Montag, 25. April 2011

Psychologie Heute: Sexualisierung der Kinder gefährdet gesunde Identitätsfindung

In der Maiausgabe des Jahres 2011 geht die Zeitschrift „Psychologie Heute“ auf das Problem der zunehmend frühen Sexualisierung der Kinder ein. Kinder würden heutzutage mit einer sexualisierten Gesellschaft und in den Medien mit sexuellen Inhalten konfrontiert, was nicht folgenlos für die Entwicklung der Heranwachsenden bliebe. Diese Inhalte, die heutzutage so gut wie in allen Medien präsent sind, überfordern die Kinder, da sie unvorbereitet auf diese zustoßen. Aber nicht nur das. Kinder beginnen sehr früh, Rollenmuster, die sie in den Medien sehen, für sich zu übernehmen, um auf diese Weise ihren sozialen Status zu erhöhen: „Kinder erfahren, daß physische Schönheit – mit den richtigen Produkten erreicht, sie nicht nur sexy, sondern auch zu einer erfolgreichen Person macht.“ Zunehmend würden Kinder anstreben, sexuell anziehend auszusehen, aber gleichzeitig Sexualität völlig losgelöst von Beziehungen, in denen Gefühle und Liebe eine Rolle spielen, wahrnehmen.

Durch eine frühe Sexualisierung kompensieren manche Kinder die geringe Zuwendung, die sie erhalten. Über die sexuelle Attraktivität versuchen sie dann ihre Identität zu finden bzw. zu bestätigen. Stellen sie fest, daß sie auf andere dadurch anziehend wirken, steigert das ihr Selbstwertgefühl. Allerdings kann das später zu einer ungesunden Haltung in Bezug auf ihren Körper, auf Beziehungen und auf Sexualität führen. Dieses Problem kann auch pathologische Züge erhalten und zu sexuellen Mißbrauch, Pädophilie oder Prostitution führen.

Besitzen Kinder starke Bindungen zu zuverlässigen Bezugspersonen, sei die Gefahr einer Sexualisierung viel geringer.

Kommentare:

Yoshimo hat gesagt…

"Zunehmend würden Kinder anstreben, sexuell anziehend auszusehen, aber gleichzeitig Sexualität völlig losgelöst von Beziehungen, in denen Gefühle und Liebe eine Rolle spielen, wahrnehmen."

-> Alles andere wäre auch widernatürlich. Denn zunächst kommen konkrete Dinge wie Fressen, Saufen sowie Ficken, welche die natürlichen Triebe der Menschen befriedigen, und erst dann werden abstrakte Dinge wie die (individuelle) Moral berücksichtigt - oder auch nicht.

Alexander hat gesagt…

Soweit zum Begriff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualisierung

Politisierung und Glaubenswahn helfen auch nicht bei der Identitätsfindung.
Wer nicht weiß, wie er sich entwickelt hat und entwickeln wollte, wird schwerlich andere auf ihrem Weg helfend begleiten können.

Gino hat gesagt…

"Erster und einziger Grundsatz der Sexualethik: der Ankläger hat immer Unrecht."
Theodor W. Adorno

A. Vollbrecht hat gesagt…

"Ja, ich liebe alle Menschen!"
Erich Mielke

Gino hat gesagt…

Das gab es schon vorher:
"So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn."
Adolf Hitler

A. Vollbrecht hat gesagt…

...genau, vorher gibt es immer ein vorher ; aber ist es nicht erstaunlich, daß nur ALLE, die sich von Gott abgewendet haben, sich ZUERST zu GEISTIGEN Vergewaltigungen hinreißen lassen ?!
P.S. Gott schütze Ihre Zitatensammlung,
aber ZUERST unsere Kinder !!

Chorleiter hat gesagt…

Er wird, wie ich, dem eigenen Schutz mehr vertrauen als fremden.
Wer sich zu seiner eigenen Sicht der Dinge bekennt, durchringt und sie vetritt, sollte und wird mit und ohne Gott keine geistigen Verrenkungen machen. Wer es halbherzig und nur nach außen hin angeht, wird über seine Ansichten stolpern.
Wie meine Vorvorderen sagten: Überlege genau, sage Ja oder Nein und stehe dazu; gilt es was zu verbessern, tue es gleich. Verlasse dich nicht auf andere ohne Sinn und Gebot für ihre Hilfe.
Das Leben sei uns leicht.

ich hat gesagt…

Das soll man glauben?
"aber ist es nicht erstaunlich, daß nur ALLE, die sich von Gott abgewendet haben, sich ZUERST zu GEISTIGEN Vergewaltigungen hinreißen lassen ?"
man sollte nicht wollen mit können verwechseln - ebenso nicht soll und ist
die welt zeigt es anders und die zeit hat ea an den tag gebracht
gottesglaube schützt vor menschenverachtung nicht - beten nicht vor irreleitung
Macht richtig Was für euch persönlich nichts taugt kann für andere ein gewinn sein
drum prüfe ehe du wegschmeißt

Anonym hat gesagt…

Wer es ehrlich mit Gott und seinen Mitmenschen meint, verändert seine Sprache und seine Ausdrucksform in eine mit Liebe beseelte. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!

Anonym hat gesagt…

Leute leute,
was hat denn bitte MORAL mit GOTT zu tun?
Nur weil Menschen aus der Bibel zitieren können und nach deren Moralvorstellung leben, heißt das doch noch lange nicht dass man nur mit Gottesglauben "moralisch korrekt" handelt (Merke für alle Theologen unter uns: Eine Folge ist nicht gleich einer Äquivalenz <-- sry soll nicht herablassend sein ist mir nur schon öfters in Diskussionen aufgefallen).
Vielmehr ist doch wichtig, wie kann man Kindern und Jugendlichen in der heutigen medialisierten und sexualierten Zeit noch den gesunden Umgang mit er eigenen Sexualität aufzeigen kann. (Und damit ist auch nicht kein SEX vor der Ehe gemeint das ist auch nicht normal, ebenso wie das Zölibat,man sieht ja an so manchen Priestern was da passieren kann. <-- Dieser Umgang ist definitiv überholt)
Eben das Frauen und Männer gleichermaßen nicht auf Sexobjekte reduziert werden wie es die Medien manchmal vermitteln, sondern das dahinter auch ein kompletter Mensch mit Gefühlen, Ansichten und Wertevorstellungen steht. Auch wenn Sex ein Grundbedürfniss ist(JA und auch von pietistisch angehauchten Christen, wer dies nicht hat bei dem sind wohl manche Synapsen seltsam verdrahtet) so ist dies nicht das einzige!!!
Wichtig ist hier die allgemeine Vielfalt der Bedürfnisse eines Menschen nach Liebe, Gebörgenheit, Zärtlichkeit, etc. zu beachten. Diese Grundbedürfnisse und ein Verständniss zu deren kann gleichwohl muss aber nicht aus einer Glaubensvorstellung heraus begründet sein. Vielmehr ist ein rein vom Glauben abglöstes Grundverständniss zu sozialem Verhalten und Soziologie bzw. Identitätsfindung notwendig. Also als Fazit: Die Glaubensgemeinde kann dafür ein guter Ort sein muss aber nicht. Und es ist nicht alles was nicht Glaubt gleich schlecht und vom Teufel besessen. Diese mittelalterliche Vorstellung ist weit überholt. Und an alle die das heute noch finden: Wir flechten auch niemand mehr aufs Rad!!!