Mittwoch, 16. Februar 2011

EU-Parlament: Sperren kinderpornographischer Seiten letzte Instanz

Der Innenausschuß des Europa-Parlaments setzt sich nicht mehr für ein unbedingtes Sperren kinderpornographischer Seiten ein. Stattdessen soll versucht werden, solche an der Quelle zu löschen. Sollte das nicht möglich sein – etwa weil sie aufgrund des Standortes nicht zugänglich sind – soll gesperrt werden. Darauf haben sich EU-Parlamentarier in einer „Verhandlungsposition“ geeinigt.

Die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten setzt sich für Sperren ein. Nicht so die Bundesrepublik Deutschland, erstaunlich angesichts der Tatsache, daß die Große Koalition (2005-2009) ein entsprechendes Gesetz eingeführt wurde, der allerdings bis heute nicht zur Anwendung kam.

Kommentare:

protector fidei hat gesagt…

erstaunlich angesichts der Tatsache, daß die Große Koalition (2005-2009) ein entsprechendes Gesetz eingeführt wurde, der allerdings bis heute nicht zur Anwendung kam.

Weniger erstaunlich ist, dass das Gesetz, wie schon andere Vorlagen von Regierungen mit christsozialer Beteiligung, nicht mit dem Grundgesez in Einklang zu bringen war. Schade, dass Sie auf diesen interessanten Zusammenhang nicht hingewiesen haben.

Warum wollen eigentlich so viele aus dem konservativen Lager das symptomorientierte Sperren statt des problemlösenden Löschens? Ist das nur thumbe Technikunkenntnis oder steckt der geheime Wunsch nach einem Kontrollinstrument für missliebige Webseiten dahinter? Libyen, China, Iran - wir kommen.

Anonym hat gesagt…

Ich glaub ich darf wohl anmerken, das das Sperren solcher seiten allenfals Kosten verursacht und Polizisten mit Arbeit Konfrontiert. Die meisten Server, die bis jezt gesperrt wurden sind Honeypotts von der amerikanischen Regierung ( Also wird deren arbeit blockiert). Außerdem befindet sich sowas meist in einem Sog. Darknet, wo man nie die wahre Adresse der Server vorgesetzt bekommt