Freitag, 9. Dezember 2011

Verwaltungsgericht Freiburg bestätigt Verbot von Gehsteigberatung vor der Beratungsstelle von Pro Familia

Freiburg hat dem Verein „Lebenszentrum - Helfer für Gottes Kostbare Kinder Deutschland e. V." unter Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 250 Euro verboten, vor der Beratungsstelle von Pro Familia Informationen über das Leben der Ungeborenen zu verteilen. Der Münchner Verein hatte gegen eine Gerichtsentscheidung vom 4. März 2011 geklagt, doch das Verwaltungsgericht hat nun das Verbot bestätigt. Broschüren, Bilder oder Gegenstände dürfen im Umkreis von 70 Metern Frauen, die höchstwahrscheinlich Betroffene sind, nicht gezeigt oder überreicht werden.

Das Verwaltungsgericht Freiburg hat betont, Gegenstand der Untersagung sei in sachlich-inhaltlicher Hinsicht das Verbot, Personen auf eine Schwangerschaftskonfliktsituation anzusprechen oder ihnen unaufgefordert Broschüren, Bilder oder Gegenstände zu diesem Thema zu zeigen oder zu überreichen.

Der bloße Aufenthalt in der Humboldtstraße, wo sich die Beratungsstelle von Pro-Familia befindet, und allgemein gehaltene Formen der Meinungsäußerung wie Mahnwachen, Gebetsvigilien, Hochhalten von Transparenten und Spruchbändern wurden nicht verboten.

Das Verwaltungsgericht hält das Ansprechen auf eine Schwangerschaftskonfliktsituation in unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nähe zu einer Beratungsstelle mit dem erforderlichen Grad an Wahrscheinlichkeit zu einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts der betroffenen Frauen.

Das generelle Ansprechen zu diesem Thema wurde vom Gericht nicht verboten, sondern nur in einem räumlich eng umgrenzten, etwa 70 m langen Bereich.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es besteht die Möglichkeit zur Berufung innerhalb eines Monats.

(Aktenzeichen: VG Freiburg 4 K 1112/11)

Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Es ist ein Problem unserer Gesellschaft.Die Allermeisten sind satt und ihnen ist egal was passiert.
Die, bloß nicht ich, werden es schon richten.
Die Mainstreammeinung macht am wenigsten Probleme.
Weil das gemeine Volk dumm gehalten wird, können die Regierenden machen, was sie wollen.
Die wenigen, die nachdenken und aufbegehren werden mundtot gemacht.
Ich meine nicht wilde Haufen von "Dagegen Psychopathen."
Im vorliegenden Fall geht es um ein Werben für das Leben. In einer Gesellschaft, wo sich jeder selbst lebt und älter wird,ist es geradezu schizophren, diejenigen zu opfern, die die alternde Gesellschaft dringend braucht.
Wenn kein Wunder geschieht: eine zum Untergang führende Strategie.
Auch die Moslems, die in unserer Gesellschaft "angekommen sind" entwickeln langsam aber sicher die gleiche Strukturen.
Der Ruck, der durch unsere Gesellschaft gehen sollte hat so nie statt gefunden.

Old Geezer hat gesagt…

Naja, verständlich, schließlich ist diese sogenannte "Gehsteigberatung" praktisch nichts anderes als eine unagemeldete Demo / Blockade mit Nötigung von Leuten, die andere Sorgen haben.

Ist ja nicht so, das die Traumtänzer mit ihren Märchen vom LaLaLand eine praktische Beratung anbieten können...
...denn wenn, dann könnten sie auch eine private Beratungsstelle unterhalten, wo ihnen die Betroffenen die Türen einrennen.

Der Chorleiter hat gesagt…

Müßten sie mal probieren: Beratungsstelle ohne Schein und ohne staatliche Unterstützung.
Mal sehen, was rauskommt.