Freitag, 3. September 2010

Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst zu Donum Vitae

Statement des Bischofs von Limburg:


„Die Katholische Kirche setzt sich bedingungslos für ein Ja zum Leben ein. Sie ermutigt werdende Mütter und Väter, ihr Kind anzunehmen und an der Verantwortung für das von Gott geschenkte und ihnen anvertraute Leben zu wachsen. Deshalb kommt für katholische Christen der Weg, den Donum Vitae beschreitet, nicht in Frage. Gerade in der Rückschau auf die letzten Jahre wird deutlich, welcher Bewusstseinswandel stattfindet, wenn die Tötung ungeborenen Lebens rechtliche Deckung erfährt. Ein Mitwirken daran stellt der Weg dar, den Donum Vitae geht.

Im Unterschied dazu unterstützen die Beratungsstellen der Katholischen Kirche werdende Eltern aus der tiefen Überzeugung, dass ein empfangenes Kind immer ein Segen ist. Ein Schwangerschaftsabbruch bedeutet die gewollte Tötung eines Kindes und zieht unübersehbar seelische und körperliche Belastungen für Mütter und Väter nach sich. Weil für uns als Katholische Kirche das Ja zum Leben ohne Alternative ist, können wir uns nicht an einem System beteiligen, das durch das Ausstellen eines Scheines den Anschein erweckt, jede Entscheidung sei rechtmäßig und damit gleich gültig. Die Entscheidung gegen ein Kind kann nicht vom Recht gedeckt werden.“

Die Deutschen Bischöfe haben sich mit ihrer Erklärung vom 20. Juni 2006 klar positioniert. Danach ist der private Verein Donum Vitae e.V. eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche. Aus diesem Grund sind institutionelle und personelle Kooperationen sowie ein Engagement im Verein parallel zum kirchlichen Dienst nicht möglich. Diese Unvereinbarkeit dokumentiert die Klarheit des kirchlichen Zeugnisses für ein uneingeschränktes Ja zum ungeborenen Leben.

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