Dienstag, 13. April 2010

Girls' Days: Gender Mainstreaming Indoktrination – Aufruf einer besorgten Mutter

Erläuterung: Das Projekt Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Initiative D21, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Koordination des Projektes hat das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Aufruf:

Anläßlich des kommenden Girls' Days am 22 April möchte ich mich als Mutter an die Öffentlichkeit wenden, um andere Eltern auf die wahren Hintergründe dieser Initiative aufmerksam zu machen. Wie jeder weiß, sollen Mädchen mit Hilfe des Girls' Days dazu gebracht werden, typische Männerberufe zu lernen und sich nicht mehr auf klassische Frauenberufe wie Friseurin, Altenpflegerin oder Arzthelferin zu beschränken. Auf den ersten Blick erscheint diese Aktion durchaus eine gute Sache zu sein. Warum sollten Mädchen keine Männerberufe ausüben können, wenn es ihre Begabung und körperliche Belastbarkeit zulassen?

Anders sieht es jedoch aus, wenn man den Girls' Day im Zusammenhang mit Gender Mainstreaming (GM) betrachtet, einen Begriff, den kaum jemand kennt, obwohl er seit 1999 von der Regierung als „Leitprinzip“ und „Querschnittsaufgabe“ der Politik gilt und mit reichlich Steuergeldern gefördert wird. Der Begriff GM stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Begriffen Gender und Mainstreaming zusammen. In der englischen Sprache wird zwischen dem biologischen Geschlecht Sex, mit dem alle körperlichen Merkmale gemeint sind, und einem sozialen Geschlecht Gender, unterschieden. Gender bezeichnet sozial und kulturell geprägte Geschlechterrollen von Mann und Frau in unserer Gesellschaft.

Nach dieser Vorstellung sind diese, anders als das biologische Geschlecht, erlernt und damit auch veränderbar. Mainstreaming kann mit „zum Hauptstrom machen“ oder in den Hauptstrom bringen“ übersetzt werden. Auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann man als Selbstverständlichkeit folgendes zu GM lesen: „Niemand ist nur männlich oder nur weiblich, aber wir leben in einer Welt, die maßgeblich durch die Zuweisung von Geschlechterrollen geprägt ist. Frauen und Männer werden ständig daran gemessen, wie weiblich oder wie männlich sie sich verhalten; und Menschen werden auch immer wieder mit impliziten geschlechtsspezifischen Erwartungen konfrontiert. Daher ist es wichtig, Geschlechterdifferenzen wahrzunehmen, sie aber nicht - wie es auch das Bundesverfassungsgericht sagt - als tradierte Rollenzuweisungen zu verfestigen.

Mit Gender sind also immer auch Vorstellungen von Geschlecht gemeint, die sich ändern lassen.“ Wie man erkennen kann, werden wir hier mit ganz neuen Gedanken über Geschlechter und Geschlechterrollen konfrontiert. Wenn man ein wenig im Internet recherchiert, erfährt man, dass Kinder bereits an vielen Schulen und sogar in Kindergärten lernen, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, sondern dass noch viele andere Möglichkeiten wie Bi-, Homo- oder Transsexualität gibt, die ganz normal sind. Ebenso sei ganz normal, wenn sich die jeweiligen Neigungen im Laufe der Zeit ändern würden. Die Geschlechter seien abgesehen von den biologischen Unterschieden absolut gleich, die verschiedenen Rollen und Vorlieben bloß anerzogen. Mädchen werden mit typischen männlichen Berufen und Verhaltensmustern konfrontiert und an sie gewöhnt, bei Jungen werden diese unterdrückt und durch typische weibliche Muster, wie Stricken oder mit Puppen spielen, ersetzt.

Artikel wie „Der neue Mensch“ auf Spiegel Online oder „Gender Mainstreaming - Politische Geschlechtsumwandlung“ auf FAZ.net, können einen dabei schnell beängstigen. Offensichtlich wird eine neue Ideologie von der Politik vorangetrieben, ohne dass die breite Masse der Bevölkerung darüber in Kenntnis gesetzt und mit einbezogen wurde. Aus diesem Grund möchte ich diese Gelegenheit nutzen, an alle Eltern zu appellieren, sich über dieses Thema zu informieren und sich damit auseinanderzusetzen. Ich halte es für sehr wichtig, dass Eltern in Schulen und Kindergärten nachfragen, in welchem Maß Gender Mainstreaming dort umgesetzt wird und welche Ziele mit unseren Kindern verfolgt werden. Ich selbst habe dies bereits getan, mir wurde jedoch gesagt, dass die Schule es nicht für nötig hält, mit mir darüber zu diskutieren. Auch auf meine klare Frage hin, ob der Girls Day mit Gender Mainstreaming in Zusammenhang steht, wurde ich mit einem „Nein“ abgefertigt, obwohl das Koordinationszentrum des Girls Days in Bielefeld mir dies bestätigt hat. Als Konsequenz daraus habe ich entschieden, meine eigene Tochter an diesem Projekt nicht teilnehmen zu lassen. Ich lasse mich nicht entmutigen und werde mich weiterhin mit diesem Thema beschäftigen und meinem Standpunkt verteidigen.

Isabel Henriques, 35321 Laubach (Hessen)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Scheinbar gut informiert. Was genau ist denn ihr Anliegen in der Sache?

Dirk hat gesagt…

Ich glaube, sie hat nicht verstanden, dass es keine "typisch männlichen" Berufe gibt, sondern nur Berufe, die ihr qua Vorurteil als "typisch männlich" erscheinen, weil sie esn nicht besser weiss. Gleich Chancen im Beruf mit Trans- und Homosexualität in Verbindung zu bringen scheint mir auch nicht gerade Ausfluss eines pangalktischen Geistes zu sein. Die Tochter tut mir leid.

Isabel Henriques hat gesagt…

Parallel zu den Girl’ Day gibt es seit gut anderthalb Jahren die Aktion "Neue Wege für Jungs", eine Art Berufsberatung. Auch auf den ersten Blick Vernünftig. Eigenartig ist nur, dass nun Jungen genau jene Berufe empfohlen werden, zu denen man Mädchen nicht mehr raten will, weil sie schlecht bezahlt sind und zu geringe Karriereaussichten bieten. Die Frage ist, ob einen Rollentausch unsere Gesellschaft gerechter machen würde. Wäre es vielleicht nicht sinnvoller dafür zu sorgen, dass „typischen“ Frauenberufe, die in jedem Fall ausgeübt werden müssen, besser entlohnt werden? Es ist selbstverständlich ungerecht, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, ungerecht ist es aber auch, dass z.B. unsere tüchtigen Bauarbeiter bei starkem körperlichem Einsatz kaum über die Runden kommen, und ein Banker wie Ackermann Millionen verdient. Eine bessere Verteilung wäre hier die Lösung, nicht die Vertauschung der Gehälter. Einige „typischen“ Männerberufe wie zum Beispiel Kanalreiniger, Bauarbeiter oder Umzugshelfer werden ohnehin für (die meisten) Frauen unattraktiv (und unzumutbar) bleiben, nicht nur weil Sie schnell an ihre körperlichen Grenzen stoßen würden, und werden mit Sicherheit auch weiterhin von Männern ausgeübt. Allerdings geht es hier nicht nur um die Vor- und Nachteile von “typischen“ Männerberufen für Frauen und umgekehrt, sondern um Gender Mainstreaming. Darum appelliere ich an alle, sich über GM zu informieren und sich damit auseinanderzusetzen.
Viele Grüße aus Laubach
Isabel Henriques

Anonym hat gesagt…

Liebe Isabel, sie haben natürlich Recht wie die vielen Anderen mit natürlichem Menschenverstand ausgestatteten ebenfalls - unser Geschlecht mit all seinen Neigungen und Qualitäten ist nicht anerzogen, sondern steht wenige Tage nach der Zeugung unumstößlich fest. Ich habe zwei Buben und zwei Mädchen geboren und großgezogen und fand dieses Faktum von Anfang an bestätigt und untermauert. Leider glaube ich, daß diese ganze Diskussion um GM von dem eigentlichen Problem ablenken soll, nämlich daß diese Gesellschaft nichts für das Bestehenkönnen von intakten Familien und eine moralisch und finanziell gestützte Mutterrolle leisten will. Lassen Sie doch Ihre Tochter zu diesem Tag gehen. Bei erklärender Vorarbeit von Ihrer Seite, wird es eine nützliche Erfahrung für sie sein. Liebe Grüsse, Cathrin Bauer

Infidel_666 hat gesagt…

als ob es zu homo-, bi-, oder transsexualität führen würde wenn man einen beruf ausübt, der nicht mit deinen rollenklischees zusammenpasst... ausserdem sind diese sexuellen richtungen keine negative sache. wir haben einen homosexuellen aussenminister und vizekanzler - die einzigen die sich mit menschen die eine andere sexuelle orientierung haben nicht abfinden können sind leute wie isabel, die sich durch das blamable festklammern an aus dem mittelalter stammenden werten, die mit einer modernen, demokratischen, rational denkenden gesellschaft wie der heutigen nicht vereinbar sind, und den versuch, diese anderen aufzuzwingen (oder zumindest den appell stellen, seine kinder vor "gm" zu schützen, wie isabell dies in ihrem artikel tut), der lächerlichkeit preisgeben.

Frauen sind gleichberechtigt, die katholische kirche hat blut an den händen, die bibel ist widerlegt. akzeptiert das einfach - es ist das jahr 2010.

Anonym hat gesagt…

Lasst doch einfach jeden machen was er will.

Solche Argumente sind so rückständig wie die Kirche und Religion allgemein.

Rosebrock hat gesagt…

Danke, Frau Henriques, für Ihren interessanten Beitrag.
Ich weiß nicht, ob es richtig ist, dem Kind diese Erfahrung in der Berufswelt (man kann ja den Platz selbst auswählen) nicht zu geben (s. andere Kommentar).
Meine Website: www.glmk.de.
Melden Sie sich doch mal!
A. Rosebrock

Isabel Henriques hat gesagt…

Wäre die Teilnahme meiner Tochter nicht eine stillschweigende Einverständniserklärung zu Gender Mainstreaming? Die meisten von uns erkennen ganz genau was in unsere Gesellschaft ist Falsch ist, aber wir schweigen weiter und unternehmen nichts!
Viele Grüße
Isabel

Isabel Henriques hat gesagt…

Ist Ihnen vielleicht der Begriff geschlechtergerechte Sprache (auch geschlechtsneutrale Sprache) bereits bekannt? Es sieht wohl so aus, dass nicht nur unser Kinder, sondern wir alle viel Neues zu lernen haben! Auf der Internetseite des GenderKompetenzZentrums in Berlin kann man folgendes lesen:
„Gender-Aspekte Sprache Ausblendung - Einblendung: Frauen kommen historisch im allgemeinen Sprachgebrauch nicht oder nur stereotyp vor. Psychologische Untersuchungen zeigen, dass scheinbar neutrale Inhalte, die in männlicher Ausdrucksform transportiert werden, gedanklich mit Männern assoziiert werden und eher nur Männer ansprechen. So wird unbewusst die Anwesenheit und der Anteil von Frauen der Wahrnehmung entzogen. Gender Mainstreaming bedeutet daher, Frauen sprachlich in gleicher Weise wie Männer zu berücksichtigen. Schubladen: Es ist nicht ausreichend, von „den" Männern oder „den" Frauen zu sprechen. Diese Formulierungen unterstellen eine Gleichförmigkeit innerhalb dieser Gruppen, die es so nicht gibt. Eine geschlechtersensible Sprache bedeutet, Frauen und Männer in möglichst spezifischer Form anzusprechen, also zum Beispiel als Mütter und Väter oder Mädchen und Jungen und als Beamte oder Beamtin, Lehrer und Lehrerin, Chef und Chefin usw. Umgekehrt lassen sich neutrale Sammelbegriffe wie „Alte" oder „Jugend" in alte Frauen/alte Männer, junge Frauen/junge Männer ausdifferenzieren. Stereotype: Begriffe transportieren oft Metaphern (z.B. „Vorreiter", „Jungspund"), die wiederum Geschlechterstereotype verfestigen. So verstärken und verfestigen Bilder Hierarchien im Geschlechterverhältnis, indem sie Männer in dominanten Positionen oder in der Mehrzahl zeigen. Wer Gender systematisch mitdenkt, vermeidet diese Einseitigkeit. Mit Leitfäden und Checklisten lässt sich von vorne herein eine Perspektive der Gleichstellung der Geschlechter in die Sprachgestaltung einbeziehen. Personen: Sollen Frauen und Männer in gleicher Weise angesprochen werden, müssen weibliche und männliche Personenbezeichnungen Verwendung finden. Manchmal werden Texte dann sperrig, doch ist dies keine zwingende Folge. Gender Mainstreaming fordert dazu auf, nach sinnvollen Alternativen zur Einseitigkeit zu suchen.“ (http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz/handlungsfelder/sprache/aspekte)

Persepolis hat gesagt…

Isabel:

Es geht hier doch nicht darum die Rollenklischees umzudrehen. Wie sinnlos wäre das denn?

Der Girls Day dient dazu Mädchen (ich vermute mal Ihre Tochter wird auch dazu gehören ;) ) aus der vielmals von Umfeld und Gesellschaft festgesetzten Geschlechterrolle zu holen. Es geht nicht darum Mädchen quasi dazu zu drängen, dass sie jetzt alle Bauarbeiter und Ingenieure werden, sondern dass sie diese Berufe auch ergreifen können, wenn sie wollen. Und die Mädchen keine Berührungsängste davor haben müssen, nur weil ihre Umgebung ihr sagt, dass das ja ein "männlicher" Beruf sei.

Anonym hat gesagt…

Liebe Isabel,
Du hast natürlich Recht. Beteilige Dich nicht an diesem künstlichen Quatsch. Wenn Deine Tochter Holzfäller werden will, wird sie sich auch ohne GD über den Beruf informieren , zb im Internet.
Erinnere Dich...: Wohl dem , der nicht sitzt am Tisch der Spötter."
Es ist gut, daß Du Dich und Dein Kind vom Tisch der Spötter fernhälst.
Ich grüsse Dich
Thomas

@alle, die Isabels Ansichten rückschrittlich finden. Macht was ihr wollt und werdet glücklich. Isabel sorgt sich um ihr Kind und zeigt sich verantwortungsbewusst. Habt Ihr irgenwie nicht gecheckt, hmm ?

Anonym hat gesagt…

Ihr habt doch alle voll den knall ihr solltet die Biebel mal vor Kopf wegnehmen und die Augen auf machen!

Also wir sind nicht mehr im Mittelalter wo die Frau hintern Herd gehört und der Mann an den Ambos o.ä.

...

Isabel Henriques hat gesagt…

Wie Sie vielleicht durch die Medien erfahren haben, stellte die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vor kurzem den Boys‘ Day vor. Dieser Aktionstag, der aus dem Projekt „Neue Wege für Jungs“ hervorgeht, soll jährlich im April getrennt von den Girls‘ Day-Aktionen durchgeführt werden. Der Grund dafür: Nach wie vor neigen Jungen bei der Berufswahl dazu, klassische Männerberufe wie Kfz-Mechaniker oder Ingenieur zu bevorzugen. Hier hält es die Familienministerin für nötig, dagegen zusteuern. Der Boys‘ Day soll nun das Interesse männlicher Schüler für Sozial-, Pflege-, Erziehungs- aber auch für Dienstleistungsberufe wecken. Diese Projekte „sollen die Jungen stärkenorientiert unterstützen, um ihnen damit neue und faire Handlungsoptionen zu eröffnen“ heißt es auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums. Dabei ist nur eigenartig, dass den Jungen genau jene typischen Frauenberufe empfohlen werden, zu denen man Mädchen nicht mehr raten will, weil sie schlecht bezahlt sind und zu geringe Karriereaussichten bieten. Offenbar will die Bundesregierung mit Aktionen wie Girls‘ Day und Boys‘ Day künftig noch größeren Einfluss auf die Berufswahl unsere Kinder ausüben als bisher und somit traditionelle Geschlechterrollen aufbrechen. Unter dem Schlagwort Gender Mainstreaming“ solle die „Gleichstellung“ der Geschlechter auf allen Ebenen erreicht werden. Damit folgt die Regierung einer Vorgabe der Europäischen Union. Auf der Homepage des GenderKompetenzZentrums steht geschrieben: „Keine Gesellschaft darf sich heute Ausgrenzung und Diskriminierung und eine Fixierung auf überkommene Rollenbilder leisten. Zukunftsfähigkeit hängt auch davon ab, für Gleichheit, für Gleichstellung, für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Gleichstellung meint gleiche Chancen für Frauen und Männer, also für Jungen und Mädchen, für junge und alte Menschen in ihrer Vielfalt. Gleichstellung anerkennt Menschen in ihrer „Diversität“ hinsichtlich des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Herkunft und des Glaubens, der Mobilität und des Alters - so verwirklicht Gleichstellungspolitik die Versprechen der Grund- und Menschenrechte, frei von Diskriminierung leben zu können. Es geht also darum, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen gerecht zu werden, ihnen Teilhabe und echte Wahlfreiheit zu ermöglichen.“ Wie Sie sehen, ist nicht mehr von der Gleichberechtigung, sondern von der „Gleichheit“ der Geschlechter (in ihrer Vielfalt) die Rede. Hier muss man sich ernsthaft fragen, ob sich die Regierung tatsächlich darum bemüht, Benachteiligungen mit gezielter Förderung zu beseitigen oder ob sie sich herausnimmt, neue Rollenbilder für die Menschen zu schaffen und dabei die Familien und vor allem unsere Kinder einer zweifelhaften neuen Ideologie aussetzt. Wäre es nicht vielleicht sinnvoller, das viele Geld, das in derartige Projekte verschleudert wird, dafür zu nutzen, zum Beispiel mehr Lehrkräfte in den Schulen einzustellen, Hausaufgabenhilfe und Nachhilfeunterricht den Schüler kostenfrei zur Verfügung zu stellen oder die hygienischen Bedingungen in den Schultoiletten zu verbessern? Würde das unseren Kindern nicht mehr helfen? Darum möchte ich erneut an alle Eltern appellieren, sich mit dem Thema Gender Mainstreaming auseinanderzusetzen und sich für Mitbestimmung und Mitspracherecht in der Schule einzusetzen. Denn nur auf diese Weise können wir unseren Pflichten als Eltern verantwortungsbewusst nachgehen.
Viele Grüße aus Laubach

Anonym hat gesagt…

Warum wird herabwürdigend von "Frau am Herd" gesprochen? Als Kind fand ich es sehr schön, wenn ich mit Kummer oder mit einer guten Note von der Schule kam und Mama war da, der ich das gleich erzählen konnte.
Karriere und Geld - dafür zu wenig Kinder. GM erledigt sich von selbst...



Man sollte Frauen nicht einreden, dass die typischen Frauenberufe schlecht seien. Sie wählen diese Berufe, weil sie ihrem weiblich-sozialen Wesen entsprechen. Da ist gar nichts schlechtes dran!!!

Chorleiter hat gesagt…

Meine Tochter wollte in Beyern Autoschlosser lernen. Das sei kein Beruf für Frauen, wurde ihr gesagt. Ihre Schweißarbeiten waren besser, als die des Werkstattleiters, sie repariert noch heute, sehr erfolgreich, mein Auto, mußte aber etwas "Frauenpassenderes" lernen.
Man muß das alles endlich weiter sehen. Mit der hier gebotenen Mama-und-Papa-Mentalität kommen wir nicht aus dem Sandkastenspiel nicht raus.
Gender Mainstreaming ist nicht in erster Linie das richtige Bustabieren des Wortes. Man sollte auch verstehen, nicht nur es versuchen; was ist es, welche Möglichkeiten bietet es uns allen. Wer weiter will, soll seinen Blick erweitern.
Besorgt bin ich oft: Über meine oft nicht meinen Ansprüchen gerecht werdenden eigenen Möglichkeiten. Aber diese kann und werde ich stets ändern, solange ich denken kann.