Mittwoch, 25. Januar 2012

CDU/CSU fordern stärkeren Schutz Jugendlicher vor sexuellen Übergriffen von Lehrern

Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom 25.1.2012

In der Öffentlichkeit wird derzeit verstärkt über ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz diskutiert. Das OLG hatte darin einen Lehrer, der ein sexuelles Verhältnis zu einer 14-jährigen Schülerin seiner Schule unterhalten hatte, vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen (§ 174 StGB) freigesprochen.

Dazu erklären die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Andrea Voßhoff und der zuständige Berichterstatter Ansgar Heveling:

„Das Urteil muss rechtspolitische Konsequenzen haben. Die rechtskräftige Entscheidung des OLG Koblenz mag formal korrekt sein. Sie widerspricht aber jeglichem Rechtsgefühl.

Wir halten eine Klarstellung im StGB für notwendig, die sicherstellt, dass Lehrer zumindest mit Schülern ihrer Schule nicht mehr straflos sexuelle Kontakte unterhalten können. Wir werden uns dafür einsetzen, diese Klarstellung bereits im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Gesetz zur Stärkung der Opferrechte im Strafprozess (StORMG) vorzunehmen. Das StORMG ist eine der Konsequenzen aus den massenhaften Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, die sich in der Vergangenheit in kirchlichen und weltlichen Einrichtungen zugetragen haben. Unser Änderungswunsch passt deshalb nahtlos zu diesem Thema.

Durch § 174 StGB sollen Jugendliche in Abhängigkeitsverhältnissen davor geschützt werden, dass Lehrer, Ausbilder, Erzieher oder vergleichbare Personen, ihre Stellung ausnutzen, um sexuelle Kontakte zu ihnen aufzunehmen. Hierzu müssen die Jugendlichen diesen Personen zur Erziehung anvertraut sein.

Das OLG hat ein solches Obhutsverhältnis deshalb verneint, weil der Lehrer die Klasse der Schülerin nicht regulär, sondern nur im Vertretungsunterricht betreute. Damit seien keine „weitergehenden Erziehungs- und Betreuungsziele“ verbunden gewesen. Die Annahme eines Obhutsverhältnisses sei nur gerechtfertigt, wenn die Schülerin dem Lehrer ausdrücklich zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut sei.

Diese Unterscheidung darf keinen Bestand haben. Sie offenbart eine bedenkliche Strafbarkeitslücke. Eltern müssen sicher sein können, dass Lehrer der Schule, in die sie ihre Kinder schicken, sich nicht an diesen vergreifen. Auch die Kinder müssen vor solchen Übergriffen konsequent geschützt werden. Für die Lehrer an einer Schule müssen die Kinder dieser Schule tabu sein.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und die sexuellen Übergriffe Daheim mit Verschleierung der lieben Verwandten wegen?
Und da sind alle angesprochen.
Hier wird das Wesentliche der Sache verzerrt.
Um selbst besser wegzukommen?
Lewinski ist Allerorten. Jeder im Vordergrund stehende hat eine dunkle Seite. Die wird dann von vielen nach ihrem gutdünken ausgemalt. So entsteht dann die "öffentliche Meinung". Fernab aller Realität.
Und Aufklärung zu hause von verschämten Eltern, die selbst nichts vernünftiges erfahren haben. Was träumt ihr?
Nachtigal, ich ...

Pauker hat gesagt…

Die Damen un Herren dieser Vereinigung sollten mal ein wenig weiter schaun.
In Stuttgart wollte ich einem Mädchen, 1. Klasse, das hingefallen war, die auch blutete, aufhelfen, trösten und nach den Wunden schauen. Doch ich kam nicht weit, denn als es eine weibliche Klatschbasengruppe enlich mitbekommen hatte, wurde ich übelst beschimpft und kam dank meiner Größe und Schnelligkeit ohne Schläge davon.
Wie diese "Damen" dann mit dem Kind umgesprungen sind, das ist für einen täglich mit Kindern Umgang Habenden beleidigend und verletzend anzusehen.
Wenn das christliches Herangehen und gut für die Kinder sein soll, dann kann ich nur von ihren hier gemachten Versprechungen (Kinder in Gefahr) abraten.
Das soll uns der Zusammenschluss von West und Ost bringen?
Eine herbeieilende Lehrerin hat mich dann über die dortigen Gepflogenheiten und die Ladys aufgeklärt, während eine andere helfen "durfte".
Deutschland, einig Vaterland.
An ihren Taten sollt (könnt) ihr sie erkennen.
So lernt man nicht aus.
Was hat man solchen Geschöpfen beigebracht?
Alter Onkel - sexuelles Ferkel?
Achtung, Vertrauen - in wen und wann
Da haben wir noch viel zu tun.