Samstag, 9. Oktober 2010

Europarat stimmt für Gewissensfreiheit und Lebensschutz

Europarat in Straßburg stimmt erstaunlich eindeutig für Gewissensfreiheit und Lebensschutz

Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben(CDL), begrüßt das erfreulich klare Votum gegen ein allgemeines Recht auf Abtreibung, künstliche Befruchtung und Sterbehilfe in der gestern erfolgten Abstimmung über den McCafferty-Bericht: “Basis der grundsätzlichen Entscheidung des Europarates war der von der britischen Sozialistin Christine McCafferty vorgelegte Abschlußbericht, in dem die Gewissensfreiheit für Ärzte und medizinisches Personal drastisch eingeschränkt werden sollte. Die Abtreibungs-Lobby hatte intensiv für diesen Bericht mobil gemacht, Lebensrechtsorganisationen europaweit, wie u.a. die auch CDL, hingegen vor der Beschlußfassung dringend gewarnt.

Nach zahlreichen Änderungsanträgen, die die Zustimmung der Mehrheit fanden, wurde schließlich nach lebhafter Debatte ein völlig andere Neuausrichtung des Berichtes verabschiedet.

McCafferty ihrerseits nannte daraufhin das erfolgte Votum eine “Schande” für den Europarat, es stehe im Widerspruch zu den Rechten von Frauen. Sie bedauerte, daß ihr Bericht in sein Gegenteil verkehrt worden sei. Sie hatte darin u.a. gefordert, Abtreibungen und Euthanasie müssen verpflichtend seitens der medizinischen Dienstleiter angeboten werden, wenn sie in einem Land erlaubt sind. Dagegen haben die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern das Recht von Ärzten bekräftigt, jederzeit aus Gewissensgründen bestimmte Behandlungen abzulehnen. Auch zukünftig soll kein Arzt oder Krankenhaus, das z.B. eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnt, dafür zur Verantwortung gezogen werden, heißt es in der Entschließung, die die parlamentarische Versammlung am Donnerstag in Straßburg verabschiedete.

Dieses Ergebnis ist ein Sieg für die Gewissensfreiheit und den Lebensschutz in Europa und ein starkes Zeichen, dass es sich lohnt , wenn wir uns wirklich für den Schutz der menschlichen Würde in jeder Lebensphase einsetzen .”
Die CDL ist die Lebensrechtsinitiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreichen Bundestagsabgeordneten, Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern.

Christdemokraten für das Leben e.V.
- Bundesgeschäftsstelle -
Schlesienstr. 20
48167 Münster

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Damit habt ihr euer wahres Gesicht gezeigt:
"Dieses Ergebnis ist ein Sieg für die Gewissensfreiheit und den Lebensschutz in Europa und ein starkes Zeichen, dass es sich lohnt, wenn wir uns wirklich für den Schutz der menschlichen Würde in jeder Lebensphase einsetzen.”

Frei von gewissen, schutz vor möglicher hilfe, glaube vor verstand. Nur in eurem sinne.

Igittigitt.

Es ist gut, dass man als mensch noch möglichkeiten hat, sein handeln nach seinem menschlichem gutdünken, seinem wissen und seinem verstand zu organisieren.

Dank eurer und eurer befürworter hilfe, ist ein gebilde beschlossen worden, was frei von menschlich ist.
Lessing schrieb die ringparabel vor etzlichen jahren, doch den sinn wollt ihr bis heute nicht verstehen. Schade.

Frank Pulsner hat gesagt…

... aber die Staaten können und dürfen nicht alle Möglichkeiten unterstützen!

"frei von menschlich" wäre der Beschluss nach unkorrigierter Vorlage gewesen.

Und Lessing wird wohl verstanden - aber Lessing träumt! Es wäre zwar schön, wenn ... ! Aber unter Ausschluss der Wahrheit gibt es keine Einheit!

Anonym hat gesagt…

Danke für diesen beweis des verstehens: (??!!)
"Und Lessing wird wohl verstanden - aber Lessing träumt! Es wäre zwar schön, wenn ..."
Ich sagte nichts über die beschlussvorlage, doch das ergebnis ist, aus eigener anschauung seiner handhabung bei uns und heute, nur für eine seite verständlich.
Welches gewissen wird einem arzt zugestanden? Wo beginnt das verständnis der rechtsanwälte und ihrer klientel?
Mit diesem beschluss gibt es keine rechtssicherheit.
Und wahrheit?
Wer kein umgang mit dem leben auf breiter basis zulässt, wer bisher falsch das neue, das mögliche, das existierende einordnet und bewertet, seine eigen grenzen zu den allgemeinen deklariert, der sollte sich nicht breitbeinig vor die front stellen und befehle bellen.
Hier wird auch nicht um unterstützung von geredet sondern von lösung des.
Und das ist nicht sauber erfolgt.
Verfolgen wir(?), äh ich, es weiter, denn das letzte wort sollte nicht gesprochen sein.

J.Allaert hat gesagt…

Guten Tag,
eine Frage an "Anonym": Haben Sie auch einen Namen?
Gruß,
J.Allaert

Anonym hat gesagt…

Bisher war die nennung des namens immer mit verunglimpfung verbunden. Da ging es nicht um die themen sondern um die person.
Geben sie sich mit den themen zufrieden. Da gibt es genügend zu beleuchten, noch mehr für und wider.

Übrigens: Die letzte frage nach meinen namen brachte mir nach nennung dessen 28 monate rechtsstreit und 16 monate kampf zum beitreiben der mir zustehenden, verauslagten kosten.
Daher bin ich von der notwendigkeit der nennung nicht überzeugt.
Meine freunde kennen ihn, meine unangenehmen zeitgenossen mögen ihn nicht. Wozu ich sie rechnen soll, weiß ich nicht.
Es tut mir leid, in dieser zeit so zu agieren.

Anonym hat gesagt…

In Anbetracht der Umstände und des allgemeinen geistigen Klimas im Europarat eine relativ erfreuliche Nachricht.
Anmerkung zu Anonym: Recht verstandener Lebensschutz sollte unbedingt auch die Förderung der Palliativmedizin, konkrete Hilfen für schwangere Frauen in Not, usw. umfassen.

Chorleiter hat gesagt…

Nach meiner Rückkehr aus dem Ausland solchen Schwachfug zu lesen, zeigt mir deutlich, wieder in Deutschland zu sein.
Es ist schön, andere Landesmenschen zu diesen Themen gehört zu haben.
Wer mag da wohl in Euro-Grenien diskutiert, vorgeschlagen und abgestimmt zu haben?
Ich habe aber Hoffnung, klügere Beschlüsse nach gegenseitiger Achtung der Meinungen (so möglich, mitbeteiligt und anerkannt) und verbesserter Gewissenslage lesen zu können.
Den Feierern des Sieges:
Es gibt mehr andere Meinungen als die eigene. Welche mehr zutrifft und was gut ist für die Mehrheit, das ist nicht von der Menge der Aussagen abzulesen.
(Beispiel: Blitzableiter)
Ich habe Vertrauen zum Leben, denn das hat sich bisher wunderbar durchzusetzen gewußt. Es sucht sich auch die wahren Behüter seiner selbst aus.
Und welches Durcheinander die Kirchen anstellen können: Das wird uns das Weihnachtfest mit all seinen Streitereien deutlich machen.
Daher:
"Es ist gut, dass man als mensch noch möglichkeiten hat, sein handeln nach seinem menschlichem gutdünken, seinem wissen und seinem verstand zu organisieren."
Und davon mache ich jetzt erst einmal Gebrauch.

Protector Fidei hat gesagt…

"Europarat ... stimmt ... für Gewissensfreiheit"

"...das Recht von Ärzten bekräftigt, jederzeit aus Gewissensgründen..."


Es geht also wieder einmal um die "gewünschte" Gewissensfreiheit, nicht um die unerwünschte: die der Frauen.

Ich hörte auf zu lesen.

Man kann für Frau Löhr und den Rat nur hoffen. Sie müssen sich vor dem Herrn für die Kälte ihrer Gefühle verantworten. Den Lebenden hilft dies leider nichts mehr.