Mittwoch, 26. Oktober 2011

US-Kinderärzteakademie: TV schadet Kindern


Nach zehn Jahren Recherchen ist die “American Academy of Pediatrics“ in der Lage, eine solide Studie über die Wirkung des Fernsehens auf Kindern von 0 bis 2 Jahren zu präsentieren: Fernsehkonsum ist sicherlich nicht gut, wahrscheinlich schlecht, so die Studie, die am 18. Oktober 2011 veröffentlicht wurde.

Fernsehen, egal ob als Unterhaltung oder für pädagogische Zwecke benutzt, hat viele potentiell negative Wirkungen und keine positive. Diese Ergebnisse unterstreichen die Empfehlung, die die Akademie im 1999 gab, den Fernsehkonsum von Kleinkindern möglichst einzugrenzen.

Seitdem ist aufgrund des Internets, DVDs und andere der Konsum visueller Medien durch einjährige Kinder auf eine bis zwei Stunden täglich gestiegen. Aus diesem Grund versucht die Werbeindustrie die Altersgruppe der 0 bis zweijährigen immer mehr über diese Medien zu erreichen.

Der Konsum visueller Medien führt zu spürbaren Defiziten in der Sprachentwicklung. Obwohl die Kinder ja permanent Dialoge beispielsweise in Serien hören, führt das nicht zu einer Entfaltung der Sprache, sondern ganz im Gegenteil, zu einer Verkümmerung, da sich Sprache vor allem im Gespräch ausbildet.

Auch wirkt sich die Ablenkung vom Spielen negativ auf die Kinder aus. Spielen fördert die Phantasie und die Kreativität. Das Glotzen ist stattdessen eine rein passive Tätigkeit.

Quelle:

http://www.wired.com/wiredscience/2011/10/infant-tv-guidelines/

Kommentare:

Slayer hat gesagt…

"[...] Seitdem ist aufgrund des Internets, DVDs und andere der Konsum visueller Medien durch einjährige Kindern auf eine bis zwei Stunden täglich gestiegen. [...]"

Ich habe da so meine Zweifel das Internet betreffend. Welches 0- bis 2-jährige Kind soll in der Lage sein im Internet zu surfen?

Ulli hat gesagt…

zu viel Fernsehkonsum und Surven im Internet macht abhängig, das gilt für Kinder wie für Erwachsene.

In manchen Familien dürfen die Kinder überhaupt kein Fernsehen schauen - es geht auch. Nur, das sind solche Familien, in denen die Eltern selbst kein Fernseh schauen.

Ich merke auch, dass wir abends
den Fernseher prakisch brauchen. Schöner wäre es natürlich, Besuch zu bekommen oder jemanden zu besuchen, gemütlich dazusitzen und sich zu unterhalten.

Am Computer sitze ich auch gerne, da geht es aber hauptsächlich um solche Themen wie hier.

Ich möchte meinen Kinder nicht grundsätzlich den Umgang mit dem Computer oder dem Fernseher verbieten - aber zu viel ist einfach zu viel.

Am besten ist es sowieso, wenn die Kinder draußen gemeinsam spielen.
Kinder brauchen Kinder, dann verlangen sie auch nicht nach dem
Fernseher.

Man muß den Kindern Alternativen anbieten, ab und zu, ist halt schwer

Anonym hat gesagt…

ich war kürzlich bei einer Familie zu besuch, ein kinderloses Ehepaar in gehobener leitender Stellung. Am Nachmittag gab die Geselligkeit den Ton an, ab 20:15 plötzlich das TV, fast zwanghaft machte man es sich vor dem TV "gemütlich" und was wurde geglotzt:::: Assi TV, sinnentleerte , wahllose Handlungen in gefakten familys, Zoff, Streit, dann rüberzappen zu einer Tussi-Träller-sendung.
Der Abend fing mit Niveau an und endete in der intellektuellen Gosse. tiefstes Niveau zu schlecht werden.
Ich war echt entsetzt.
Ich bin froh, so gut wie nie zu haus TV zu gucken.

Ulli hat gesagt…

Hallo Anonymus,

wenn wir Besuch bekommen oder zu Besuch irgendwo hingehen, bleibt prinzipiell der Fernseher aus.

(Ausnahme: Fußball-EM oder WM)

Was ist den ASSI-TV? ich habe
erst ASSISI-TV gelesen. Dieses
Assisi-Treffen fängt doch auch an.

Nun habe ich schon wochenlang oder monatelang Kritiken darüber gelesen und kanns eigentlich immer noch nicht verstehen, warum es keine gute Idee sein soll, wenn sich Menschen verschiedener Glaubensrichtungen treffen.

Ich denke immer, wenn gemeinsam gebetet wird, wird nicht gegeneinander gekämpft.

Eigentlich bin ich schockiert,
wenn ich im Internet lese, wieviel
Uneinigkeit es auch innerhalb der kath. Kirche gibt.

Ich bin eben eher ein ökomenischer Mensch und glaube, JESUS wird sich freuen, wenn Menschen gemeinsam beten. Vielleicht wäre er noch glücklicher, wenn alle katholisch würden, kann ja sein - aber man muß ja nicht gleich einen Sack mit 7 Zipfeln haben.

Alexander hat gesagt…

Und Atheisten?
Sind die auch, nach Ansicht der Kirchen oder gar Religionen, Kinder Gottes?
Unterschied im Gleichsein ist die Lösung.
Übrigens: Gift schadet dem Menschen. Doch ist es in Medikamenten mit Wirksamkeit enthalten.
Das stellt die Äußerungen zu TV in einem anderen Licht dar.