Montag, 23. Januar 2012

"Programmauftrag Desinformation?" - Eine Videoreportage über die öffentlich-rechtliche Hetze gegen Lebensrechtler


Nachdem die Nazis die öffentlichen Medienanstalten für ihre ideologischen Ziele komplett instrumentalisiert haben, wollte man in der Bundesrepublik Deutschland dem „öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ große Autonomie geben, damit er frei von politischem Druck neutral und objektiv das Volk informieren konnte. Daß das ein hehrer Wunsch blieb, weiß man natürlich seit langem. Dennoch muss man mit den Ohren schlackern, wenn man sich vor Augen führt, was sich der „Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)“ mit der „Kontraste-Sendung“ „Comeback der Abtreibungsgegner – Wie Frauen in Not drangsaliert werden“ vom 14. April 2011 geleistet hat. Lebensrechtler sind manches an Anfeindungen gewohnt, doch die Hetze, die Verächtlichmachung, die Verschmähung, die Desinformation und die Anhäufung von Lügen, die in der Kontraste-Sendung vorkamen, traf man in dieser Häufung und Aggressivität bis dahin nur in linksextremen Postillen. Die „fundamentalistischen und radikalen“ Abtreibungsgegner mit ihrem bizarren Auftreten werden als wahre Feinde der Frauen und als Gefahr für das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben dargestellt.

Durchaus mit Wirkung: Der Münchner Verein „Lebenszentrum – Helfer für Gottes Kostbare Kinder Deutschland e.V.“, der im Zentrum der RBB-Hetze stand, verlor Mitte Mai 2011, also etwa ein Monat nach der Ausstrahlung, die Erlaubnis, Gehsteig-Beratungen vor Abtreibungsambulanzen durchzuführen, obwohl aus dem Bescheid der Stadt München hervorgeht, daß keine einzige Beschwerde der angesprochenen Frauen jemals dem Amt vorgelegen hat. Die Meinungsmacher in Potsdam jubilierten: „Nach langer Untätigkeit will die Stadt München diese Vorgänge unterbinden - allerdings erst, nachdem KONTRASTE die Behörden aufschreckte.“ Momentan führt der Verein ein Prozess gegen das Verbot der Behörde.

Es ist der „Drei Linden Filmproduktion“ in Berlin zu danken, daß sie akribisch und detailliert die Lügen, die Manipulation und die vielen Tricks des RBB Schritt für Schritt in der 45 minutigen DVD-Dokumentation „Programmauftrag Desinformation?“ aufdeckt. Gleich zu Anfang wird berichtet: „Die Abtreibungsgegner gehen aggressiv gegen schwangere Frauen und gegen Ärzte vor“. Dieser Satz kann mit keiner einzigen Aufnahme und auch nicht mit keiner einzigen Stellungnahme einer Frau dokumentiert werden. Kein Wort verliert der Autor der Reportage, Tom Fugmann, über die wahrhaftig aggressiven und antidemokratischen Handlungen Linksradikaler bei Lebensrechtsdemonstrationen, obwohl Fugmann nachweislich Zeuge solcher Randalen war.

In langen Vorgesprächen hatten die Autoren der Reportage den Mitarbeiter des lebenszentrums versichert, sie würden redlich berichten. Die Münchner konnten ihnen ausführlich die Methoden und die Vorgehensweisen der Gehsteigberatung erläutern. Doch diese wurden ignoriert, nichts davon kam in die Sendung. Stattdessen wurde frei gedichtet: Die Beraterinnen würden nur auf Schockieren aus sein, die schwangeren Frauen als Mörderinnen beschimpfen und sie so lange drangsalieren, bis sie heulen würden. In einem Interview wurde Maria Grundberger, eine der Münchner Gehsteigberaterinnen, 35 bis 40 Minuten lang gelöchert und versucht, aus ihr anhand von Ablenkung und Irreführung etwas Verfängliches herauszulocken. In der Sendung wurde die wenigen Sekunden gezeigt, in denen sie durch eine Denkpause verunsichert schien.

Daß die Abtreibung Menschen tötet und Frauen mit erheblichen psychischen Belastungen (Post Abortion Syndrom) hinterlässt, daß Abtreibung in Deutschland nach wie vor rechtswidrig (wenngleich Straffrei) ist, daß Lebensrechtler friedlich in der Ausübung ihres Demonstrationsrechts und ihrer Meinungsfreiheit gegen die Abtreibung protestieren . . . all das wurde in der Kontraste-Sendung verschwiegen.

Der Film ist daher jedem zu empfehlen, der erfahren will, wie öffentlich-rechtliche-Anstalten Personengruppen zu verfemen versuchen, die nicht in deren ideologischen Kragen passen.

„Programmauftrag Desinformation?“ Eine Filmdokumentation von Fritz Poppenberg. Drei Linden Filmproduktion, 45 Minuten 2011. 18,95 Euro.

Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Euer Bericht über diese Sendung soll objektiver als diese über euch?
Wenn ich mich im Spiegel so beschaue und andere über mich reden höre, kann ich mir ein Urteil bilden oder mir das beste raussuchen.
Wißt ihr überhaupt was Hetze ist?
In einigen Aussagen hat die Sendung über euch untertrieben.
Obhektiv scheint für euch nur die Zustimmung ohne Widerspruch für euch zu sein.
Komisch ist nur das Fehlen eines eurer Lieblingsbegriffe:
Lebensrechtler.
Wie sollte man euch gesittetet mitteilen, daß man eure Gehsteigberatung ablehnt, weil man sich vorweg informiert hat, seinen Weg kennt und dazu Ruhe haben will? Eigentlich hilft gegen diese Art Aufdringlichkeit nur sanfte Gewalt.
Doch euch für eure Anmaßung noch Wasser auf die Mühlen geben, euch zu Märtyrer machen?
Das könnte euch noch fehlen.
Die Untersagung dieser Art ist schon gut. Sonst bekommt man noch Verhältnisse wie bei den Fußballspielen.

Anonym hat gesagt…

Das Medium der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender liegt doch schon immer in den Händen von Atheisten - warum soll ich mir die Sendung anschauen, geschweige denn kaufen, um eine Bestätigung dafür zu suchen?

Es ist doch eine Tatsache, dass sogenannte "christliche" Politiker selbstgemachte Totgräber der christlichen Familienwerte, da der christlichen Familie selbst sind.

Außerdem ist doch schon lange bewiesen, dass die Saat der gottlosen Berichterstattung bereits schon lange vor dieser Sendung aufgegangen ist.

Christoph Rebner hat gesagt…

danke für den Bericht.

Gino hat gesagt…

"Wenn es in einem Unternehmen 50 Christen gibt, weiß das keiner; wenn es aber 2 Kommunisten gibt, weiß das jeder." Unbekannt

Anonym hat gesagt…

ich habe die Doku gesehen und war extrem überrascht über die hinterhältige Vorgehensweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Natürlich wusste ich, dass getrickst wird, aber diese infame Art und Weise des Journalsimus des RBB in diesem Fall hatte ich nicht erwartet.
Zum Schluss werden die Zuschauer sogar noch aufgefordert, dem Sender ihre Meinung abzugeben, eine Meinung, die vorher nach allen Regeln der Kunst, mit Täuschung, Lüge und Hetze, beeinflusst wurde. Abscheulich! Und dafür werde ich gezwungen zu zahlen!!