfektion, die nur statistisch befriedigt.
Machen Sie mal in dem Laden mit und versuchen Sie Mensch zu bleiben. Entweder gefeuert oder befördert. Ich dachte das ein Herr Reiche wäre die Spitze der Sinnlosigkeit ist, doch im Bündel sind solche Vorkommnisse der Tod allen Sinnvollens.
Es gibt Beispiele, dass sich Schüler/innen selbständig um ihre weitere Bildung und Lehre bemühten. Die Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt haben. Und den Schneid hatten, sich mit Erfolg durchzusetzen.
Was denkt ihr, wer ihnen beistand?
Nicht bestimmen, was man meint zu denken. Sondern das Miteinander gestalten.
Nicht in Farben denken. Sondern in Fakten.
Genießt das Leben und lasst es andere genießen. Am besten, ihr macht es gemeinsam.

andre vollbrecht hat gesagt…

"Genießt das Leben und lasst es andere genießen. Am besten, ihr macht es gemeinsam."
Irgend etwas ist faul im Phantom-Staate EUdSSR; hat jemand im BRDDR- Staatsfernsehen folgende optischen, akustischen und laufenden Bilder zu sehen bekommen ?!:

http://www.youtube.com/watch?v=JRVnOR27pK8&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=0_EdsS30jq0&feature=youtu.be

P.S. Ich denke mal AUCH Berlin´s "pink lady POBEREIT" wird alsbald Probleme bekommen, wie derzeit ein "CD"U-Loveparadler" aus Duisburg; denn wie wurde mir als Kind geweissagt: Wer nicht hören kann, muß fühlen! WANN wollen WIR Lebenskonsequenzen ziehen?
P.P.S. Gott schütze die Millionen Menschen Europa´s vor ihren derzeitigen Führungskadern!

Anonym hat gesagt…

Wer hören kann, sollte das Fühlen nicht vergessen.
So wird was Richtiges draus.
Der Mensch lebt sein Leben im Leben der anderen, diese in seinem. Wenn das Verhältnis und die Wege versperrt sind, klappt es nicht.
Da ist dann der Ruf der einen nach Gottes Hilfe abwegig.
Hier geht es um Schule. Wenn diese mehr vom Individuellen geprägt wird und dadurch die Gemeinschaft verlässt, ist was falsch.
Wie der ganze Artikel dazu.
Dieser Schreiberling hatte wohl das Wort kostenlos und umsonst verwechselt.
Die kausale Kette fängt vorn an. Mit einzelnen Gliedern seine zu formen ist nicht nur unrichtig sondern anrüchig.
Also eine wahre Katastrophe.
Freiheiten geben ist schön. Doch Freiheiten zurücknehmen - plötzlich und unbequem - erzeugt einen falschen Volkszorn.
Nur einige können breit Grinsen: Denen das wegen angesetzten Specks nicht stört.
Wer selbst fühlt und andere nur fühlen lässt, bringt die Katastrophe.
Was nutzt es einem selbst, wenn man weiß, wie man ein Problem löst, doch Zeit und Ort heute und hier ist, diese Lösung aber von gestern und morgen, da und dort ist?
Dein Fühlen und Wissen werde groß und sei für alle fruchtbar.

Gino hat gesagt…

"Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht." Heinrich Nordhoff