Dienstag, 27. September 2011

UN-Bericht fordert vollständige Freigabe der Abtreibung weltweit


Ein Bericht des UN-Menschenrechtsrates (A/66/254: Right of everyone to the enjoyment of the highest attainable standard of physical and mental health) fordert ungehinderten Zugang zu Abtreibungen und eine komplette Abschaffung jeglicher legaler Restriktionen. Dies sei notwendig um das Recht auf Gesundheit und Selbstbestimmung der Frau zu gewährleisten. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übergab das Papier der Generalversammlung ohne ein Wort des Protestes oder der Ablehnung zu äußern.

In erstaunlicher Offenheit fordert der Berichterstatter, Anand Grover (Indien), sämtliche Hindernisse zu Abtreibungen zu beenden, denn solche wären eine Verletzung des sog. „Rechts der Frau auf Gesundheit“. Abgesehen davon, dass ein solches Recht nicht existiert – maximal kann es ein Recht auf medizinische Leistungen geben – wird das „Recht auf Leben“ des ungeborenen Kindes völlig ignoriert. Kann das Recht auf Leben eines Menschen durch das angebliche „Recht auf Gesundheit“ eines anderen aufgehoben werden?

Selbst wenn man sich auf die Existenz eines „Rechts auf Gesundheit“ einlässt“, ist nicht einsichtig, wieso eine Frau freien Zugang zu einer Abtreibung besitzen soll, um ihre Gesundheit nicht in Gefahr zu bringen. Eigentlich sollte der Berichterstatter Anand Grover fordern, sämtliche Hindernisse zu einer medizinisch hochwertigen Geburt zu beseitigen, damit die Mütter risikolos, hygienisch und sorglos ihr Kind bekommen können.

Der Bericht nennt zunächst das „Recht auf Gesundheit“ als Argument für den ungehinderten Zugang zu Abtreibungen. Weil dies offensichtlich aufgrund der obigen Gründe zu schwach ist, führt der Bericht später das „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ an. Nur ein völlig freier Zugang zu Abtreibungen gewährleiste die Selbstbestimmung. Das ist natürlich Unfug, denn in wie vielen Ländern werden Frauen dem gezwungen, schwanger zu werden? Fast überall auf der Welt kann die Frau schlichtweg auf Geschlechtsverkehr verzichten und somit eine Schwangerschaft verhindern. Diese evidente Tatsache wird aber generell ignoriert, obwohl sich die Selbstbestimmung einer Person gerade hier ausdrückt.

Über das „Selbstbestimmungsrecht“ des ungeborenen Kindes schweigt natürlich der Bericht.

Über den Umweg sogenannter Gesundheitsrechte die Liberalisierung der Abtreibung zu fordern, ist keine völlig neue Masche der Vereinten Nationen und mancher ihrer Organe. Seit der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo im Jahr 1994 versucht die Abtreibungs-Lobby die Abtreibung als Teil der sog. „Sexual- und Reproduktionsrechte“ zu definieren. Die Begründung ist: Ist die Abtreibung verboten oder wird der Zugang zu ihr erschwert, wird die Gesundheit der Frau in Gefahr gebracht, denn sie muss gegebenenfalls illegale, heimliche, unsichere, Abtreibungen vornehmen lassen.

Diesen Weg, um die Abtreibung zu liberalisieren, wird vor allem in Afrika versucht – glücklicherweise kaum mit Erfolg. Im Maputo Protokoll von 2003 wird ausdrücklich die Legalisierung der Abtreibung in den afrikanischen Staaten gefordert.

Der neue Bericht des UN-Menschenrechtsrates ist nun ein neuer Versuch, dieser Strategie neue Dynamik zu geben. Es ist notwendig, dass sich die Lebensrechtler weltweit für ihr Scheitern einsetzen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Der neue Bericht des UN-Menschenrechtsrates ist nun ein neuer Versuch, dieser Strategie neue Dynamik zu geben. Es ist notwendig, dass sich die Lebensrechtler weltweit für ihr Scheitern einsetzen."
Stimmt. Die Zahl der Hinrichtungen, Kriegstoten und Mordopfern wird dadurch unnatürlich verkleinert.
Lieber geordnete Menschenplanung als umtriebiges Gegenpredigen mit heimlichen und unqualifizierten Vollzug zum eigenen Vorteil und Versteck. Oh, ihr Kleingläubigen.

Anonym hat gesagt…

Hey, Vorrednerschmierfink. Warum bist Du eigentlich nicht übertrieben worden? Würdest Du das befürwortet haben? Bist Du über Deine Existenz auch so sauer?
Was ihr Typen für n Stuss rauslasst ist einfach nur unbrschreiblich daemlich .

Anonym hat gesagt…

Ist fein. Kenn ich. Nur Bejubeln dann nix Begründung. Bei Ablehnung eurer Meinung lfd. Meter Begründung liefern.
Schau mal tiefer: Die Methode nicht unter Strafe stellen, die Menschen dazu befähigen weitgehend ohne auszukommen. So wirdn Schuh draus.
Ich bin mit meinem Leben zufrieden.
Und ihre nette Wortmeldung lässt auf ihren Charakter nicht gut schließen.
Wie schrieb mal einer: Verbotismus.
Macht mal den Anfang machen: Ehe für Zusammenleben, keine laxe Scheidung, Kinder nach Naturmaß, der Nachbar ist auch ein Mensch, Religion ist nicht Politik.
Doch hier ist abzusehen, in welcher Richtung christliches Leben steuert: Für die Allgemeinheit nicht ertragbar.
Oh, ihr Kleingläubigen.

Anonym hat gesagt…

Es ist von kaum zu ertragender Absurdität, "Gesundheit" zu definieren als ein "Grundrecht auf Abtreibung", mit kostenloser, umfassendem, nicht-nachfragendem Recht auf Kindstötung, wann immer und wo immer eine Frau diesem Gedanken verfallen könnte.
Die Schwangerschaft ist ein natürlicher Vorgang im Rahmen der Gesundheit, während Abtreibung ein unnatürlicher (und häufig auch gefährlicher) Eingriff dain ist.
De WHO" vergendert" mehr und mehr. Sie scheint für ihre eigentlichen Aufgaben unbrauchbar geworden zu sein.

Anonym hat gesagt…

Die Fragen sind:
- wie lebe ich mein Leben, warum und mit wem,
- wie ist das Verhalten der Beschlechter zueinander und miteinander
- wie ordne ich mein sexuelles Leben und gehe damit um
Alles andere ist Pillepalle was sie uns andrehen wollen.
Natürlich ist etwas besonderes weil allgemein.
Kommen sie nicht mit ihrem Tötungswahn.
Wer vernünftig und natürlich lebt, wird mit der Gefährdung anderer und auch sich umgehen können.
Schlimmer sind die dran, die hinterher sagen: Das habe ich nicht gewollt. Und sich nicht helfen lassen wollen oder können.
Abtreibung ist eine Methode wie das Verabreichen von Gift: Die Dosis machts.
Das ist im Leben so. Wer es verdrängen will vertuscht etwas.

Anonym hat gesagt…

UN ist das Tier aus dem Abgrund und wer es nicht glauben will der lese die Offenbarung des Apostel Johannes

Anonym hat gesagt…

Dürfen Frauen auch etwas dazu sagen?

Anonym hat gesagt…

Warum sollten Frauen dazu nichts sagen dürfen?
Immerhin tragen sie das Kind ja aus.

Anne hat gesagt…

Würden das Männer machen, hätten wir die Abtreibung schon.

Anonym hat gesagt…

@ Anne:
Unwahrscheinlich.
Männer scheinen hier im Schnitt verantwortumgsbewußter und nicht so von kurzfristigem Egoismus geleitet zu sein, wie Frauen.
Traurig, aber wahr.

Anne hat gesagt…

Typisch Mann.
Und dann noch meist Menschen, die das Eheleben scheuen wie der Teufel das Weihwasser.
Schau dir mal den Hickhack bei Feststellung der Vaterschaft an:
Als, es könnte sein ....
Ich war es nicht.
Ich mach das nicht.
Männer sind kurzsichtiger und in Familiendingen egoistischer als Frauen.

MANN hat gesagt…

@Anne,
Danke Anne für Deinen Kommentar.
Auch Frauen habe ihre Fehler.
Dennoch sieht diese Pro-Abtreibungs-Kampagne immer mehr so aus, als wolle eine ganz bestimmte Sorte von Männern mit dem "Recht auf Abtreibung" einen Persil-Schein für "SEX OHNE VERANTWORTUNG" erhalten.
Die Risiken für die Frau dürfen nicht Thematisiert werden. Die gelten als religiös Motiviert. Oh diese "Großgläubigen".
Mit herzlichen Grüßen,
ein
MANN

Anne hat gesagt…

Dann helft mit, damit damit was Vertretbares auf beiden vier Seiten rauskommt.
So ist es nix.

Pauker hat gesagt…

"Es ist von kaum zu ertragender Absurdität, "Gesundheit" zu definieren als ein "Grundrecht auf Abtreibung", mit kostenloser, umfassendem, nicht-nachfragendem Recht auf Kindstötung, wann immer und wo immer eine Frau diesem Gedanken verfallen könnte."
Versuchen Sie mal, erst definieren, dann kommentieren.
Etwas als Gegeben voraussetzen und dann weiter spintisieren ist eine beliebte Art bei Schülern, unangenehmen Sachen aus dem Weg zu gehen.
Man kann bei vernünftiger Lebensweise ohne Abtreibung auskommen, zu 99 %. Doch sollten unsere Gesetzgeber und -hüter zum genauen Umgang mit der Möglichkeit Abtreibung eine Aussage treffen und bei neuen Erkenntnissen auch neue Entscheidungen treffen können. Ihre ist gefallen: Verbot. Das ist keine allgemein anzuerkennende Entscheidung. Sie entspricht auch nicht den Gegebenheiten.
Für eine Lösung nach bestem Wissen und Gewissen ist die christliche Seite kaum bis nie zu begegeistern. Wenn Wissen bekannt ist sollte es nicht durch Glauben ersetzt werden, doch Gewissen ist auch nicht in vollem Umfang von Wissen gesteuert.
Eine Entscheidung sollte alle 3 Fakten berücksichtigen. Ich kann selbst entscheiden, ob ich es mag, will, brauche oder ablehne. Für Andere kann meine Meinung nicht in Betracht kommen. Diesen sollte die Möglichkeit der eigenen Entscheidung gegeben werden. Was ich nicht nutzen kann sollte ich den Anderen nicht verbauen; schon gar nicht durch Glauben.
Männer sind so, wie Anne feststellt. Doch es wächst eine neue Generation Wiblichkeit heran. Die meint, Nachholebedarf zu haben. Damit könntet ihr euch mal beschäftigen, den falsch abbiegen, es nicht zur Kenntnis nehmen und stur weitergehen führt nicht zum Wahren. ...

wir fordern mehr Würde im Umgang mit verstorbenen Kindern hat gesagt…

Meine Gedanken zu dem Thema gehen in eine ganz andere Richtung. Wir wfordern generell einen würdigeren Umgang mit Kindern, welche während ihrer Schwangerschaft, Geburt und kurz danach starben. Dzt. werden nur Bruchteile einem Begräbnis zugeführt, weil den Angehörigen verwehrt bzw die Info vorentahletn wird, was Sie machen müssen, damit Angehörige ihr während der gemeinsam erlebten Schwangerschaft, geburt und kurz danach verstorbenes Kind einem Begräbnis zuführen können, unabhängig ob das Kind in Verbindung mit einem medizinischen Eingriff den Mutterleib verlassen hat oder nicht. Bei Interesse an unserer Arbeit lesen Sie http://offene-briefe.sonnenstrahl.org/ und vergessen Sie sich auf die Rechtssprechung: "schweigen heißt zustimmen."

Der Chorleiter hat gesagt…

Gerade im Fernsehen einen interessanen Beitrag über PID und Abtreibung gesehen.
Ihr seid mit eurem Wollen meilenweit von der Gegenwart entfernt.
Männer (und auch Frauen), die der Ehe und dem normalen Familienleben ihre Absage erteilt haben (Wo steht das in der Bibel) sollten sich bei Worten zu diesen Problemen zurückhalten, Forderungen nicht aufstellen.
Für alle ist es wichtig, die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sinnvoll einzusetzen. Auch ein freiwilliger Verzicht ist eine gute Option.

Anonym hat gesagt…

ihr geistes kranken katoliken